Review: Quiet Comes The Dawn

Quiet Comes The Dawn - DVD Blu-ray Cover FSK 16

Kurzinhalt & Trailer:

Seit dem mysteriösen Tod ihres Bruders, leidet Sveta unter quälenden Albträumen. Auf der Suche nach Antworten, schließt sie sich im Institut für Somnologie einem Experiment an: Mit drei weiteren Patienten taucht sie in einen Klartraum ein, der ihnen helfen soll, ihre psychologischen Probleme loszuwerden. Doch nach der Dämmerung werden sie in einer anderen Realität aufwachen, die schlimmer ist als jeder Albtraum.

Originaltitel: Rassvet
Jahr: 2018

Genre: Horror, Mystery, Dämonenhorror

Kinostart:

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 16 Jahren – FSK

Produktionsland: Russland

Regie: Pavel Sidorov

Drehbuch: Evgeny Kolyadintsev

Musik: Garry Judd

Produzenten: Dmitriy Litvinov, Vladislav Severtsev, Ivan Systsov

Darsteller: Alexandra Drozdova, Aleksandr Molochnikov, Anna Slyu, Oksana Akinshina, Kuzma Kotrelev, Miroslav Pentsov, Anastasiya Kuimova, Oleg Vasilkov, Valeriy Kukhareshin, Mariya Unzhakova

Kritik:

Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: Presse-DVD (deutsch)
Mit freundlicher Unterstützung von EuroVideo

Vor allem interessiert hat mich Quiet Comes The Dawn, weil es sich um einen russischen Genrefilm handelt, der zumindest vom Trailer her schon mal so wirkt, als wäre er recht hochwertig produziert worden. Und diese Hoffnung bewahrheitet sich dann im Verlauf, vor allem durch die tolle und atmosphärische Gestaltung und Ausleuchtung der Sets. Auf Grund der Tatsache, dass für dieses Projekt sehr international wirkende Schauspieler gecastet wurden, fällt zudem kaum auf, dass es sich hierbei wirklich um einen russischen Film handelt; natürlich abgesehen von einigen Namen und hin und wieder sichtbare kyrillische Buchstaben. Zeitweise habe ich mich beim Betrachten tatsächlich darüber geärgert, dass wir Deutsche es einfach nicht schaffen, uns bei unseren Filmen den sprichwörtlichen Stock aus dem Arsch zu ziehen. Ich habe schon einige russische Filme gesehen, die richtig international und vor allem auch nach großem Kino wirken, trotz manchmal auch regionaler Problematiken (z.B. Viking)… den Technik-Check hat Quiet Comes the Dawn auf jeden Fall schon mal bestanden, bis auf eine Hand voll eher mäßiger Computereffekte am Schluss.

Quiet Comes The Dawn - Szenenbild

In Quiet Comes The Dawn geht es um den mysteriösen Tod von Svetas Mutter, kurz nach ihrer Geburt, und dem plötzlichen Selbstmord ihres älteren Bruders. Bei Nachforschungen findet die Protagonistin heraus, dass sich ihre Mutter zusammen mit ihrem damals noch sehr jungen Bruder in den Fängen einer mysteriösen Sekte befand, die mit Hilfe von „kollektivem, bewusstem Träumen“ einen Dämon heraufbeschwören wollte, der letztendlich den Weltuntergang herbeiführen sollte… dies hat aber scheinbar nicht geklappt. Weil Svetlana plötzlich auch durch merkwürdige Träume belastet wird, traut sie sich einem ihrer Universitätsprofessoren an, der sie zu einer Schlaftherapie in sein Institut einlädt. Zusammen mit drei anderen Probanden wird sie dort in Trance versetzt und nach einem scheinbar kurzen Nickerchen finden sich alle Vier in dem verlassenen Gebäude wieder, in dem plötzlich sehr merkwürdige Dinge vor sich gehen. Auch versuchen scheinbar düstere Mächte die Testpersonen gegeneinander aufzuhetzen…

Quiet Comes The Dawn - Szenenbild

Die Story kann vom Stil her grob mit Filmen wie After Life, Elizabeth Harvest oder Rupture in eine Kategorie eingeordnet werden. Solch Mystery-Horror muss man natürlich mögen, denn in den aller meisten Fällen ist dieses Subgenre tatsächlich nicht unbedingt mein Fall, aber Ausnahmen bestätigen – wie immer – die Regel. So wurde ich durch diesen Film insgesamt recht gut unterhalten und habe mich sogar drei-vier Male leicht erschrocken. Dazu muss ich sagen, dass ich natürlich relativ abgebrüht bin, was Horrorfilme angeht. Daraus soll jetzt einfach jeder für sich seine Schlüsse ziehen…

Während des Betrachtens und bis kurz vor dem Finale bewegte sich die Nadel meiner gedanklichen Bewertungsskala fast schon auf die 5 von 6 möglichen Punkten der Gesamtwertung. Zeitweise fühlte ich mich sogar an den grandiosen Found Footage Horrorfilm Katakomben erinnert, der immer noch ein echter Geheimtipp ist. Letztendlich hätte ich mir von Quiet Comes The Dawn allerdings gewünscht, mehr über diese mysteriöse Sekte zu erfahren und das Ende kommt sehr plötzlich und recht plump daher, und ist zudem noch relativ offen. Auch gibt es, wie eingangs angemerkt, Abzüge in Bezug auf die eher billig anmutenden CGI-Effekte im Finale. Diese reißen den Betrachter leider etwas raus aus der recht spannenden Geschichte.

Quiet Comes The Dawn - Szenenbild

Fazit:

Bis auf das recht offene Ende gefällt mir Quiet Comes The Dawn ziemlich gut, vor allem weil der Film insgesamt sehr hochwertig, vor allem auf die Sets und den international wirkenden Cast bezogen, produziert wurde. Ich habe mich tatsächlich drei-vier Male leicht erschrocken und wäre durchaus an einer Fortsetzung interessiert.
Warum dieser absolut solide Mystery-Gruseler so dermaßen schlecht in der IMDb abgeschnitten hat, das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Wahrscheinlich hat es etwas mit der allgemeinen Politik in Russland zu tun, aber wer weiß das schon? – Internationale Downvotes im Vorfeld, also ohne einen Film gesehen zu haben, sind ja schon lange kein unbekanntes Phänomen mehr (Stichwort: Uwe Boll)…

Wertung: 4 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray

Da ich den Film auf DVD gesichtet habe, kann ich nur anhand von Screenshots vermuten, wie die Bildqualität der Blu-ray sein wird. Vermutlich nicht so gut, bzw. relativ körnig. Über die Bild- und Tonqualität der DVD kann man aber auf keinen Fall meckern. Der Schwarzwert ist angenehm, so dass man jederzeit alles im Bild gut erkennen kann. Auch die Synchronisation ist gut gelungen. Hier gibt es keinen gravierenden Unterschied zu größeren amerikanischen Produktionen, die hierzulande auf Deutsch veröffentlicht werden. Leider mangelt es den deutschen Veröffentlichungen an Extras.

Verleih: EuroVideo

Verleihstart: 30.01.2020

Verkaufstart: 30.01.2020

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle

Discs enthalten: 1

Wendecover: Unbekannt

Schuber: Nein

Ton:
• Deutsch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Russisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: unbekannt

Bildformat: 2,39 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

4K UltraHD Auflösung: Unbekannt

Laufzeit: ca. 94 Min. (Blu-ray ca. 98 Min.)

Uncut: Ja

Extras:
• Trailer

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.