Review: Devil’s Pass

Devil's Pass - Blu-ray DVD Cover FSK 16

Kurzinhalt & Trailer:

Fünf amerikanische Studenten wollen einem seit 50 Jahren ungelösten Rätsel auf die Spur kommen. Eine ganze Gruppe erfahrener Bergsteiger stirbt 1959 in einer Februarnacht im Ural am ‚Berg der Toten‘. Sie müssen ihr Lager panikartig verlassen haben, denn ihre Zelte wurden von innen aufgerissen. Einige sind fast nackt, ihre Körper weisen schwerste innere Verletzungen auf ohne Spuren äußerer Gewalteinwirkung. Bei einer Leiche fehlt die Zunge. Kleidungsstücke sind radioaktiv verstrahlt. Viele Theorien ranken sich um den Fall, von militärischen Experimenten über Aliens bis zum Yeti. Die Studenten folgen den Spuren der Toten. Sie schlagen an der gleichen Stelle ihr Lager auf, als ihre technischen Geräte plötzlich versagen. Die Verbindung zur Außenwelt ist abgerissen, der Albtraum beginnt…

Originaltitel: The Dyatlov Pass Incident

Jahr: 2013

Genre: Found Footage, Horror, Monster

Kinostart: Nein

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 16 Jahren – FSK

Produktionsland: USA, Russland, England

Regie: Renny Harlin

Drehbuch: Vikram Weet

Produzenten: Sergei Bespalov, Renny Harlin, Kia Jam, Sergey Melkumov, Alexander Rodnyansky, Boris Teterev

Darsteller: Holly Goss, Matt Stokoe, Luke Albright, Ryan Hawley, Gemma Atkinson, Nikolay Butenin, Nelly Nielsen, Valeriya Fedorovich, Aleksey Kink, Sergey Lobanov, Richard Alan Reid, Anton Klimov, Igor Kulachko

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: deutsche Blu-ray
Mit freundlicher Unterstützung von Ascot Elite

Erst durch Devil’s Pass bin ich wirklich auf das „Unglück vom Djatlow-Pass“ (im Ural Gebirge) aufmerksam geworden. Bei diesem kamen alle Mitglieder einer Skifahrergruppe im Jahr 1959 auf sehr mysteriöse Art und Weise ums Leben. Die Leichen ließen vermuten, dass die Sportler wahrscheinlich ihre Zelte von innen aufschlitzten und diese barfuß und leicht bekleidet verließen. Laut dem damaligen Untersuchungsbericht waren die Kleidungsstücke einiger der Verunglückten radioaktiv kontaminiert. Die Opfer zeigten keine Spuren eines Kampfes, nur bei Zweien wurden Schädelbrüche und innere Verletzungen festgestellt. Die damaligen sowjetischen Untersuchungsorgane legten sich schlussendlich darauf fest, dass „höhere Gewalt“ zu den Toden geführt habe…
Rund um den Djatlow-Pass wurden schon immer mysteriöse Lichter gesichtet und weil im Zeitraum des Unglücks keine Lawinenabgänge registriert wurden, bleibt bezüglich dieses Unglücks immer noch sehr viel Raum für Spekulationen… was natürlich eine enorm potente Substanz für einen guten Horrorfilm bietet!

Devil's Pass - Szenenbild

Devil’s Pass beginnt in etwa so wie das große Found Footage-Genrevorbild The Blair Witch Project, was meint: Ein paar Studenten wollen einem Geheimnis auf die Spur kommen und filmen sich dabei selbst mit Kameras… wären sie doch lieber zuhause geblieben und hätten vom Wohnzimmer aus ein bisschen im Metal Casino gespielt, dann wäre ihnen einiges Leid erspart geblieben. Aber ich schweife ab… Was Devil’s Pass von vielen anderen schnöden FF-Filmen mit Hexen und/oder Geistern unterscheidet, ist vor allem das interessante Setting rund um den Mythos des besagten Unglücks vom Djatlow-Pass und einige wirklich interessante Plot Twists, im spannenden und temporeichen Finale.
Leider kann ich in dieser Filmkritik nichts über die Story selbst erzählen, weil sonst zu viel vorweggenommen würde. Aber so viel sei gesagt: An den „Monstern“ (ja, es gibt dort fiese Kreaturen) bemerkt man recht deutlich, dass es sich eher um eine Lowbudget Produktion handelt. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch!
In technischer Hinsicht gibt es sonst eigentlich nichts zu bemängeln. Es ist halt ein B-Film. Diesen Underdog von Regisseur Renny Harlin (Stirb Langsam 2, Cliffhanger) bezüglich einiger eher mäßiger Spezialeffekte zu zerreißen, wäre einfach nur Nörgeln auf viel zu hohem Niveau…

Devil's Pass - Szenenbild

Die weitgehend unbekannten Darsteller spielen ihre Rollen überzeugend, allerdings wurde in das Drehbuch, wie soll es auch anders sein, manch unangenehmer Wesenszug bestimmter Protagonisten eingebaut. Sie verhalten sich in diesem Werk aber immer noch weitaus weniger dümmlich, als es im Genre-Durchschnitt sonst der Fall ist (wenn man Slasher mit einbezieht). Es muss bei Horrorfilmen natürlich immer Opfer geben, die man nicht all zu gerne mag… das sollten Horrorfans mittlerweile wissen.
Belohnt wird der geneigte Zuschauer letztendlich mit einem wirklich guten Finale, das in einer Art recht intelligentem Verschwörungstheorien-Crossover inkl. interessanter PunktPunktPunkt-Idee gipfelt… Ich darf hier ja nichts verraten. Wenn ihr es noch nicht getan habt, dann schaut den Film einfach selbst. Ihr werdet es vermutlich nicht bereuen!

Devil's Pass - Szenenbild

Fazit:

Kaufen muss man Devil’s Pass nicht unbedingt, aber als Freund des Found Footage-Genres verpasst man ein ungewöhnlich schauriges Setting und viele äußerst überraschende Wendungen, welchen die Studenten in den eisigen Höhen des Ural Gebirges „ausgesetzt“ sind.
Insgesamt und mit Vorsicht betrachtet, weil es bei diesem Subgenre ja immer eine Frage des Geschmacks ist, schließe ich mich den Lobpreisungen auf dem Cover an, die allerdings ein Quäntchen zu reißerisch daherkommen.

Wertung: 4,5 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)

Die Bildqualität der hier geprüften Blu-ray geht absolut in Ordnung. Man erkennt auch während dunklerer Szenen alle wichtigen Details. Kleine Abstriche sind in Sachen Synchronisation zu verbuchen, das sollte aber jedem Horror-Freak bereits vor dem Kauf solch einer kleineren Genre-Produktion klar sein. Extras bietet leider keine der deutschen Veröffentlichungen.

Verleih: Ascot Elite

Verleihstart: 23.12.2013

Verkaufstart: 28.01.2014

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle

Discs enthalten: 1

Wendecover: Ja

Schuber: Nein

Ton:
• Deutsch: DD 5.1, DTS (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Englisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bildformat: 1,85 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 97 Min. (ca. 101 Min Blu-ray)

Uncut: Ja

Extras:
• Trailer

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