Survivalspiele: Sonstige

Sonstige Survivalgames

Da ich selbst nicht genug Kapazitäten habe all diese Zeitfresser zu spielen, fehlen in diesem Special bisher noch ein paar wichtige Titel, die ich zu guter Letzt kurz mit zusammengeklaubten Informationen aus dem Web und mit Hilfe ihrer Trailer vorstellen werde. Es handelt sich dabei um Spiele, von denen ich aus meinem direkten Umfeld erfahren habe, dass sie wirklich gut sein sollen und die (laut Steam) auch regelmäßig und über lange Zeiträume von Freunden „gesuchtet“ werden.

 

7 Days to Die

Erhältlich für: PC, Playstation 4, Xbox One

Hier haben wir, lapidar formuliert, eine Mischung aus DayZ und Minecraft, in der man seinen Charakter aufleveln kann und die den Überlebenskampf um einige interessante „Tower Defense“-Elemente erweitert: Tagsüber sind die Zombies weniger aggressiv bzw. gefährlich als nachts, weshalb man die hellen Stunden dazu nutzt sich einen Unterschlupf zu bauen bzw. ihn im späteren Verlauf auszubauen. Dies geschieht auf altbekanntem Wege, durch das Sammeln von Materialen, zum Craften bestimmter Gegenstände, Werkzeuge, Waffen und Bauteile. Rund um seinen Unterschlupf kann man dann, um auf das Tower Defense-Element zurück zukommen, diverse Fallen bauen, die einem vor allem nachts zusätzlichen Schutz gegen Zombies bieten. Natürlich ist auch der Name Programm, denn in regelmäßigen Abständen, z.B. während des Blutmondes, greifen immer größere und stärkere Zombiehorden an, was für eine enorme Langzeitmotivation sorgt/sorgen kann, denn man hat nur enge Zeitfenster, um sich gut genug abzusichern und vorzubereiten.
Geplant ist derzeit auch, in die bisher verfügbaren Singleplayer PvE- und Coop-Spielvarianten, zusätzlich zu den (mittlerweile) gängigen Tradern (Händlern) noch weitere NPCs einzubauen (Non Playable Characters), von denen manche friedlich sind und eher flüchten, wenn man ihnen über den Weg läuft, andere sind aber gefährliche „Raiders“ im Stil von Mad Max & Co… das macht das Suchen nach Ressourcen noch etwas gefährlicher!
Tatsächlich gibt es auch PvP-Server. Das Spielen auf diesen gestaltet sich aber, je nach Einstellungen, recht schwer, denn die Verteidigung der eigenen Basis gegen Zombies frisst bereits sehr viele Ressourcen…

Der anfängliche Vergleich mit Minecraft rührt übrigens daher, dass man Terraforming betreiben kann, weil die vorgefertigte Map, sowie die prozedural generierten Welten aus sogenannten ‚Voxeln‘ bestehen. Man kann in der Spielwelt also graben und sie somit rudimentär umformen/seinen Bedürfnissen anpassen. Von den Features, dem Umfang und den Möglichkeiten her ist 7 Days to Die somit bisher einer der imposantesten Titel im Gros der aktuellen Survivalspiele und definitiv seine paar schlappen Euros wert!

 

Conan Exiles

Erhältlich für: PC, Xbox One (geplant)

Zugegeben, die Welt von Conan ist wirklich sehr cool. Und nun ist es möglich einmal selbst darin zu leben, zumindest virtuell. Im Singleplayer- bzw. PVE-Modus macht dies auch eine überschaubare Zeitspanne lang sehr viel Spaß, im Kampf gegen andere Spieler verliert man aber über kurz oder lang, weil das mühsam zusammen gecraftete Eigenheim trotz bester und stabilster Baumaterialien (Tier 3) immer wieder von anderen, sehr hochleveligen und gut organisierten Spielern bzw. Spielergruppen aufgebrochen wird und einem die kostbarsten Güter somit geklaut werden. Hier gilt das Prinzip, dass die Reichen immer reicher werden, bzw. die Stärksten immer stärker, und man kann sich einfach nicht dagegen wehren. Die Entwickler von Funcom setzen irgendwie alles daran immer bessere Waffen, und zuletzt sogar Katapulte und Balisten in das Spiel einzubauen, mit denen selbst die stabilsten Mauern in Nullkommanichts niedergerissen werden können. Diese zu bauen (Katapulte und Balisten) oder sich zu erkämpfen (besondere Schwerter etc. in Dungeons und NPC-Dörfern) erfordert oft eine größere Gruppe von Spielern. Die Möglichkeit seine Basis gegen diese demotivierenden Truppen wirksam zu schützen, gibt es (noch) nicht (z.B. in der Art einer „Oflline Raid Protection“ wie bei ARK). Darum kann man das Spiel im Alleingang oder zusammen mit 1-2 Kumpels auf einem öffentlichen PVP-Server getrost vergessen.

Conan Exiles (aktuell im Early Access) ist schon jetzt einer der umfangreichsten und grafisch anspruchsvollsten Genrevertreter, der im Grunde genau so wie ARK funktioniert, außer dass es keine Reittiere zum Zähmen und Farmen gibt. In der unwirtlichen Welt von Conan muss man alles zu Fuß erledigen, weshalb sich das Spiel auch im fortgeschrittenen Verlauf immer noch wie ein Überlebenskampf anfühlt. Es ist auch möglich Götter zu beschwören, die gegnerische Siedlungen in Schutt und Asche legen, sofern die Option in den Servereinstellungen nicht deaktiviert wurde (es ist empfehlenswert nicht auf einem solchen Server zu spielen, denn die Beschwörung der mächtigen Titanen ist relativ einfach). In diesem Zusammenhang spielt auch der frei wählbare Glaube ein wichtige Rolle, denn er bietet dem Spieler einige Vor- und auch Nachteile.
Besonders innovativ ist das sogenannte „Thrall-System“. So ist es möglich feindlich gesonnene Eingeborene zu fangen und zu versklaven, die fortan die Behausung beschützen oder für einen im Haushalt arbeiten (z.B. schneller Lehmziegel am Ofen brennen). Diese Wachen sind aber meist ein leichtes Spiel für Angreifer…

Wem ARK gefällt, der wird auch an Conan Exiles große Freude haben. Im Grunde finde ich es von seiner Art her sogar noch etwas cooler, wenn da nicht dieses Problem mit den übereifrigen Raidern auf den PVP-Servern wäre. Hier muss der Entwickler Funcom, der übrigens auch schon das Rollenspiel Age of Conan geschaffen hat und sein Handwerk eindeutig versteht, noch nachbessern. Es kann nicht angehen, dass man als Spieler abends schlafen geht und am nächsten Tag ist alles (!) weg… Daher bekommt Conan Exiles nur diesen kleinen Text im „Sonstige-Bereich“. Das Spiel hat aber wirklich Potential!
Ab einem PC im oberen Mittelklasse-Leistungsbereich ist es möglich diese Unreal Engine 4 Barbarei, mit kleinen grafischen Abstrichen, flüssig zu spielen.

 

Life is Feudal

Erhältlich für: PC

Hierbei handelt es sich, nach Angaben der Entwickler, um ein ‚Hardcore Survival-Sandboxspiel mit Rollenspielelementen‘, angesiedelt in einem spannenden Mittelalter-Szenario. Und tatsächlich funktioniert das ursprüngliche Early Access-Spiel mittlerweile recht gut, obwohl es ab und zu mal Spielerklagen wegen neuer Patches, in Bezug auf das Balancing, gab.
In Life is Feudal kann jeder einzelne Spieler spielen wir er will; um wirklich etwas zu erreichen muss man sich auf den privaten Servern aber mit anderen Leuten zusammentun, um evtl. irgendwann gemeinsam das virtuelle Mittelalter zu beherrschen. Wie gewohnt werden Ressourcen gesammelt, um Gebäude zu bauen (modulares Bausystem) und Werkzeuge zu craften. Man kann jagen und Felder bestellen, es gibt aufwändige Kochrezepte, um sich selbst und seine Mitspieler vernünftig zu stärken und sogar Alchemie… Wie auch in Minecraft und 7 Days to Die gibt es Terraforming (z.B. wichtig für Minen, um Materialen für Gebäude ran zu schaffen), also eigentlich alles was das Survivalspielerherz begehrt!
Jeder Server folgt eigenen Regeln/Gesetzen und auf jedem Server gibt es andere Gesellschaftsstrukturen. Ja, sogar Königsmord ist möglich, wenn man genug Leute findet, die bei diesem Spaß mitmachen. Der Fokus von Life is Feudal liegt dabei natürlich auf mittelalterlichem Rollenspiel, in dem jeder einzelne Charakter auf einem Server von einem anderen Spieler gespielt wird (so wie bei der ArmA 3 Mod Altis Life).
Bei Streitigkeiten fällt vor allem das ausgeklügelte Spielerschadensmodell ins Gewicht, denn die Avatare verfügen über eine komplexe Anatomie und das Kampfsystem über eine recht realistische Physik. Auch sollte man penibel auf den Erschöpfungszustand seiner Spielfigur achten!

Eine Spielwelt ist im 3×3 Kilometer groß und bietet Platz für maximal 64 Spieler. Noch ist es leider nicht möglich die Spielwelten prozedural generieren zu lassen oder gar selber in einem Editor zu bauen (Stand Ende 2016)… es gibt aber Serververbände, die hintereinander geschaltet mehr Platz bieten.
Was den einen oder anderen ambitionierten Spieler vielleicht etwas nerven könnte, ist dass man in ‚LiF‚ sehr viel „grinden“ muss, also dass die Beschaffung und das Verarbeiten der Materialen sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Zwar gibt es Server auf denen das Spieltempo angepasst wurde, jedoch ist in diesem Spiel, wie so oft im Genre, der Weg das Ziel. Es dauert also lange, bis man sich mit einem gut geskillten Charakter in den Kampf stürzen kann. Die Simulation des mittelalterlichen Lebens steht eindeutig im Mittelpunkt diese Titels!

* Life is Feudal: Forest Village ist ein Aufbaustrategiespiel-Ableger, in dem man eine mittelalterliche Siedlung im Stil von Die Siedler errichtet, mit mittelalterlichem Versorgungs- und Handelssystem.

 

Unturned (Free to Play)

Erhältlich für: PC

Unturned ist erneut Mischung aus DayZ und Minecraft, wobei sich der Vergleich mit letzterem eher auf die Grafik bezieht.
Im Prinzip funktioniert also alles genau so wie bei DayZ (Waffen, Nahrung, Ressourcen, Zombies, andere Spieler, Fahrzeuge etc.), man muss lediglich mit der sehr offensichtlich an Minecraft angelehnten Liebhabergrafik klarkommen, die mir in diesem Fall dann doch etwas zu kindlich erschien und mich den Titel letztendlich nur kurz antesten lies. Unturned ist kostenlos, es ist aber möglich sich über Steam für kappe 4€ (5$) ein ‚Gold-Upgrade‘ zu kaufen, welches lediglich kosmetischer Natur ist und das dabei hilft den gerade mal 18-jährigen kanadischen Entwickler Nelson Sexton, der das Projekt komplett in Eigenregie vorantreibt, finanziell etwas zu unterstützen. Auch wenn es bei mir keinen Nerv trifft, ist Unturned ein wirklich tolles Projekt, das von Millionen Spielern weltweit dankend angenommen wurde… im PvE- und auch im PvP-Modus, mit Basebuilding!

 

Fallout Shelter (Free to Play)

Erhältlich für: PC, Mobile

Fallout Shelter ist per se natürlich kein Survivalspiel, man muss als ‚Vault Aufseher‘ aber für das Wohl und auch das Überleben seiner Bewohner in der postnuklearen Endzeit sorgen (wir erinnern uns an This War of Mine). So muss für genug Nahrung, Wasser (später auch ‚Nuka Cola‘), Energie und das allgemein leibliche Wohl der Bunkerbewohner gesorgt werden. Außerdem stürmen in recht regelmäßigen Abständen Raider und (radioaktiv verseuchte) Ödland-Bestien das unter harten Bedingungen in den Erdboden gegrabene Domizil. So ist es sehr wichtig auch gute und vor allem effektive Waffen auf Vorrat zu haben.
Die Bewohner kann man leveln und schulen, ja sogar ein wenig individualisieren (Friseur), bevor man ihnen einen Job zuweist. Haustiere bringen bestimmte Boni, während Ödland-Missionen kann man Baupläne, Schrott (Handwerksmaterial) und gute/bessere Waffen finden und dann gibt es da noch die zahlreichen Quests und Bunker-internen Aufgaben, die zugegebenermaßen eigentlich immer nach Schema-F ablaufen.
Gespielt wird der optisch im 50er-Jahre-Comic-Look präsentierte „Aufbau-Surviveler“ in klassischer Sidescroller-Point-&-Click-Manier. Dabei ist das Micro-Management der wichtigste Part in diesem Mobile-Spiel (ursprünglich für Smartphones entwickelt). Fallout Shelter vereint also gewissermaßen eine Städtebau-Simulation mit Rollenspiel und Survivalgame. Und da das recht umfangreiche Werk völlig unentgeltlich spielbar ist, dürfen vom Entwickler angebotene, kostenpflichtige Ingame-Mikro-Transaktionen natürlich nicht fehlen. Das Ganze muss sich ja auch für die Bethesda Studios lohnen! – Die Echtgeld-Mikro-Transaktionen sind natürlich völlig freiwillig. Man kann auch ohne „zu spenden“ viel Spaß mit diesem kurzweiligen „Spiel für Zwischendurch“ haben. Es dauert dann halt nur alles etwas länger… ‚Nuka Cola Quantum‘ for the Win!

Kleine Randnotiz: Die normalen, aktuelleren Fallout-Spiele (Fallout 3, Fallout: New Vegas, Fallout 4) verfügen über ziemlich gute und harte Survival-Modi bzw. von der Community erstellte Mods!

 

The Culling

Erhältlich für: PC, Linux, Xbox One

The Culling ist ein Survivalspiel in kurzen Matches, in denen bis zu 16 Spieler alleine oder in Zweier-Teams gegeneinander antreten. Während der überschaubaren Spielzeit der einzelnen Runden muss man so schnell wie möglich seine Fähigkeiten steigern (z.B. Crafting), um sich bessere Waffen und Rüstung zu bauen, und Hilfsmittel für das Überleben zu finden.
Zur Verfügung stehen dem Spieler für diese blutige Variante der „Hunger Games“ drei Avatare, denen man unterschiedliche Fähigkeiten zuweisen kann (z.B. Nahkämpfer, Sniper, Sprengstoffexperte, Fallensteller etc.). Vor einer Runde wählt man einen dieser Avatare aus und muss sich, dem eingestellten Spielstil entsprechend, seinen Kontrahenten stellen, um hoffentlich als letzter Überlebender die Runde und tolle Preise (z.B. Ausrüstungsgegenstände – bei Steam handelbar) zu gewinnen. Das Areal schrumpft zum Ende hin immer mehr, wie die meisten von euch es sicherlich aus der vorab angedeuteten Filmvorlage kennen, so dass sich irgendwann auch alle Spieler auf der Karte „treffen“…
Zwar basiert The Culling auf der top aktuellen Unreal Engine 4 (wie auch ARK: Survival Evolved), es sieht grafisch allerdings eher zweckmäßig aus. Darum läuft es aber auch auf langsameren Rechnern sehr flüssig. Leider im krassen Gegensatz zu den sehr abgehackten Bewegungen (vor allem im Nahkampf) der Spielfiguren…

The Culling ist ein sehr kurzweiliger und temporeicher Slasher für zwischendurch, falls man am Feierabend eher typische Arena-Shooter bevorzugt und einem herkömmliche Survival-Grinder zu viel der kostbaren Freizeit fressen…

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.