Online-Gaming vs. Online-Glücksspiel

Online Gaming vs. Online Glücksspiel

Über Gegensätze und Gemeinsamkeiten

Das Internet hat sich im Laufe der Jahre seit seinem Aufkommen immer tiefer in unser Leben eingeschlichen. Dank des Internets können wir fast in Echtzeit miteinander kommunizieren und uns dank Video-Chats sogar dabei sehen. Es hat jedoch nicht nur unseren Arbeitsalltag erleichtert oder unser Leben in vielfacher Hinsicht einfacher gemacht. Unsere Freizeit hat es ebenfalls im Sturm erobert. Wir können uns online Filme oder Serien ansehen, im Stream mit unserer Lieblingsmannschaft mitfiebern und natürlich auch Games spielen. Hierbei hat man als Spieler sogar mehr denn je die Qual der Wahl, denn die Spielauswahl hat mittlerweile unglaubliche Ausmaße angenommen.

Man kann online Schlachten schlagen, in die Rolle eines Zauberers schlüpfen, strategisch den Überfall seiner Armee planen, in einen Rennwagen steigen oder einen Kampfjet steuern. Aber auch eine andere Form von Spielen hat längst den Weg auf unsere Bildschirme gefunden. Beim Online-Glücksspiel kann man am virtuellen Automaten die Walzen drehen lassen, pokern und sogar am Glücksrad drehen. Bei beiden Arten von Spielen wird online gespielt und obwohl beide auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten, haben sie doch mehr Gemeinsamkeiten, als man denkt. Attraktive Angebote wie Casino Freispiele ohne Einzahlung gibt es beispielsweise in ähnlicher Form auch bei so manch einem Videospiel. Neugierig geworden, wo die Unterschiede und Gemeinsamkeiten liegen? Dann sollten Sie jetzt unbedingt weiterlesen…

 

Der offensichtlichste Unterschied ist gar keiner mehr

Die meisten Menschen würden wohl den größten und offensichtlichsten Unterschied zwischen Online-Glücksspiel und Online-Gaming bei den Kosten ansiedeln. Gehören Sie ebenfalls zu diesem Personenkreis? Dann würden Sie damit leider falschliegen, zumindest, wenn wir das Online-Gaming auf bestimmte Games, wie etwa die Handy- oder einige Videospiele eingrenzen. Hier ist nämlich im Laufe der Zeit aus einem Unterschied still und heimlich eine Gemeinsamkeit geworden. Das Stichwort hierbei lautet Mikrotransaktionen. Dabei meinen wir jedoch nicht die klassischen Pay2Win-Spiele, wie man sie unzählige Male in den App-Stores findet, sondern tatsächlich Zukäufe innerhalb eines Videospiels auf eine Art und Weise, dass man als Spieler vorher nicht weiß, was man für sein Geld bekommt.

Glauben Sie uns nicht? Dann möchten wir Sie an die aufkommende Kritik am Vorgehen des Spieleherstellers Electronic Arts erinnern. Mit den bei FIFA 20 eingeführten Lootboxen passiert nämlich genau das. Als Gamer kauft man diese Lootboxen, ohne zu wissen, was man erhält. In einer Box könnten sich also Stars wie Messi, Ronaldo, Benzema oder Agüero, aber auch durchschnittliche Spieler wie Bürki, Bellarabi, Möhwald oder Grillitsch befinden. Moment für etwas Geld einsetzen und lediglich die Aussicht oder Chance auf einen guten Ausgang zu haben, kommt Ihnen das nicht bekannt vor? Ja, denn das Lootboxen-System ähnelt nicht etwa dem Glücksspiel, gemäß diesen Worten ist es de facto die Definition des Glücksspiels. Es entscheidet also lediglich das Glück, ob man einen Spieler oder Gegenstand, der weiterhilft oder wertloses Gerümpel bekommt.

 

Geschicklichkeit und Können entscheidet über den Spielausgang

Von einem Unterschied, der zumindest bei einigen Spielen zu einer Gemeinsamkeit wurde, kommen wir zu einem echten Unterschied, der auf den überwiegenden Teil der Video-Games zutrifft. Glücksspiele haben ihren Namen ja nicht dem Zufall zu verdanken. Er kommt nämlich daher, dass der Spielausgang einzig und allein vom Glück abhängt, also zufällig bestimmt wird. Man kann bei einigen Glücksspielen als Spieler zwar durch sein Spielverhalten das Risiko erhöhen bzw. verringern, aber den Spielausgang beeinflussen kann man nicht. Können, Reaktionsschnelligkeit, Geschicklichkeit oder Strategien spielen beim Glücksspiel keine oder nur eine marginale Rolle. Genau dies sorgt jedoch für die besondere Spielatmosphäre, welche diese Spiele verbreiten und die von Spannung und Nervenkitzel begleitet wird.

Ganz anders sieht es jedoch bei den Videospielen aus. Allerdings muss man aufgrund der zahlreichen Games auch hierbei etwas differenzieren. Während es beispielsweise bei Shootern oder Rollenspielen schnell eindeutig wird, wer gewinnt und wer verliert, kann es bei Open-World-Games oder Strategiespielen oftmals unklarer werden, ob eine Entscheidung nun positive oder negative Folgen hat. Bei Shootern gemachte Erfahrungswerte haben jedoch nicht nur positive Folgen auf den Bildschirmen, sondern sogar im täglichen Leben der Spieler. Hirnforscher konnten nämlich belegen, dass Shooterspieler schneller und bessere Entscheidungen fällen als Nichtspieler. Bei Videospielen fallen Faktoren wie Erfahrung, Geschicklichkeit oder Reaktionsgeschwindigkeit verglichen zu Glücksspielen eben doch ins Gewicht, ja sie spielen sogar eine ganz entscheidende Rolle.

 

Das Glücksspiel findet den Weg ins Videospiel und umgekehrt

Manchmal verschwimmen allerdings die Grenzen zwischen Video-Game und Glücksspiel und das eine findet den Weg zum anderen. Beispielhaft möchten wir hier das Videospiel Grand Theft Auto V nennen. Hierbei handelt es sich ohne Frage um ein Videospiel, aber es ist in diesem Spiel eben auch möglich, seinen Avatar ein Casino betreten und dort Glücksspiele zocken zu lassen. Es gibt zudem zahlreiche Videospiele, die in der Glücksspielmetropole schlechthin, nämlich in Las Vegas spielen. Dazu gehört etwa die Vegas-Reihe von Tom Clancy oder Fallout: New Vegas.

Im Gegenzug gibt es zahlreiche Online-Glücksspielanbieter, welche sich der Gamification verschrieben haben. Hierbei wird die virtuelle Spielbank zum Videospiel. Durch das Spielen schaltet man neue Level frei, man erhält einen Avatar und bewegt sich durch eine virtuelle Abenteuerlandschaft; all dies genauso, wie man es bereits von einigen Videospielen gewohnt ist. Im Gegensatz zu den Video-Games ist das Abenteuer in einer Gamification-Spielbank allerdings immer mit der Aussicht auf einen echten Gewinn verbunden.

 

Unterschiede gibt es aber auch beim Bezahlen

Wenn wir die Free-to-Play-Spiele einmal außen vor lassen, dann ist die Vorgehensweise beim Erwerb eines Videospiels meistens immer die gleiche. Das Geld fließt in eine Richtung, und zwar vom Spieler an den Spielehersteller. Man kauft das Spiel, startet anschließend den Download und legt mit dem Spielen los. Je nach Hersteller und Plattform werden verschiedene Zahlungsoptionen angeboten, deren Anzahl in der Regel jedoch überschaubar ist.

Völlig anders sieht es hingegen bei dem Online-Glücksspiel aus. Hier fließt Geld in der Regel nicht nur in eine, sondern auch in die andere Richtung; dann nämlich, wenn man gewinnt und sich seinen Gewinn auszahlen lassen möchte. Hierfür können meist nicht nur einige wenige, sondern zahlreiche Zahlungsanbieter genutzt werden. Das bedeutet jedoch auch, dass aufgrund von Antigeldwäschegesetzen unter Umständen weitreichende Verfahren zur Feststellung der eigenen Identität notwendig werden.


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