Review: Split

Split - Blu-ray DVD Cover FSK 16

Kurzinhalt & Trailer:

Der genialische Kevin hat seiner Psychiaterin bislang 23 verschiedene Persönlichkeiten offenbart. Doch tief in seinem Inneren wartet eine weitere darauf hervorzubrechen und alle anderen zu dominieren: Ein monströses Bewusstsein, das schließlich freigesetzt wird, als Kevin drei junge Mädchen entführt. Als die Schutzwälle zwischen seinen diversen Persönlichkeiten einbrechen, wird Kevin in einen verzweifelten Kampf mit seinen inneren Dämonen – und den Menschen in seiner Umgebung – verstrickt.

Originaltitel: Split

Jahr: 2016

Genre: Thriller, Bodyhorror, Mystery

Kinostart: 26.01.2017

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 16 Jahren – FSK

Produktionsland: USA

Regie: M. Night Shyamalan

Drehbuch: M. Night Shyamalan

Produzenten: Marc Bienstock, Jason Blum, M. Night Shyamalan, Kevin Scott Frakes, Buddy Patrick, Ashwin Rajan, Steven Schneider

Darsteller: James McAvoy, Anya Taylor-Joy, Betty Buckley, Haley Lu Richardson, Jessica Sula, Izzie Coffey, Brad William Henke, Sebastian Arcelus, Neal Huff, Ukee Washington, Ann Wood, Robert Michael Kelly, M. Night Shyamalan, Rosemary Howard, Jerome Gallman, Lyne Renee, Kate Jacoby, Peter Patrikios, Kash Goins, Roy James Wilson, Christopher Lee Philips, Julie Potter

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: deutsche Blu-ray

Von Regisseur und Drehbuchautor M. Night Shyamalan (Sixth Sense, The Village, Unbreakable) kann man halten was man will, denn bekanntlich polarisieren seine Werke ja immer sehr unter den Mystery-, Thriller- und Horrorfans. Ich mag eigentlich alle seine Filme, so abgefahren und/oder ernüchternd manche Auflösungen letztendlich auch sein mögen. Immerhin gibt es stets eine Auflösung!
Seine bisherige Bestleistung, zu der er aber nur das Drehbuch schrieb, ist meiner Meinung nach der Film Devil, in dem eine Hand voll unterschiedlichster Personen in einem Fahrstuhl festsitzen und quasi raten müssen, wer von ihnen der Teufel ist…
Diese wurde nun von Split abgelöst, einen Thriller über einen gewissen Kevin, in dessen „Körper“ stolze 23 verschiedene Persönlichkeiten existieren. Diese verändern nicht nur ständig Kevins den Geisteszustand, sondern auch seine Körperchemie. Das größte Problem an der Sache ist aber, dass eine 24. Persönlichkeit, die von den meisten anderen gefürchtet, und von einigen herbeigesehnt wird, sich unaufhaltsam ihren Weg in den Geist und Körper des jungen Mannes bahnt. Diese Persönlichkeit wird kurz „die Bestie“ genannt und sie soll unglaublich stark und grausam sein. Für die Ankunft der Bestie müssen Opfer erbracht werden, drei High School-Schülerinnen, die kurzerhand gekidnappt und in einem gigantischen Kellergewölbe eingesperrt werden. Diese versuchen Kevins teilweise konträre Persönlichkeiten gegeneinander auszuspielen, um sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien…

Split - Szenenbild

Schauspielerisch wird durch James McAvoy in einer der Hauptrollen ganz großes Kino geboten. Vor allem als später „die Bestie“ auf den Plan tritt, macht er körperlich eine enorme Transformation durch, die recht glaubwürdig inszeniert wurde.
Neben James McAvoy brilliert vor allem die junge Schauspielerin Anya Taylor-Joy (New Mutants, Das Geheimnis von Marrowbone) in ihrer führenden und manipulierenden Opfer-Rolle. Man nimmt ihr die pure Angst und das Entsetzen über den Geisteszustand ihres Kidnappers 100%ig ab, gleichzeitig versucht sie aber auch sehr glaubwürdig einen kühlen Kopf zu bewahren. Sie bietet wirklich eine Top-Performance und nach dem ultra düsteren Horrorfilm The Witch und dem hier besprochenen Split geht ihre Karriere aktuell, auf jeden Fall verdient, richtig steil.

Split - Szenenbild

Tatsächlich hat mich Split im Kino damals nicht wirklich interessiert, egal wie viele Freunde mir von diesem schlauen Thriller mit Bodyhorror-Elementen vorgeschwärmt haben. Meine Neugier wurde dann durch die Veröffentlichung des Trailers zum Sequel Glass geweckt, der letztendlich M. Night Shyamalans Filme Unbreakable und Split, unter der Schirmherrschaft von Universal Pictures, zusammenführt.
Ich bin ein wirklich großer Freund von sogenannten „Crossovern“ und finde es sehr schade, dass Universals „Monsterversum“ wegen der schlechten Einspielergebnisse von Die Mumie gecanceled wurde. Hier besteht nun eine gute Chance, dass die Produktionsfirma eine düsterere und vor allem realistischere Konkurrenz zu den Marvel– und DC-Universen startet, mit Comichelden, die frei erfunden sind; denn wir wissen ja, dass in Unbreakable der hoch intelligente und unter der Glasknochenkrankheit leidende Comic-Nerd „Mr. Glass“ (Samuel L. Jackson) den scheinbar unzerbrechlichen James Dunn (Bruce Willis) – der als einziger ein tragisches Zugunglück überlebte – für einen Superhelden hält und der Meinung ist, dass jeder Superheld auch einen Gegenspieler braucht, der für ihn die Strippen zieht. Und nun kommt mit Kevin bzw. der „Bestie“ ein würdiger Gegner für James Dunn aka „Mr. Unbreakable“ ins Spiel, in dem Mr. Glass die Strippen zieht…

Split - Szenenbild

Etwas schade ist, dass man in Split lediglich 5-6 Persönlichkeiten des „Pro-Antagonisten“ genauer zeigt. Alle 23 bzw. 24 durchzukauen hätte aber wohl den zeitlichen Rahmen gesprengt…

Fazit:

Nach diesem intensiven Thriller bin ich absolut begeistert, ja fast schon besessen von der Idee einer düsteren und realistischen Konkurrenz für die quietsch-bunten Superhelden-Universen von Marvel und DC. Split ist hierfür quasi der Auftakt und liefert nebenbei wirklich großes Hochglanz-Kino, mit absolut beeindruckenden schauspielerischen Leistungen und grandioser Erzählweise.
Hier haben wir definitiv einen der besten und packensten Genre-Beiträge der 2010er, im Bereich des „Fantastischen Films“! Absolut krass ist vor allem die Tatsache, dass Split lediglich über ein Budget von 9 Millionen US-Dollar verfügte!

Wertung: 6 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray / 4K UltraHD (Verleih & Verkauf)

Wie immer, gibt es bei Universal Pictures Home Entertainment nichts an den Veröffentlichungen auszusetzen. Die Bildqualität und die Schwarzwerte sind brillant und der Ton kommt glasklar aus den Boxen der Heimkinoanlage. Neben vielen Sprachen und Untertiteln gibt es hier auch noch einige sehr interessante Extras auf allen Varianten (DVD, Blu-ray, 4K UltraHD).

Verleih: Universal Pictures

Verleihstart: 08.06.2017

Verkaufstart: 08.06.2017

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle

Discs enthalten: 1

Wendecover: Nein

Schuber: Nein

Ton:
• Deutsch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS Digital Surround 5.1)
• Englisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1 & DTS Digital Surround 5.1)
• Französisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS Digital Surround 5.1)
• Italienisch: DTS Digital Surround 5.1 (nur Blu-ray)
• Russisch: DTS Digital Surround 5.1 (nur Blu-ray)

Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch, Dänisch, Niederländisch, Französisch, Indisch, Isländisch, Portugiesisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Türkisch (nur DVD), Estländisch (nur Blu-ray), Spanisch (nur Blu-ray), Italienisch (nur Blu-ray), Lettisch (nur Blu-ray), Litauisch (nur Blu-ray), Russisch (nur Blu-ray)

Bildformat: 2,40 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 112 Min. (ca. 117 Min. Blu-ray)

Uncut: Ja

Extras:
• Making of
• Alternatives Ende
• Unveröffentlichte Szenen
• Die vielen Gesichter des James McAvoy
• Aus der Sicht von M. Night Shyamalan
• Trailer

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