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Review: Viral

Viral - Blu-ray DVD Cover FSK 16

Kurzinhalt & Trailer:

Die beiden Schwestern Emma und Stacey wachsen als gewöhnliche Teenager in einer beschaulichen Kleinstadt auf. Ihren Schulalltag verfolgen sie mit einer Videokamera – und dokumentieren so von Beginn an die erschreckenden Ereignisse, die schon bald die gesamte Menschheit bedrohen. Weltweit bricht ein mysteriöser Virus aus: Wer befallen ist, stirbt einen grausamen Tod oder verwandelt sich in eine blutrünstige Bestie. Als sich die Epidemie unaufhaltsam verbreitet und die Stadt unter Quarantäne gestellt wird, müssen Emma und Stacey mit aller Kraft um ihr Überleben kämpfen …

Originaltitel: Viral

Jahr: 2016

Genre: Infected-Horror

Kinostart:

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 16 Jahren – FSK

Produktionsland: USA

Regie: Henry Joost, Ariel Schulman

Drehbuch: Barbara Marshall, Christopher Landon

Produzenten: Jason Blum, Sherryl Clark, Jeanette Brill, Stuart Ford, Matt Jackson, Matthew Kaplan, Todd King, Steven Squillante, Bob Weinstein, Harvey Weinstein, Phillip Dawe, Robyn Marshall, James Moran

Darsteller: Sofia Black-D’Elia, Analeigh Tipton, Travis Tope, Michael Kelly, Machine Gun Kelly, John Cothran, Stoney Westmoreland, Linzie Gray, Judyann Elder

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: deutsche Blu-ray
Mit freundlicher Unterstützung von Capelight Pictures

Capelight Pictures ist mittlerweile ein Qualitätsgarant für spannende und hochwertige Horrorfilme geworden. So weiß auch Viral absolut zu unterhalten, wenn man gut produzierte und atmosphärische Infected-Horrorfilme mag. Diesbezüglich sollte erwähnt werden, dass diese Thematik, wenn nicht unbedingt als super actionreicher Zombiehorror dargestellt, oftmals nicht wirklich massentauglich ist, auf eine mögliche Kinoauswertung bezogen. So ist Viral ein Subgenrefilm, der von der Produktionsfirma Blumhouse durchaus für das Kino produziert wurde, man aber später Bedenken hatte ob er auch wirklich genug Menschen in die Lichtspielhäuser locken würde. So entschied man sich vorerst in den USA ihm lediglich ein VoD, DVD und Blu-ray-Release zu gönnen, was dann auch den Tenor für die Veröffentlichungen in allen anderen Ländern angab. Das war womöglich auch eine gute Entscheidung, denn Viral ist ein zwar sehr gutes, aber eher einmaliges Filmvergnügen.

Viral - Szenenbild

Ähnlich wie der dänische Zombiefilm What We Become (ebenfalls durch Capelight Pictures veröffentlicht) steuert das Geschehen auf ein recht befriedigendes, aber relativ offenes Ende zu und irgendwie fühlt es sich so an als würde man eine Vorgeschichte zu Carriers präsentiert bekommen, bloß dass hier Körperflüssigkeiten – also Blut – bestimmte Larven übertragen, die sich im menschlichen Körper entwickeln und den Wirt bestimmte Dinge tun lassen. Der 2009er Infected-Survival-Roadtrip hingegen ließ einen Virus durch die Luft übertragen, was ihn ungleich härter erscheinen lässt. Am Schluss wisst ihr aber auf jeden Fall was gemeint ist, wenn ihr Carriers gesehen habt…

Die Thematik mit den Würmern basiert auf einer Reihe tatsächlich existierender Parasiten, die meistens Insekten und kleinere Säugetiere befallen, damit sich diese willenlos als Beute für Raubtiere anbieten, damit der Parasit in einen zweiten Wirtskörper gelangt und sich weiterentwickeln kann. Ein ähnlicher Schädling befällt auch hier die Menschen und vermehrt sich durch das Spucken von Blut nahezu unkontrolliert, so dass letztendlich eine Pandemie ausbricht. Ob eine Person befallen ist erkennt man vorerst nur an einem kleinen eitrigen Loch im Nacken und am nahezu unstillbaren Hunger des Wirts. Der Nutznießer bringt sein Opfer also erst mal dazu möglichst viel zu fressen, damit er wachsen kann und somit mehr Kontrolle über seinen Wirt zu erlangen. Vom Hunger getrieben verschmäht das „zombiefizierte Opfer“ sogar Menschenfleisch nicht; das Ziel des Parasiten ist es aber eher eine Art kollektives Bewusstsein zu erlangen, wie in der aktuellen Stephen King-Verfilmung Puls.

Viral - Szenenbild

Wie auch in What We Become haben wir es hier nicht mit einem Massenauflauf von Infizierten zu tun. Die Handlung beginnt mit einem ersten Opfer und steigert sich dann zur Quarantäne mit absoluter Ausgangssperre für die Protagonisten. Das Drama dreht sich dann aber nicht um das reine Überleben und Konflikte innerhalb einer Gruppe, sondern darum dass (so viel darf verraten werden) Emmas Schwester Stacey infiziert ist und dies vor dem Militär, das die Quarantäne überwacht, verheimlicht werden muss. Natürlich versucht Emma ihrer Schwester auch nach bestem Biologie-Highschoolwissen zu helfen, doch ehrlich gesagt: Wenn die Militärs schon keine Heilung anbieten können, was soll dann solch eine junge Schülerin gegen die Zombie-Parasiten ausrichten können? – Aber vielleicht gibt es ja doch eine recht einfache Lösung gegen Horror-Würmer im Wirtskörper vorzugehen…? – Das werdet ihr dann natürlich selbst während einer Sichtung herausfinden müssen!

Viral - Szenenbild

Wie bei den meisten Genrefilmen gibt es auch hier ein paar Logikfehler, welche aber wohl von den Machern bewusst in Kauf genommen wurden, damit die Story relativ lückenlos funktioniert. Diesbezüglich darf man nicht all zu kleinlich sein, denn an und für sich handelt es sich um einen wirklich atmosphärischen und zudem sehr gut produzierten Infected-Horrorfilm. Auch die Charaktere wirken nicht gekünstelt, wenn man sich vor Augen hält dass es sich um Teenager handelt und diese natürlich nicht alle Regeln streng befolgen, bzw. auch mal Grenzen ausloten. Die jungen Schauspieler erledigten einen durchweg guten Job vor den Kameras.

Fazit:

Viral ist sehr atmosphärischer Infected-Horror, der sich auf Grund seiner für amerikanische Verhältnisse eher ruhigen Erzählweise tatsächlich vom Gros oftmals tumber Zombie-Action abheben kann. Dadurch ist er aber auch gewissermaßen als experimentell anzusehen, weshalb sich die Produktionsfirma Blumhouse wohl gegen eine weltweite Kinoauswertung entschieden hat. Auf dem heimischen TV-Gerät verliert der Story-lastige Subgenrefilm aber nicht an Wirkung, weshalb es auf unseren Seiten eine deutliche Empfehlung für alle Fans von gut gemachten Virus-/Parasitenfilmen gibt.

4,5 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray

Die hier geprüfte Blu-ray verfügt über ein schön klares Bild mit angenehmen Kontrasten bzw. Schwarzwerten. Auch der Ton kommt glasklar aus den Boxen der Heimkinoanlage. Etwas schade ist, dass sich keinerlei Extras auf den deutschen Veröffentlichungen befinden. Bei einem solch hochkarätigen Horrorfilm wünscht man sich diese natürlich.

Verleih: Capelight Pictures

Verleihstart: 21.07.2017

Verkaufstart: 21.07.2017

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle

Discs enthalten: 1

Wendecover: Ja

Schuber: Ja (Pappe)

Ton:
• Deutsch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Englisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bildformat: 2,39 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 82 Min. (ca. 86 Min. Blu-ray)

Uncut: Ja

Extras:
• Trailer

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