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Preview: Trinket Box

Trinket Box - DVD Blu-ray VoD Cover Poster FSK 16

Kurzinhalt:

Das frisch verheiratete Paar Ava und Mike zieht in ein neues Haus. Ava lernt die nette Nachbarin Mrs. Davis kennen, die ihr eine Kette in einer alten Schmuckschatulle schenkt. Unwissentlich erweckt Ava dadurch eine böse, alte Macht, die das Paar ins Visier genommen hat. Unwirkliche Ereignisse häufen sich. Nicht nur die Beziehung des Paares ist in Gefahr, auch ihr Leben soll zerstört werden.

Originaltitel: Trinket Box
Jahr: 2023

Genre: Horror, Mystery, Dämonen

Kinostart:

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 16 Jahren – FSK

Produktionsland: USA

Regie: Patrycja Kepa, Acoryé White

Drehbuch: Patrycja Kepa, Acoryé White

Musik: Aleksandar Cupara

Produzenten: Patrycja Kepa, Acoryé White, Nelson Barnes Jr., Charles Bridwell, Arthur Bruce Jr., Jillian Felton, Sydney Jordan, Beata Kepa, Ryszard Kepa, Tru’Kessa Scott, Kennan Walay, Levi Wenrich, Joseph Winston

Darsteller: Augie Duke, Acoryé White, Sandra Ellis Lafferty, Cindy Hogan, Conphidance, Zia Carlock, Joe Anthony Gordon, Darian Fisher, Gracie Davis, Barry Ratcliffe, Lane Williamson, Austin Joseph, Fredrica Duke, Andi Anderson, James Rosser, Cindy Copeland

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: Presse-Stream (deutsch, vimeo, 720p)
Mit freundlicher Unterstützung von Tiberius Film

Tja, was soll man sagen? – Trinket Box ist mal wieder einer dieser Filme, die man entweder anschaut, oder eben nicht. Tendieren sollte man zu eher nicht, wenn man bereits erfahrener im Subgenre um verfluchte Boxen, oder Schmuckstücke ist. Dann wird einem dieser Mystery-Horrorfilm überhaupt nichts neues bieten können.
Auch wenn hier irgendwie mit der Rassismuskeule zumindest ausgeholt wird, so trifft sie nicht, weil ein nachvollziehbarer Grund fehlt, es keinen Lösungsansatz gibt und am Ende eigentlich alles so bleibt wie es war und ist. Darum fällt es schwer zu verstehen, was einem der Film bzw. seine Macher überhaupt mit ihrem Werk sagen wollen? – Da ist einfach diese verfluchte Box mit der Halskette, an der das Blut ehemaliger Sklaven klebt, die irgendeinen komisch grinsenden Dämon beherbergt, welche jetzt von einer alten, verbitterten Dame an afroamerikanische Nachbarn „verliehen“ wird. Na gut, es gibt auch noch eine simple, als Geheimnis getarnte Tatsache über die Rolle der Nachbarin bezüglich der Mietsache (neues Haus und so). Letztendlich ist aber einfach alles egal, ziemlich flach und es fällt einem sehr schwer bei dieser Geschichte am Ball zu bleiben…

Trinket Box - Szenenbild

Erneut haben wir hier das Problem, dass deutlich mehr Produzenten als Darsteller an dieser überschaubar kleinen Produktionen beteiligt sind (die Associates lasse ich in diesen Rezensionen immer weg, aber davon gibt es hier auch eine Menge): Auf gerade einmal drei Darsteller*innen (außer am Anfang und ganz klitzekleine Nebenrollen) kommen insgesamt stolze zwanzig Produzenten! Einer davon (Acoryé White) schrieb dazu noch das Drehbuch, führte Co-Regie (es gibt hier tatsächlich sogar zwei Regisseure) und spielt eine der drei Hauptrollen (den Ehemann). Bisher hatte er nur kleinere Nebenrollen, weshalb es irgendwie so scheint, als bräuchte er eine Hauptrolle für sein Portfolio, die er hier schnell mal selber geschrieben, produziert und vom Regiestuhl aus abgenickt hat. Dabei spielt er sie nicht einmal besonders gut, vor allem in den emotionaleren Momenten… Das Schauspiel aller Darsteller in diesem Film ist zwar nicht grundsätzlich unterirdisch schlecht, aber auch auf keinen Fall herausragend.

Trinket Box - Szenenbild

Kommen wir nun zu den technischen Aspekten: Als Setting haben wir ein Haus auf dem Land. Das war es im Grunde auch schon…
Leicht störend empfand ich das oftmals sehr dunkle Bild während der „spannenderen“ Szenen (welches in meinem Fall durch die Kompression des Presse-Streams sehr pixelig und matschig wurde), mit dessen Hilfe etwas zu krampfhaft versucht wurde Spannung zu erzeugen, die meist mit sehr simplen und lauten Jumpscares aufgelöst wird. Die besagten Szenen kommen allerdings nur vier bis fünf mal im Film vor, was der Trailer (der meine Erwartungshaltung überproportional hochgeschraubt hat) leider anders verspricht.
Was die Kameraführung angeht, befindet sie sich auf einem soliden Level. Jedoch wurden viel zu oft sehr krasse Schärfentiefen angewendet, durch die das Betrachten zeitweilig anstrengend werden kann. Diesbezüglich wird irgendwie klar, dass etwas zu krampfhaft versucht wurde einen modernen Look zu erzeugen, was nicht geklappt hat. Manchmal ist weniger einfach mehr…

Trinket Box - Szenenbild

Fazit:

Entschuldigt die recht oberflächliche und relativ kurze Kritik, aber hier haben wir mal wieder einen recht uninspirierten und gestalterisch belanglosen Genrefilm aus der Low-Budget-Ecke, zu dem man einfach nicht viel sagen kann, ohne wegen seiner mangelnden Vielschichtigkeit zu viel vorweg zu nehmen. Falls man Trinket Box irgendwann mal bei Prime in Tiberius hauseigenem Bloody Movies Channel (Zusatz-Abo) angeboten bekommt, kann man natürlich mal einen Blick riskieren. Aber im Zeitalter des Films als Massenware ist dieser, mit vielen Längen durchwachsene Genre-Beitrag schon irgendwie verschwendete Lebenszeit. Am Schluss bleiben sehr viele Fragen offen (falls man sie sich denn stellt). Auch fehlt ein nachvollziehbarer Grund für die Taten des, oder der Antagonisten. Von daher bewegen wir uns hier gesamtwertungstechnisch eher im ungenügenden Bereich…

2,5 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray / VoD

Verleih: Tiberius Film

VoD Verkauf (EST): 14.03.2024

VoD Verleih (TVoD): 21.03.2024

DVD & Blu-ray Verkauf: 04.04.2024

Verpackung DVD: Softbox

Verpackung Blu-ray: HD Keep Case (blau)

Ton DVD:
• Deutsch: DD 5.1, DTS 5.1
• Englisch: DD 5.1

Ton Blu-ray:
• Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
• Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1

Untertitel DVD: Deutsch

Untertitel Blu-ray: Deutsch

Bildformat: 2,39 : 1

Blu-ray & VoD Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit 25Hz: ca. 99 Min. (DVD)

Laufzeit 24Hz: ca. 103 Min. (Blu-ray, VoD)

Uncut: Ja

Extras:
• Trailer


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