Survivalspiele: The Forest

The Forest Survivalgame

Erhältlich für: PC (Playstation 4 angekündigt)

The Forest ist einer der bekanntesten Titel im Genre und war auch das erste Survivalspiel, das von Anfang an mit Oculus Rift-Unterstützung (eine VR-Brille) warb. Wie es mittlerweile mit der VR-Version von The Forest aussieht, kann ich in Ermangelung dieser Technik leider nicht berichten. Aber einige sehr spaßige Spielstunden hatte ich in diesem Singleplayerspiel auf jeden Fall. Man kann aber auch mit Freunden im Coop spielen und es gibt wohl mittlerweile auch so etwas wie einen Multiplayer-Modus, der aber noch zu vernachlässigen ist.

Am Anfang des Spiels erleben wir einen Flugzeugabsturz, den wir natürlich überleben, jedoch wird unser kleiner Sohn von kannibalischen Eingeborenen entführt. Diesen wiederzufinden scheint wohl fortan die Hauptaufgabe des Spielers zu sein, was mittlerweile auch möglich ist (seit Ende 2016). Der Weg ist aber eher das Ziel, also das Überleben und das Bauen eines Unterschlupfs. Und hier komme ich schon zum Kern des Spiels, denn das Farmen der Baumaterialien ist wirklich sehr fordernd, aber auch irgendwie befriedigend. So kann man z.B. nur zwei Baumstämme auf den Schultern tragen, was sich ja irgendwie schon sehr männlich anfühlt, und muss mit zunehmender Einebnung des Waldes auch ziemlich weite Strecken zurücklegen. Farmen ist hier richtige Arbeit! – Das Holz muss man dann in dafür vorgesehenen Lagern stapeln, sofern man größere Bauprojekte angeht. Solche sind empfehlenswert, denn im Laufe des Spiels tummeln sich immer mehr von den irgendwann nicht mehr ganz so scheuen Indios in der Nähe des Überlebenden, vor denen man sich definitiv schützen sollte!
Gebaut wird nach Blaupausen, die man in einem Notizbuch gesammelt hat. Diese Blaupausen, sofern verfügbar, kann man als eine Art Schatten, bereits bevor man die Materialien zur Fertigstellung gesammelt hat, frei platzieren und sich so schon mal einen groben Überblick über den späteren Unterschlupf verschaffen. Wichtig zu erwähnen wäre noch, dass der abgeholzte Wald nach einiger Zeit nach wächst…

Der Kampf mit den Indios ist oftmals sehr kniffelig, fühlt sich aber auch sehr lebendig an. Einen oder zwei der Fieslinge bekommt man relativ gut mit z.B. einer Axt in Einzelteile zerlegt (wortwörtlich, denn aus Körperteilen kann man sich Totems bauen, welche die Eingeborenen vor dem eigenen Lager abschrecken sollen), einer größeren Gruppe sollte man aber aus dem Weg gehen, bzw. sie sehr vorsichtig und überlegt aus einem Hinterhalt angreifen.
Die Kontrahenten verhalten sich erstaunlich intelligent, fliehen oft scheinbar, nur um dann einen Haken zu schlagen und schreiend auf einen zu zuspringen, um einem den Gar auszumachen. Der Spieler steckt dabei nicht wirklich viele Treffer ein…
Interessant sind auch die Emotionen der Indio-Frauen, wenn man ihre Männer tötet. Sie sind aber nicht weniger aggressiv und ebenfalls sehr wehrhaft! – Insgesamt wirken die Feinde in The Forest erstaunlich lebensecht und bringen manchmal sogar verletzte Mitstreiter schnell in Sicherheit.

Ein besonderer Clou waren zum Release im Mai 2014 die versteckten Höhlen auf der Insel, in denen man ähnlich einer Art Sidequest (Nebenauftrag) die teilweise schrecklich verstümmelten Opfer des Flugzeugabsturzes und auch nützliche Überlebens-Tools finden kann. Zudem trifft man dort auf besondere und hartnäckigere Monster, die man nach Möglichkeit umgehen sollte und die im späteren Verlauf auch durch den Wald streifen können. Die Umgebung wird mit fortschreitender Spielzeit also zunehmend ungemütlicher…

Um Essen zu besorgen geht man auf die Jagd oder konzentriert sich auf Fische, die man sich mit etwas Fingerspitzengefühl, Geduld und einem Holzspeer zu eigen macht. Fische findet man natürlich am Strand, aber auch in Wasserlöchern im Wald. Getränke und allerhand nützliches Zeug findet man in angespülten Koffern, die man einfach mit der Axt aufbricht, und in verwaisten Lagern ehemals anderer Überlebender. Diese sind also nicht nur dekorativ, sie haben auch einen Nutzen. Zusätzlich kann man auf Schiffswracks einiges nützliches finden. Auf dem Wasserweg dorthin sollte man aber Ausschau nach Haien halten, denn auch auf einem Floß ist man vor diesen gefährlichen Tieren nicht wirklich sicher!

Es ist schon einige Zeit her, dass ich das letzte Mal The Forest gespielt habe. Darum kann ich leider nicht ausführlich auf neuere Features eingehen. Es hat sich in den letzten Monaten sehr viel getan und es lohnt sich definitiv dieses sehr schicke und umfangreiche Spiel immer mal wieder raus zu kramen und eine neue Partie zu starten. Ein sehr kurzweiliger und extremer Survivalspaß!

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