Survivalspiele: The Division (Survival DLC)

The Division Survivalgame

Erhältlich für: PC, Xbox One, Playstation 4

Der kooperative Deckungs-Shooter The Division ist natürlich kein Survivalspiel, wurde aber im November 2016 um einen Survival-Modus erweitert, der es tatsächlich in sich hat. Aber zunächst sollte ich vielleicht erst kurz erklären, worum es im Spiel überhaupt geht, denn das Szenario ist durchaus cool und wirkt äußerst ansprechend auf Horrorfans:

An einem Black Friday bringen Terroristen in der Stadt New York verseuchte amerikanische Dollarnoten mit dem fortan betitelten ‚Dollarvirus‘ in Umlauf, eine tödliche und durch die Luft übertragbare Seuche. Manhattan wird kurzerhand unter Quarantäne gestellt und es werden von einer Regierungsbehörde sogenannte „Division Agenten“ aktiviert, die für solche Fälle ausgebildet wurden und vorrangig wieder für Recht und Ordnung in den Gebäudeschluchten der Stadt sorgen sollen. Die Kernaufgabe besteht darin, verschiedenen Gangs den Rang abzujagen und durch diese Quests (Aufträge) an wichtige Materialien zum Aufbau einer vom Spiel vorgegebenen Operationsbasis zu gelangen. Dabei geht es gewissermaßen immer gleich zur Sache: In den Auftrag rein rennen, Deckung suchen und alle Bösewichte umnieten. Währenddessen sammelt man Erfahrungspunkte, bessere Waffen und Ausrüstungsgegenstände, die man in den Ausbau des eigenen Charakters investiert, aber auch handeln kann… also die Waffen und Ausrüstungsgegenstände…
Da es sich um einen kooperativen Shooter handelt, sollte man die einzelnen Missionen am besten zusammen mit Freunden angehen, denn sonst sind sie teilweise sehr schwer.
Im Herzen des nachgebildeten Manhattans befindet sich dann noch die ‚Dark Zone‘, in der nicht nur NPC-Gegner (Non Playable Characters) auf den Spieler warten, sondern auch andere Spielergruppen, die sich gegenseitig das in der Zone erbeutete (meist bessere) Equipment abjagen.

The Division befindet sich ausschließlich wegen des Survival-Modus in dieser Liste, den man alleine oder zusammen mit Freunden über das Hauptquartier betreten kann (eine Art Mission). Man hat die Auswahl zwischen zwei Spielmodi, die allerdings nur aus PVP (Spieler gegen Spieler) oder PVE (Spieler gegen Umgebung) bestehen. Das Matchmaking würfelt dann für die Spieler gerade beginnende Partien mit gleich großen Gruppen aus… und dann startet man auch schon zusammen, nach einem Helikopterabsturz, mit kaputtem Schutzanzug, verwundet und infiziert in einem Blizzard am süd-westlichen Zipfel Manhattans. Der ursprüngliche Auftrag lautet ein Gegenmittel aus der Dark Zone zu bergen, welchen man natürlich, pflichtbewusst wie man ist, immer noch verfolgt. Doch zuerst muss man Materialien für geeignetere Kleidung und einen guten Virenfilter, Medikamente (zur Unterdrückung des Virus – man hat nur eine begrenze Lebensdauer, die mit der Einnahme von Medikamenten verlängert wird) und vor allem auch Waffen finden, um letztendlich in der vollständig kontaminierten Dark Zone überleben und gegen die dortigen NPCs und andere Spieler bestehen zu können.
Im Schneesturm, also außerhalb der großzügig positionierten Safehouses (die eine Art Etappen darstellen), kann man sich nur eine begrenzte Zeit aufhalten. Sinkt die Temperaturanzeige unter eine bestimmte Marke, verliert man Lebensenergie. Man kann sich dann an Feuertonnen aufwärmen, dort ist der Spieler aber meist ungeschützt… auch spielen einem mit der Zeit Hunger und Durst in die Karten.
Betritt man letztendlich gut ausgerüstet die Dark Zone, dann wird auf der Karte der Ort angezeigt, an dem sich das Gegenmittel befindet. Darum wird es dort nach Ablauf einer überschaubaren Zeitspanne höchst wahrscheinlich von NPC-Gegnern und feindlich gesinnten anderen Spielern (je nach Modus) wimmeln… Zeit ist von Anfang an ein wichtiger Faktor im Survival-Modus!

Für die Teilnahme an einer Runde sollte man circa 2 Stunden Spielzeit einplanen. Scheidet einer von insgesamt bzw. maximal 24 Spielern aus, dann bekommt man dies als Nachricht auf den Schirm. Schafft man es letztendlich das Gegenmittel in der Dark Zone zu finden, dann muss man noch auf einen Helikopter warten, der einen abholt und dabei alle Alarmglocken in der Umgebung zum schrillen bringt… da stellt sich einem die Frage, wieso dieser nicht sofort nach dem Absturz mit neuem Equipment gekommen ist, um die Überlebenden direkt weiter in die Zone zu fliegen…?

Survival ist ein kostenpflichtiger DLC (Downloadable Content) des ohnehin und immer noch recht teuren Spiels The Division. Aber ich denke, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis findige Modder das Spielprinzip in die bekannten Sandboxspiele transferieren (z.B. in ArmA 3), auch wenn es dann nicht ganz so ausgeklügelt und hübsch sein wird. Oder es wird irgendein Indie-Studio das Spielprinzip als Standalone übernehmen… ähnliches gab es ja bereits mit den „Hunger Games“, im ebenfalls empfehlenswerten und kurzweiligen Survival-Slasher The Culling (wird später noch kurz vorgestellt) und in Unknown Player’s Battleground.
Die Grafik von The Division ist auf jeden Fall sehr gut (meiner Meinung nach aktuell eines der schönsten Spiele) und der Schneesturm in diesem Setting ist Atmosphäre pur. Zudem passt die Survival-Idee wirklich gut in das Hauptspiel.

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