Review: Open Water – Cage Dive

Open Water: Cage Dive - Blu-ray DVD Cover FSK 16

Kurzinhalt & Trailer:

Um sich für eine neue Reality-Show zu bewerben, wollen drei Freunde ein aufregendes Bewerbungsvideo drehen. Sie planen einen Tauchgang auf dem offenen Meer. Die Digitalkamera immer dabei, lassen sie sich von dem Reiseleiter in einen Käfig ins Wasser absetzen. Das Ziel: umherschwimmende Haie vor die Linse zu bekommen. Plötzlich wird das Schiff von einer riesigen Welle erfasst und geht unter. Die Freunde schaffen es gerade noch, sich aus dem sinkenden Käfig zu befreien. Doch ohne jeglichen Schutz werden die Haie für die Gruppe zu einer echten Gefahr!

Originaltitel: Open Water 3: Cage Dive

Jahr: 2017

Genre: Tierhorror, Found Footage, Mockumentary, Survival, Drama

Kinostart: Nein

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 16 Jahren – FSK

Produktionsland: Australien

Regie: Gerald Rascionato

Drehbuch: Gerald Rascionato

Produzenten: Charles M. Barsamian, Rana Joy Glickman, Antoine Mouawad, Gerald Rascionato, Paul Adams, Wilma Adams, Herbert W. Ankrom, Michael Favelle, Robert H. Lambert, Tony Rascionato, Pete Valley

Darsteller: Joel Hogan, Josh Potthoff, Megan Peta Hill, Pete Valley, Mark Fell, Christopher Callen, Tara Wraith, Teagan Berger, Chris Bath, Robert Ovadia, Paul Adams, Wilma Adams, Mary O’Neill

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: deutsche Blu-ray

Die „Mockumentary“ Open Water: Cage Dive wurde, als ich zum ersten Mal darüber berichtete, einfach nur als „Cage Dive“ betitelt; der originale Trailer verschwand allerdings recht schnell von der Bildfläche. Man stellte wohl schnell fest, dass sich diese Geschichte des tragischen Überlebenskampfes dreier Australien-Reisender auf offener See bestens in das erfolgreiche Open Water-Franchise integrieren lässt. Das ist per sé natürlich richtig, nur denke ich, dass diese Marketing-Strategie lediglich ein paar extra Dollar in die Kassen der Produzenten und Publisher spülen sollte, denn Open Water (1) ist weder ein Found Footage-Film, noch eine Dokumentation…
Und schon sind wir bei dem Punkt „Mockumentary“, einer Art Film, der seine Geschichte im Rahmen einer Pseudodokumentation erzählt. Im Kern geht es in Cage Dive nämlich darum, dass ein Taucher eine kaputte Unterwasserkamera findet, das darauf enthaltene Bildmaterial sichtet und basierend auf den darauf zu sehenden schrecklichen Ereignissen eine Dokumentation gedreht wurde, in der einige Beteiligte und Familienmitglieder interviewt werden und immer wieder Bildmaterial der gefundenen Kamera eingestreut wird.

Open Water: Cage Dive - Szenenbild

Inszenatorisch gibt es dabei kaum etwas zu bemängeln. Das Bild wirkt authentisch und die Charaktere agierten (zumeist schwimmend) sehr überzeugend vor dem benutzten Camcorder, wobei zwischendurch auch mal – beziehungstechnisch begründet – die Emotionen der Protagonisten, auf die Grundsituation bezogen, leicht übertrieben hochkochen. Aber alles in allem ist letzteres wirklich Kritik auf hohem Niveau, denn unangebrachte Wutausbrüche habe ich in Filmen schon deutlich heftigere und vor allem dümmere erlebt. Fakt ist, dass wir hier einen insgesamt glaubwürdigen Found Footage-Film, mit wirklich gut animierten Haien haben…
Da ich ein paar Tage, oder auch Wochen zuvor The Meg im Kino gesehen gesehen habe, der für eine Hollywood-Kinoproduktion nicht gerade durch seine animierten Megalodons (gigantische Urzeit-Haie) glänzen konnte, war ich hier um so positiver überrascht, wie natürlich die Haie wirken; und auch darüber, dass es keine stumpfen Fressmaschinen sind, so lange sie nicht durch Blut im Wasser wild gemacht werden. Trotzdem fallen natürlich einige, der durch eine Monsterwelle verunfallten Tauchausflügler den „Großen Weißen“ zum Opfer und dies wurde relativ „drastisch“ inszeniert, blutige Effekte stehen aber nicht im Fokus. Das Hauptanliegen von Cage Dive ist es, dem geneigten Zuschauer eine echt unangenehme Atmosphäre zu bieten, was allen am Film Beteiligten definitiv gelungen ist!

Open Water: Cage Dive - Szenenbild

Eines der größten Probleme zum Release von Open Water: Cage Dive war sicherlich der zeitgleich in den Kinos startende 47 Meters Down, der mir letztendlich etwas besser gefallen hat, obwohl er weniger glaubwürdig daher kam. Vor allem der Aspekt mit dem Sauerstoffmangel Unterwasser, hat in Sachen Survival und Beklemmung aber noch ein I-Tüpfelchen daraufgesetzt… und natürlich ist Found Footage-Wackelkameraführung nicht jedermanns Sache.

Ein für mich relativ wichtiger Kritikpunkt ist die Synchronisation: Sicherlich haben wir hier eine Mockumentary, und bei der Art von Filmen wird so gut wie immer einfach nur sinngemäß und nicht sonderlich synchron über die Lippen der Charaktere und Interviewten gesprochen. Ich wünsche mir aber trotzdem, dass sich diesbezüglich, in diesem speziellen Subgenre mal mehr Mühe gegeben wird. Aus Dokumentationen kennt man ja, dass im Hintergrund noch der Original-Ton zu hören ist und ein Voiceover diesen übersetzt. Was mich bei dem Mockumentary-Format generell stört ist, dass man eben nicht den O-Ton hört, die Stimmen einfach nur drüber gesprochen wurden, alle anderen Sounds aber in Sachen Timing und Pegel sehr punktgenau sind. Das ist kein wirklicher Genickbruch, aber es fällt mir immer wieder unangenehm auf…

Open Water: Cage Dive - Szenenbild

Fazit:

Open Water: Cage Dive ist ein wirklich beklemmender Überlebenskampf auf hoher See, in dem die Protagonisten Haiangriffen und den Naturgewalten ausgesetzt sind. Jedoch konnte mich diese Mockumentary auf Found Footage-Basis nicht 100%ig überzeugen. Als realistischer Tierhorrorfilm taugt der Film auf jeden Fall, aber die Konkurrenz in diesem Genre ist mitunter ziemlich groß. Eine gute Bewertung auf diesen Seiten ist aber definitiv drin, denn generell wurde alles richtig gemacht. Man muss nur den Stil mögen…

Wertung: 4 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)

Die Bildqualität ist natürlich mal wieder schwer zu bewerten, weil es sich um eine Found Footage-Mockumentary handelt. Und auf den Ton bin ich ja bereits im dritten Abschnitt der Kritik eingegangen. Als Extra befindet sich auf jeden Fall ein interessanter Making of-Clip auf den deutschen Veröffentlichungen durch Splendid Film.

Verleih: Splendid Film

Verleihstart: 27.10.2017

Verkaufstart: 27.10.2017

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle

Discs enthalten: 1

Wendecover: Ja

Schuber: Nein

Ton:
• Deutsch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Englisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bildformat: 2,40 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 77 Min. (ca. 80 Min. Blu-ray)

Uncut: Ja

Extras:
• Making of
• Trailer

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