Survivalspiele: Miscreated

Erhältlich für: PC

Auf Miscreated muss ich nicht mehr sonderlich detailliert eingehen, denn im Grunde handelt es sich um einen DayZ-Clone, in dem jedoch keine Zombies, sondern eine Art Hillbillie-Mutanten und verunstaltete Tiere ihr Unwesen treiben.

Grafisch ist Miscreated mittlerweile einer der schönsten Titel im Gros der Standalone Survivalgames. Das war aber nicht immer so, denn versprochen wurde zum Steam-Release am 30. Oktober 2014 ein bombastisches Setting und die angeblich sehr gute Grafik, basierend auf der CryEngine, wurde anfangs von zahlreichen bekannten Let’s Playern auf YouTube hoch gelobt; man erhoffte sich sogar so etwas wie DAS neue DayZ. Letztendlich stellte sich das First- und Thirdperson-Spiel aber als sehr holperig heraus und vor allem hatte man sich bei den im Vorfeld geposteten Videos nur auf sehr schön gestaltete Areale der Karte bezogen.
Ich selber habe Miscreated kurz nach Release von einem Kumpel geschenkt bekommen, weil er es unbedingt mit mir zusammen spielen wollte. Nach circa 1,5 Stunden habe ich es dann aber ausgemacht und einige Monate lang nicht mehr angefasst, weil es für meinen Geschmack ziemlich hässlich war, zu hohe Systemanforderungen hatte und sich verdammt ungenau gesteuert hat. Ich habe zwar in diesen 1,5 Stunden einigen anderen Spielern den Gar ausgemacht und einen richtig guten Shootout am Flugplatz gehabt, dennoch war ich insgesamt sehr unzufrieden und wollte erst mal abwarten…

Im Sommer 2016 kam dann endlich das mittlerweile 36. und sehr große Update, welches neben vielen neuen Features und Funktionalitäten auch eine Modernisierung der Grafikengine mit sich brachte, weshalb sich Miscreated mittlerweile verdient in diese Liste der besten Survivalspiele geschlichen hat: Leuten, denen DayZ zu militärisch akkurat, Project Zomboid zu umfangreich und Minecraft zu niedlich ist, ist dieser Underdog absolut zu empfehlen. Vor allem gibt es zu diesem Zeitpunkt bereits funktionierendes modulares Basebuilding, was diesem Titel einen kleinen Vorsprung zum „großen Vorbild DayZ“ verschafft. Die noch unfertige Karte wird stetig weiter ausgebaut und es gibt viele interessante Orte zu erkunden (z.B. auch Höhlen mit gutem Loot).

Das Inventar funktioniert ähnlich wie bei DayZ: Man muss Patronen manuell mit der Maus in die entsprechenden Waffen schieben, aber Magazine gibt es nicht. Dafür haben die einzelnen Waffen Munitionsslots mit begrenzter Kapazität. Fahrzeuge repariert man, indem man fehlende Teile (z.B. Keilriemen, Reifen, Batterie) in die dafür vorgesehenen Inventarslots des Fahrzeugs schiebt, sofern man die jeweiligen Teile bereits gefunden und im Gepäck hat. Als anfängliche Lager dienen einem gut versteckte Zelte (die man erstmal finden und aufbauen muss), die allerdings über keine Sicherung verfügen und die von jedem anderen Spieler, der zufällig im Unterholz über sie stolpert, mit ein paar Mausklicks abzubauen sind.
Um größere Basen zu bauen muss man erstmal Blaupausen für einzelne Gebäudeteile finden, die man ganz einfach im Inventar benutzt und somit lernt. Danach werden im Crafting-Menü die entsprechenden Gebäudeteile freigeschaltet…

Im Großen und Ganzen kann man Miscreated mit dem guten alten ‚ArmA 2 DayZ Epoch‘ vergleichen, es bietet aber eine deutlich bessere Framerate und viel bessere Grafik. Miscreated ist zwar ein harter „PVP-Survival-Krampf“, fühlt sich aber insgesamt deutlich spielerischer und flüssiger als die DayZ Standalone an; was aber evtl. daran liegt, dass die Map im direkten Vergleich bisher „noch“ nicht besonders groß ist…

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