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Review: Yummy

Yummy - DVD Blu-ray Cover FSK 16

Kurzinhalt:

Wer schön sein will, muss sterben! YUMMY ist eine ebenso blutige wie aufregende Horrorkomödie, die in einer heruntergekommenen Schönheitsklinik in Osteuropa spielt. Hierher hat es Michael und seine junge Frau Alison verschlagen, weil sie sich die Brüste verkleinern lassen will. Während Alison auf die OP wartet, streift Michael durch das Gebäude. In einem verlassenen Flügel findet er eine junge Frau, die gefesselt und geknebelt im Bett liegt. Michael befreit die Frau, doch zu spät erkennt er, dass es sich bei der Patientin um einen leibhaftigen Zombie handelt! Im Handumdrehen bricht in der Klinik eine Zombie-Epidemie aus. Patienten und Personal müssen sich mit allen Mitteln gegen den Ansturm der Untoten zur Wehr setzen. Zwischen Facelifts und Fettabsaugungen geht es ums nackte Überleben!

Originaltitel: Yummy

Jahr: 2019

Genre: Zombiehorror, Horrorkomödie, Splatter

Kinostart: 23.06.2020

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 18 Jahren – FSK

Produktionsland: Belgien

Regie: Lars Damoiseaux

Drehbuch: Lars Damoiseaux, Eveline Hagenbeek

Musik: Nico Renson

Produzenten: Kobe Van Steenberghe, Hendrik Verthé

Darsteller: Maaike Neuville, Bart Hollanders, Benjamin Ramon, Clara Cleymans, Annick Christiaens, Eric Godon, Joshua Rubin, Taeke Nicolaï, Tom Audenaert, Noureddine Farihi, Dimitri ‚Vegas‘ Thivaios, Louise Bergez, Stijn Van Opstal, Nico Smets, Hannelore Vens, Marc Cras, Eric Bulckens

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: Stream (Amazon Prime)

Ja, ich gebe es zu: Ich schreibe dieses Review nur, damit endlich auch mal ein Film mit Y rezensiert wird. Nein, Spaß! Aber wirklich toll ist dieser belgische Zombiefilm tatsächlich nicht, obwohl er hierzulande sogar im Kino gestartet ist bzw. nach dem ersten Corona-bedingten Lockdown – Ende Juni 2020 – starten sollte. Ich habe Yummy auf jeden Fall nicht im Kino gesehen, sondern erst gut zwei Jahre nach dem womöglich missglückten deutschen Kinostart, als Stream auf Amazon Prime. Und das auch nur, weil meine Freundin die Inhaltsangabe witzig fand, aber Zombiefilme eigentlich gar nicht mag; was sich durch diesen Streifen nicht großartig geändert hat.

Yummy - Szenenbild

Viel gibt es nicht über diese tatsächlich sehr blutige Horrorkomödie zu berichten; was man wahrscheinlich daran merkt, dass ich viel zu lange um den heißen Brei herumschreibe.
Wir haben es hier mit übertriebenem Splatstick und ziemlich Goofy-mäßigen Charakteren zu tun, die einen Zombie-Ausbruch in einer rumänischen Schönheitsklinik erleben. Dort rennen dann auch mal barbusige Infizierte auf der Suche nach Menschenfleisch durch die Gänge, bei deren Bekämpfung so einiges schief gehen kann, bis hin zum Verlust des eigenen, frisch operierten Lümmels. Der Humor ist also tatsächlich ziemlich unterirdisch; passend zur furiosen Flucht aus dem Krankenhaus, durch den Keller.
Gar nicht unterirdisch sind die zahlreichen, ziemlich saftig-knaftig inszenierten Splattereffekte. Natürlich erkennt man deutlich den Einfluss von CGI und digitalem Blutgespritze in diesen, aber sie machen insgesamt echt was her. Yummy ist tatsächlich eine echte Zombie-Splatter-Komödie, die in Sachen Blutbarometer in Richtung der mittlerweile Klassiker Undead, oder beispielsweise Dance of the Dead geht. Freunde von „spritzig-witziger“ Unterhaltung, mit einem Sinn für äußerst trashigen Humor sind hier also genau richtig. Ich für meinen Teil habe allerdings schon zu viel solchen Quatsches gesehen und ich bin nicht wirklich warm mit diesem Genre-Beitrag geworden. Ich kann mit meinen mittlerweile über 40 Jahren (wow, seit gut 21 Jahren beschäftige ich mich schon mit diesem Thema) über solchen Penis- und/oder Fäkalhumor einfach nicht mehr lachen. Das hat mir schon die Scary Movie-Reihe ab Teil 2 kaputt gemacht…

Yummy - Szenenbild

Technisch ist Yummy auf einem ziemlich hohen Niveau. Hier ist der Schauplatz natürlich „nur“ eine Klinik in Osteuropa und somit relativ einfach gehalten, aber die Kameraeinstellungen, Ausleuchtung und Farbgebung passen.
Im späteren Verlauf verlagert sich das Spektakel noch in die Außenwelt und es werden größere Geschütze vom Militär aufgefahren. Es steckt also schon einiges an Know-how und Aufwand in diesem durchaus sympathischen Filmprojekt, was man vor allem auch an den bereits erwähnten, gut gelungenen Spezialeffekten sieht.
Die Schauspieler scheinen alle versiert und sind zumindest in ihrer Heimat ziemlich bekannt. Benjamin Ramon (den blondierten Aufreißer) habe ich zuletzt im Film Megalomaniac gesehen. Maaike Neuville (hier das unfreiwillige Busenwunder) hat bereits in 44 Filmen und Serien mitgespielt und Bart Hollanders (hier der unkaputtbare, liebenswerte Idiot) bringt es bisher auch auf stolze 29 Erwähnungen in Film-Credits.
Als Regisseur debütierte ein gewisser Lars Damoiseaux (gebürtiger Niederländer), der vorher einige Kurzfilme gedreht, und einige Episoden einer Krimiserie geschrieben hat.

Yummy - Szenenbild

Fazit:

Yummy ist ein recht typischer Zombie-Splatstick-Film, den man tatsächlich abfeiern kann, wenn man denn mit sehr seichtem Penis-Humor und simplen Storys (zur Berieselung) klarkommt. Die Story ist hierbei nur Mittel zum Zweck, um den speziellen Humor unterzubringen. Der Ausbruch einer Zombiedemie hätte auch überall anders stattfinden können.
Ich persönlich habe mich an solchen Filmen bereits satt gesehen, aber ich habe keine Zweifel dass Yummy nicht doch dem einem oder anderen Zombie-Horror-Splatter-Komödien-Fan gefallen könnte. Auf dieser Seite reicht es aber nur für eine eher ernüchternde Wertung, denn bis auf die wirklich klasse inszenierten Splatter-Effekte und die allgemein gute technische Umsetzung ist hier alles andere einfach zu dünn (Story, Charaktere, Fäkalhumor)… Von einem Kinofilm hätte ich etwas mehr erwartet.
Absolut unterirdisch ist die deutsche Vertonung. Ich glaube ich habe schon Pornos gesehen, die besser synchronisiert wurden! Das grätscht einem natürlich ganz arg in das Sehvergnügen.
Im Großen und Ganzen ist Yummy reine Geschmackssache. Macht euch einfach selbst ein Bild… Wenn man ungefähr weiß auf was man sich einlässt, dann ist hier definitiv nicht mit einem Totalversagen zu rechnen.

3,5 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray / Mediabook

Verleih: Busch Media Group

Verleihstart: 23.10.2020

Verkaufstart: 23.10.2020

Verpackung: Amary / Blu-ray Hülle / Mediabook

Discs enthalten: 1 (2 im Mediabook)

Wendecover: Ja

Schuber: Nein

Ton:
• Deutsch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Englisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Flämisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bildformat: 2,35 : 1

Blu-ray & VoD Auflösung: 1080p / 24Hz

4K UltraHD Auflösung:

Laufzeit 25Hz: ca. 86 Min. (DVD)

Laufzeit 24Hz: ca. 89 Min. (Kino, Blu-ray, VoD)

Uncut: Ja

Extras:
• Trailer
• Booklet (Mediabook)
• Alternativer Grindhouse-Cut von Yummy (Mediabook)
• 2 exklusive Kurzfilme von Regisseur Lars Damoiseaux (Mediabook)
• Director’s Diary (Mediabook)
• Promo Videos (Mediabook)


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