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Review: M3GAN

M3GAN - Poster FSK 16

Kurzinhalt:

Sie ist auf Freundschaft programmiert: M3GAN ist kein gewöhnliches Spielzeug, designt als beste Freundin eines Kindes und Verbündete der Eltern. Als Robotik-Expertin Gemma unerwartet zum Vormund ihrer verwaisten Nichte wird, nimmt sie den Prototyp der Hightech-Puppe mit nach Hause. Eine folgenschwere Entscheidung, denn M3GAN entwickelt einen geradezu mörderischen Beschützerinstinkt.
Dass eine Puppe ihre Aufgabe so ernst nehmen wird, damit rechnet Gemma nicht einmal in ihren kühnsten Träumen, als sie diese ihrer Nichte gibt. Schließlich arbeitet sie für eine Spielzeugfirma und hat die lebensechte Puppe selbst programmiert. Doch die mit künstlicher Intelligenz ausgestattete M3GAN nimmt ihre Aufgabe als beste Freundin todernst.

Originaltitel: M3GAN

Jahr: 2022

Genre: Thriller, Horror, Scifi

Kinostart: 12.01.2023

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 16 Jahren – FSK

Produktionsland: USA

Regie: Gerard Johnstone

Drehbuch: Akela Cooper, James Wan

Musik: Anthony Willis

Produzenten: Jason Blum, Michael Clear, Couper Samuelson, James Wan, Greg Gilreath, Adam Hendricks, Mark David Katchur, Judson Scott, Ryan Turek, Allison Williams

Darsteller: Allison Williams, Violet McGraw, Amie Donald, Ronny Chieng, Jenna Davis, Brian Jordan Alvarez, Jen Van Epps, Stephane Garneau-Monten, Lori Dungey, Amy Usherwood, Jack Cassidy, Michael Saccente, Samson Chan-Boon, Kira Josephson, Renee Lyons, Millen Baird, Chelsie Preston Clayford, Arlo Green, Natasha Daniel

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: Kino
Anzahl der Kritiker: 2

Künstliche Intelligenz beschäftigt die Menschheit seit Beginn des Technikzeitalters, weshalb die Grundidee dieses Horror-Thrillers natürlich niemanden mehr aus den Socken haut. Kurz zuvor wurde noch der eher mäßige Weihnachts-Slasher Christmas Bloody Christmas veröffentlicht, in welchem ebenfalls ein Roboter Amok läuft; allerdings sehr viel weniger perfide, als es „M3GAN“ tut.
M3GAN entwickelt ein Bewusstsein, denn schließlich wurde sie erschaffen um zu lernen, zu lehren und die Verhaltensweisen ihres Besitzers zu adaptieren und entsprechend darauf zu reagieren. Die Asimov’schen Gesetze wurden bei der Programmierung wohl tunlichst vernachlässigt, aber kleinere Logikfehler verzeiht man diesem insgesamt gelungenen Genre-Schmankerl gerne.

M3GAN - Szenenbild

Nach den ganzen Insidious– und Conjungingverse-Filmen aus den Wanschen (James Wan) und Blumschen (Jason Blum) Horror-Schmieden, die ja alle zumindest als solide Grusler zu bezeichnen sind, bekomme ich das Gefühl, dass etwas mehr Biss und Zynismus den aktuellsten Werken relativ gut getan haben. So strotzte der Giallo-angehauchte Thriller Malignant vor genialen Einfällen und nahm sich dabei selbst nicht all zu ernst, sonst hätten viele Elemente nicht so gut ineinander gegriffen, wie sie es letztendlich tun. Selbiges ist auch hier der Fall. Disney-artige Gesangseinlagen von M3GAN sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Zahlreiche sozialkritische Anspielungen (vor allem geht es um die Frage, was Eltern mit ihren Kindern machen, wenn sie keinen Bock auf sie haben) wirken zwar recht aufgesetzt, funktionieren aber trotzdem sehr gut. Als Zuschauer*in kann man sich also gewissermaßen berieseln lassen, kommt sich aber auch nicht für dumm verkauft vor.

M3GAN - Szenenbild

Ein ganz besonderes Lob geht an die Gestaltung der titelgebenden Roboter-Puppe, die sich optisch und auf Grund ihrer Art sich zu bewegen zwar offensichtlich irgendwo im Uncanny Valley befindet, sich dieser psychologische Effekt aber nicht negativ auf das Publikum auswirkt, denn die Puppe soll ja auch befremdlich aussehen.
Tatsächlich wird M3GAN in vielen Szenen von der zu dem Zeitpunkt 12-jährigen Tänzerin Amie Donald gespielt, die hier wirklich gut als creepiger Roboter vor den Kameras performed hat; natürlich mit Unterstützung der scheinbar äußerst talentierten Maskenbildner aus dem Blumhouse. Insgesamt handelt es sich bei M3GAN um einen interessanten und äußerst überzeugenden Mix aus Animation, Animatronik und Kostüm/Maske.

M3GAN - Szenenbild

Der Härtegrad ist eher mäßig, visuelle Grausamkeiten halten sich in klaren Grenzen. Der Film wurde für ein PG-13-Rating (ab 13 Jahren mit elterlicher Begleitung) in den USA zugeschnitten, könnte in Deutschland also theoretisch auch ab 12 Jahren durchgehen. Dennoch wirkt die Puppe relativ bedrohlich, aber wenn man mal ehrlich ist: Welches Kinderspielzeug tut das nicht!? – Die bereits angekündigte und bestätigte Fortsetzung (M3GAN spielte bereits am Startwochende in den USA und Kanada ungefähr das dreifache der Produktionskosten von geschätzten 12.000.000$ ein) müsste noch eine Schippe grafische Gewalt und ein wenig Tempo drauflegen, um erneut ins Kino zu locken…

Fazit:

Entschuldigt diese relativ oberflächliche Kritik, aber man will ja auch nicht all zu sehr spoilern. M3GAN kann man sich als kleinen Horror-Leckerbissen durchaus geben. Ein Wermutstropfen ist nur die recht überschaubare Laufzeit, womit leider auch einhergeht, dass in diesem sauber produzierten Tech-Thriller insgesamt gar nicht mal so viel passiert… aber das was passiert, das weiß kurzweilig gut zu unterhalten. Somit gibt es eine klare Empfehlung dieserseits.

4,5 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray

Verleih: Universal Pictures

Verleihstart: Unbekannt

Verkaufstart: Unbekannt

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle

Discs enthalten: 1

Wendecover: Unbekannt

Schuber: Unbekannt

Ton:
• Deutsch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Englisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bildformat: 2,39 : 1

Blu-ray & VoD Auflösung: 1080p / 24Hz

4K UltraHD Auflösung: Unbekannt

Laufzeit 25Hz: Unbekannt

Laufzeit 24Hz: ca. 102 Min. (Kino, Blu-ray)

Uncut: Nein

Extras:
• Unbekannt


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