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Horror manipuliert die Gehirnaktivitäten

Horrorfilme manipulieren das Gehirn, was passiert in unserem Kopf?

Filme wirken sich unterschiedlich auf den Körper aus. Insbesondere auf das Gehirn haben sie eine enorme Wirkung. Menschen werden nicht gerne mit Situationen konfrontiert, die sie nicht kontrollieren können. Dennoch ist die Anziehungskraft für Terror, der in kontrollierten Umgebungen stattfindet groß, wie es die Horrorfilme zeigen.

Manche Personen lieben Horrorfilme, andere können sich so etwas nicht anschauen. Diese fahren aus der Haut, sobald sie eine gruselige Filmszene sehen und schreien auf, sobald es einen Schreckmoment gibt. Die Toleranzgrenzen sind bei jedem Menschen verschieden. Komplett kalt lässt so etwas aber keinen.

Flucht oder Kampf

Das primitive Gehirn wird von Gruselstreifen angeregt. Sie aktivieren den intrinsischen Kampf-Flucht-Instinkt. Entweder machen sie das eine oder das andere. Sie sind im Modus Alarmbereitschaft. Dieser ganze Prozess läuft innerhalb von wenigen Sekunden ab. Von der einen Szene zu einer anderen kann er schnell umspringen. Sitzen Sie gerade noch ganz ruhig in Ihrem Sessel, kann sich Ihre emotionale Reaktion während der nächsten Szene schlagartig ändern. Das Gehirn ist nicht in der Lage, die Unterscheidung zwischen der realen Gefahr und der Fiktion zu treffen. Daher zucken Sie zusammen, springen auf, laufen los oder fangen an zu schreien. Ihr Körper hat sich auf die schnelle Reaktion eingestellt. Damit zeigt er Ihnen, dass er sich im Alarmmodus befindet.

Körperliche Veränderungen

Regen Sie sich auf oder stehen unter einer Belastung, schlägt Ihr Herz schneller, als es im Ruhezustand der Fall ist. Gönnen Sie sich ein bisschen Ruhe, sollte der Horrorstreifen für Sie zu extrem sein. Kostenlose Freispiele ohne Einzahlung können für Sie genau das Richtige sein. Sie können ein bisschen abschalten und Ihren Lieblingsstreifen später weiter schauen. Oftmals steigt auch der Blutdruck bei Horrorfilmen extrem an. Studien konnten zeigen, dass auch die Konzentration betroffen ist. Die weißen Blutkörperchen vermehren sich, wenn Sie sich einen Horrorfilm ansehen. In Ihrem Gehirn geht etwas vor.

Haben Sie Angst, werden Sie mehr schwitzen. Oft bemerken Sie es zunächst bei Ihren Handflächen. Empathische Menschen, so zeigt es eine Studie, schwitzen eher bei Horrorfilmen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich diese Menschen besser als andere mit der Situation auf dem Bildschirm identifizieren können.
Es kommt zu einer enormen Anspannung. Spüren Sie Angst, kommt es zur Anspannung der Muskeln. Das passiert auch vielen Menschen, wenn sie einen Horrorfilm anschauen. Ist der Film zu Ende, entspannen sie sich wieder und spüren den Unterschied.

Die Angst entsteht im Stammhirn

Im Stammhirn sitzt das Angstzentrum, auch Amygdala genannt. Es aktiviert sich immer dann, wenn Sie das Gefühl haben, es kommt eine Bedrohung auf Sie zu. Das kann ein Geräusch sein, dass Ihnen nicht bekannt und sehr laut ist, eine Gestalt, die Ihnen Angst macht oder ein Gegenstand, der auf Sie zufliegt. Ihr Körper reagiert sofort, damit Sie entweder fliehen können, den Kampf aufnehmen oder erstarren. Die Sinneseindrücke, die Sie empfangen haben und die Sie als bedrohlich empfinden, werden zur Großhirnrinde weitergeleitet. Dort wird geschaut, ob die Bilder der Bedrohung für Sie wirklich eine Gefahr sind oder nicht. Je nach Ernst der Lage gehen Sie entweder mehr in die Abwehrposition oder sie entspannen sich wieder. Solange Sie glauben, es passiert Ihnen gleich etwas, werden die Stresshormone Noradrenalin und Adrenalin vom Nebennierenmark ausgeschüttet. Sie sind für die Energie in Ihrem Körper, die freigesetzt werden muss zuständig, damit Sie in der Lage sind zu fliehen oder sich zu verteidigen. Ihr Blutzuckerspiegel steigt an, Ihr Herz wird schneller schlagen und Sie beginnen zu schwitzen.

Fehlalarm und Glücksgefühle

Haben Sie sich erschrocken, obwohl es dafür keinen Grund gab, wie beispielsweise beim Ansehen eines Horrorfilms, wird in Ihrem Körper Endorphin freigesetzt. Dieses Opiopeptid wirkt zugleich schmerzstillend und beruhigend. Es kommt zu einem Wechselbad der Gefühle. Das erzeugt einen gewissen Kick, was der Grund sein kann, warum manche Menschen sich gerne gruseln. Den Nervenkitzel können Sie nur genießen, wenn Sie auch entspannen können. Der Mensch braucht grundsätzlich Sicherheit und Urvertrauen. Solange Sie wissen, dass Sie dieses haben, haben Sie auch nichts dagegen hin und wieder Ihre Grenzen auszutesten und sich in aufregende Situationen zu begeben. Psychologen nennen dies Angstlust.

Das Adrenalin beeinflusst zwar das Gesamterlebnis beim Ansehen eines Horrorfilms, kann aber anschließend aufgrund des erhöhten Adrenalinspiegels zu Schlafstörungen führen. Horrorfilme können zu Albträumen führen oder den REM Tiefschlaf stören. Personen, welche eine Angstempfindlichkeit haben, werden durch Horrorfilme im negativen Sinne beeinflusst. Sie können dazu führen, dass Sie sich eher vor aufdringlichen Bildern und Gedanken fürchten. Dies kann zum Anstieg des Angstniveaus führen oder zu vermehrter Panik. Horrorfilme sind voll von Blut und Mut. Das kann auch eine positive Wirkung auf Sie als Zuschauer haben. Menschen, welche Fans von diesen Filmen sind, mögen diese aus unterschiedlichen Gründen, weshalb die meisten der Zuschauer eine positive Auswirkung spüren. Zudem kann ein Horrorfilm eine Methode sein, gegen die eigenen Ängste anzugehen. Sie widerstehen dem Horror und können die Situation genießen. Leiden Sie an einer Angst- oder einer Zwangsstörung, können Sie sich durch Horrorfilme Ihren eigenen Ängsten stellen. Sie können ein Vertrauen entwickeln, dass Sie in der Lage sind, mit unangenehmen Situationen klarzukommen. Die Wirkung eines Gruselfilms lässt sich auch verringern und Sie können gleichzeitig den Nervenkitzel in vollen Zügen genießen. Finden Sie heraus, welches Horrorgenre für Sie am besten ist und mit welchem Sie umgehen können. Wichtig ist, dass Sie Ihren eigenen Geschmack sowie Ihre eigene Toleranz kennen.

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