Survivalspiele: ArmA 3

Erhältlich für: PC

Ihr fragt euch sicherlich, was genau die Militärsimulation ArmA 3 in diesem Best of der Survivalspiele zu suchen hat? – Nun, die Frage ist recht einfach beantwortet: Es ist eine riesige Sandbox, die stetig von der kreativen Community mit interessanten Inhalten versorgt wird. So wurde bereits DayZ ursprünglich für den Vorgänger ArmA 2 gemoddet und auch in ArmA 3 gibt es zahlreiche Survival- und Rollenspiel-Mods. So habe ich mir damals ArmA 2 nur wegen der DayZ-Mod gekauft und später ArmA 3 nur für die ‚Epoch-Mod‘, die letztendlich leider meinen Ansprüchen entsprechend nicht schnell und vernünftig genug weiter entwickelt wurde. Die Epoch-Mod erweiterte ursprünglich die DayZ-Mod in ArmA 2 um ein modulares Bausystem und ‚NPC-Händlerstädte‘, ging bei ArmA 3 dann aber eigenständige Wege und verzichtete komplett auf Zombies. Daraus entstand dann wiederum die sehr ähnliche Mod EXILE, bei der man als Gefangener unter Gefangenen auf einer riesigen Gefängnisinsel überleben muss. DayZ wurde in ArmA 3 von ‚Breaking Point‘ abgelöst, welches dem ursprünglichen Überleben innerhalb einer Zombiedemie noch ein Klassensystem und rudimentäre Levels hinzufügte, und sich mittlerweile in der Entwicklung zur Standalone-Version befindet.

Erwähnenswert sind auch noch die sogenannten „Life-Mods“ (z.B. ‚Altis Life‘), bei denen es vorrangig darum geht, dass einige Spieler sich mit illegalen Geschäften ihr Geld verdienen müssen und andere Spieler wiederum die Polizisten mimen, welche die Verbrecher überlisten und/oder bekämpfen müssen. Das Ziel ist es, sich irgendwo auf den meist hunderten von Quadratkilometer großen Karten ein persistentes Haus zu kaufen, doch das Geld muss man sich erst mal verdienen.
Jeder Charakter, dem man auf den Servern begegnet, ist ein anderer Spieler, der auf seine oftmals ganz eigene Art und Weise irgendeine Rolle spielt. So wird aus einem 13-jährigen Kiddie ganz schnell mal der nächste Joaquín Guzmán… Aber auch Spielmodi wie ‚King of the Hill‘ oder ‚Survival of the Fittest‘ sorgen für kurzweiligen Spaß und eignen sich perfekt um den Umgang mit den zahlreichen Waffen zu erlernen.

ArmA basiert auf der von den tschechischen ‚Bohemia Studios‘ entwickelten militärischen Trainingssoftware VBS (Virtual Battlespace), mit der tatsächlich Militärs auf der ganzen Welt, teilweise auch an großen Simulatoren trainieren. So ist es auch kein Wunder, wenn dem geneigten Spieler öfter mal ein durch ein Geschoss verursachter Schallknall direkt neben den Gehörgängen verunsichert… Die Tochterfirma ‚Bohemia Interactive‘ entwickelte auf Basis der ‚Real Virtuality Engine‘ die spielerische Variante ArmA quasi als Zubrot – in Zusammenarbeit mit dem internationalen Roten Kreuz – verbesserte die Grafik und entschärfte die Engine um einige extreme Features, wie z.B. ein ausgeklügeltes Verletzungsmodell der Soldaten und Zivilisten.

In VBS kreieren militärische Ausbilder normaler weise extreme Situationen, die von den lernenden Soldaten dann virtuell gemeistert werden. So ist es wirklich ein feiner Zug, dass Bohemia Interactive zu den ArmA-Spielen auch gleich einen mächtigen Missionseditor mitliefert, der dafür sorgt dass dem Spieler niemals langweilig wird und ständig neue und interessante Mods entstehen. Man kauft also einmal ein Spiel und kann sich damit wirklich über hunderte, wenn nicht gar tausende Stunden beschäftigen und hat dabei vielleicht noch nicht ein mal das Basis-Spiel angeschaut. Genau aus diesem Grund ist die gigantische „Sandbox“ mit in dieser Liste der besten Survivalspiele gelandet.

Was ArmA bzw. DayZ damals für mich besonders packend gemacht hat, sozusagen als Tüpfelchen auf dem „i“, ist dass man sich als Spieler während des Laufens umgucken kann, in dem man die Alt-Taste gedrückt hält. Wer dieses Feature jemals in einem anderen Spiel erlebt hat, der wird es schmerzlich bei „normalen Egoshootern“ vermissen!

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.