Survivalspiele: ARK – Survival Evolved

Erhältlich für: PC, Xbox One, Playstation 4

In diesem Special dürfen natürlich das bombastische ARK: Survival Evolved und sein im dritten Quartal 2016 erschienenes Addon ‚Scorched Earth‘ nicht fehlen…
So startet man als Spieler gewohnt in Unterwäsche und ohne Inventar an einem Strand (im Addon mitten in der Wüste) und muss sich in einer äußerst Überlebens feindlichen Welt zurechtfinden. Neben dem gewohnten Sammeln von Nahrung und Baumaterialien, um sich vorerst notdürftig einen Unterschlupf inkl. Respawn-Bett zu bauen, dauert es aber gut 2-3 Stunden, bis es dann ans Eingemachte geht: dem Zähmen und Züchten von Dinosauriern (ein Kindheitstraum wird wahr)! – Auf denen kann man reiten und kämpfen, sie eigenen sich aber auch hervorragend als Lasttiere und zum Abbauen besserer und vor allem mehr Ressourcen; denn jedes Tierchen verfügt über einzigartige Fähigkeiten und es gibt sie zu Land, zu Wasser, in der Luft und sogar unterirdisch in Höhlen, in denen man unteranderem bessere Ausrüstungsgegenstände finden kann…
Je nach Größe der gezähmten Dinos ist es sogar möglich mobile Behausungen auf ihrem Rücken errichten und/oder sie zu gepanzerten Kampfmaschinen umfunktionieren. Der Fantasie sind dabei, bis auf die Anzahl der zu verbauenden Teile, fast keine Grenzen gesetzt. Man benutzt zum Ausbau der „mobilen Bases“, auf Grundlage einer Sattelplattform, ganz normale Gebäudeteile. Dabei ist das Material (von Stroh bis Metall) natürlich ausschlaggebend, was die Haltbarkeit angeht.

ARK: Survival Evolved verfügt über ein Skill- bzw. Levelsystem und bietet sowohl einen PVP- als auch einen PVE-, und sogar einen gemischten Modus, bei dem die Server zu von den Administratoren eingestellten Zeiten einfach in den jeweilig anderen Status umschalten (z.B. nachts ab 0 Uhr auf PVE, damit keine fremden Bases aufgebrochen werden können, während die anderen Spieler schlafen). Durch Levelaufstiege bekommt man sogenannte ‚Engram-Punkte‘, die man in das Erlernen neuer Crafting-Blaupausen investieren kann…

Der PVP-Modus (Spieler gegen Spieler) gestaltet sich leider (noch) sehr hakelig, denn das besagte Skill-System sorgt des Öfteren für ein deutliches Kräfte-Ungleichgewicht der Kontrahenten. Und wenn man bedenkt dass man auch noch seine Dinos aufleveln muss, können Kämpfe mit anderen Spielern und sehr starken Dinosauriern schnell wirklich frustrierend werden.
Bei seinem Charakter und auch bei den Dinos muss man also bestimmte Attribute ausbauen, z.B. Gesundheit, Geschwindigkeit, Sauerstoff, Kampfkraft (Melee Damage bei Spielern) oder Stärke. Zudem muss man auch noch darauf achten, dass man relativ hochlevelige Dinos zähmt, was natürlich länger dauert! Serveradmins haben diesbezüglich aber sehr viele Einstellungsmöglichkeiten und können ein wirklich hartes Survivalspiel mit Permadeath leider auch sehr schnell zu einem Call of Duty-artigen Dinoslasher verkommen lassen, wenn sie Werte zu niedrig oder zu hoch einstellen…

Sicherlich hat nicht jeder Spieler Lust (und Zeit) einen Maximal-Level Tyrannosaurus Rex über 12 Stunden lang zu füttern, um ihn zu zähmen. Also kann man sich als Spieler auch Server aussuchen, bei denen die Zähmgeschwindigkeit z.B. auf das Sechsfache beschleunigt wurde (was immer noch im normalen Bereich liegt). Dies gilt natürlich auch für andere Einstellungen, wie die Menge der einsammelbaren Materialien, die Anzahl der Erfahrungspunkte – die man als Spieler durch Arbeit und Kampf bekommt, die Tag-/Nachtgeschwindigkeit oder die Haltbarkeit der gebauten Basen und bestimmter Ressourcen.
Übrigens gibt es auch die Möglichkeit als Serveradmin eine sogenannte „Offline Raid Protection“ (ORP) zu aktivieren, welche Bases und Dinosaurier schützt, wenn alle Spieler aus dem dazugehörigen „Tribe“ offline sind… und somit komme ich zum letzten, sehr coolen Feature das ARK zu bieten hat, und zwar die Gründung von Stämmen, bei denen man als Häuptling über ein Einstellungsmenü Rechte an Mitglieder vergeben kann. Auf diese im Einzelnen einzugehen würde allerdings den Rahmen dieses Artikels sprengen. Anzumerken ist aber noch, dass man anderen Stammesmitgliedern normalerweise keinen Schaden mit Waffen oder Dinos zufügen kann (Friendly Fire) und das Tribe-Feature auch dazu verwendet werden kann mit anderen Stämmen auf dem jeweiligen Server Allianzen einzugehen, so dass man zwar getrennt baut, sich aber für z.B. Ausflüge in die gefährlichen Höhlen oder zum Kampf gegen beschworene Endbosse (ja, es gibt Endgames) zusammentun kann…

Für ein angenehmes Spielvergnügen würde ich einen PVP Server empfehlen, auf dem laut Regeln aber das PVE-Spiel im Vordergrund steht. Dann begegnet man anderen Spielern mit dem nötigen Respekt, kann aber auch rollenspielmäßig Kriegserklärungen aussprechen. Und natürlich sollte die Offline Raid Protection aktiviert sein, damit man nicht am nächsten Spieltag eine böse Überraschung erlebt…

Das kostenpflichtige Addon Scorched Earth steht nicht im direkten Zusammenhang mit Survival Evolved und spielt auf einem separatem Wüstenplaneten. Dort steht das Überleben für versierte Spieler deutlich mehr im Vordergrund: unbarmherzige Hitze, Wasserknappheit und verschiedene extreme Wetterbedingungen machen einem hier das Überleben schnell zur Hölle. Hat man seinen Charakter aber erst mal etwas aufgelevelt und sich einen Unterschlupf an einer Wasserstelle gebaut, dann geht es auch recht zügig voran. Außerdem gibt es in dem Addon auch Drachen, deren Eier man stehlen und ausbrüten kann.

Als letztes möchte ich noch erwähnen, dass ARK wohl eines der schönsten Spiele im Genre ist. Die auf der ‚Unreal Engine 4′ basierende Grafik ist einfach bombastisch, fordert die Hardware des heimischen PCs aber enorm. Unter einem core i5 und einer GeForce GTX 960 hat man in mehr als mittelmäßigen Detaileinstellungen wohl keine große Freude am Spiel. Die volle Grafikpracht kann man auch nur am PC erleben. Die Versionen für die Xbox One und Playstation 4 wurden hardwarebedingt grafisch abgespeckt…

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