THE HIKE (2011)

Originaltitel: The Hike
Genre: Backwoodhorror
Kinostart: -
Altersfreigabe: ab 18 Jahren - FSK
Produktionsland: England
Regie: Rupert Bryan
Drehbuch: Rupert Bryan, Ben Loyd-Holmes
Produzenten: Rupert Bryan, Ben Loyd-Holmes, John Joakim
Darsteller: Tamer Hassan, Barbara Nedeljakova, Ben Loyd-Holmes, Zara Phythian, Daniel Caren, Dominic Le Moignan, Jemma Bolt, Lisa-Marie Long, Shauna Macdonald, Adam Ray Young, Stephanie Siadatan, Natalie Hughes, Joanne Nuttall
Kurzinhalt & Trailer:
Kate kehrt aus dem Afghanistan-Krieg zurück, körperlich unversehrt, aber seelisch gezeichnet, musste sie doch mit ansehen, wie ihr Freund im Kampf starb. Wieder zuhause beschließt sie mit ihren Freundinnen einen Camping-Trip durch einen eher ruhigen Teil der britischen Insel zu unternehmen. Anfangs scheint alles ganz normal. Zwar treffen die Freundinnen auf einige sehr zurückgezogen lebende, seltsame Menschen, aber noch droht keine Gefahr. Auch als die Frauen ein paar Kletterer treffen und mit ihnen gemeinsam campieren, scheint alles in Ordnung zu sein. Doch dann verschwindet eine von ihnen - und in der Dunkelheit des Waldes lauert eine Tödliche Gefahr.
Kritik:
Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: Kauf-DVD
Mit freundlicher Unterstützung von Schröder Media
Der Trailer zu THE HIKE wirkt durchaus nicht schlecht, wenn man keine all zu großen Erwartungen hat. Dieser Backwoodhorrorfilm ist aber, nach dem ziemlich schäbigen Genrebeitrag LASS IHN NICHT REIN, ein weiteres gutes Beispiel dafür, dass nicht alle Filme, die von den britischen Inseln kommen, auch automatisch (mind. relativ) gut sind.
So wirkt die Story wie nach Schema-F des Survivalhorror-Einmaleins gestrickt und die Charaktere verhalten sich dermaßen unglaubwürdig und dumm, ja teilweise auch extrem tussihaft, dass einem schnell die Lust an diesem Machwerk von Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Rupert Bryan vergeht.
Auch wirbt der Film auf dem Cover mit vielen Schocks, viel Gore und mehr als genug nackter Haut. Davon ist uns aber nichts aufgefallen. Vielleicht meint der zitierte Kritiker ja die nackten, badenden Männer? Die Frauen halten sich nämlich bedeckt, allerdings mit spärlichen Tanktops und Hotpants. Barbara Nedeljakova (HOSTEL) hat man schon freizügiger gesehen...

Es geht uns nicht darum THE HIKE schlecht zu machen, weil man keine Brüste sieht, aber wenn die Story nicht viel hergibt, oder eben nur 0815 ist, dann setzt man als Betrachter seine Hoffnungen auf viel nackte Haut und deftige Gore-/Splattereffekte. Aber auch letztere sind nicht im Film enthalten, bis auf "angedeutete" Beil-Schläge oder Messerstiche, nebst dämlicher Vergewaltigungsszenen, mit den Protagonisten in voller Montur... Der Film verspricht (durch die Verwendung eines Zitats) was er nicht hält und das geht uns gegen den Strich; denn so verkommt die erwartete volle Härte zu einer Farce, die nicht mal unfreiwillig komisch ist, sondern einfach nur immer mühseliger wird durchzuhalten.

Über technische Qualitäten verfügt THE HIKE durch recht gute Kameraeinstellungen, die Auswahl sehr schöner Locations für den Dreh und gut ausgeleuchtete Sets. Die schauspielerische Leistung ist im Mittelfeld anzusiedeln, wird aber leider durch die deutsche "Keller-Synchronisation" ziemlich gedrückt. Vor allem, dass recht große Namen wie Tamer Hassan (KICK-ASS, THE FOOTBALL FACTORY, DEAD MAN RUNNING) im Cast zuerst genannt werden, obwohl speziell er lediglich drei Minuten lang im Film zu sehen ist, das kann Kennern britischer Filme schnell unangenehm aufstoßen.

Fazit:
THE HIKE ist ein ziemlich dümmlicher, 0815-Backwoodhorrorfilm, der nichtmal ansatzweise durch - wie auf dem Cover angepriesen - nackte Tatsachen oder visuell gut in Szene gesetzte, blutige Szenen glänzt. Die Story wirkt nach Schema-F zusammengeschustert und man merkt deutlich, dass bloß weil ein Genrefilm aus Großbritannien kommt, er noch lange nicht gut sein muss. Ein paar wenige Punkte gibt es, weil THE HIKE optisch einiges hermacht (tolle Landschaften, gute Nachtaufnahmen).
Wir geben 2 von 6 Punkten:

DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)
Die Bildqualität geht durchaus in Ordnung, jedoch ist die Synchronisation eher schlecht als recht gelungen. Auf den deutschen DVD- und Blu-ray-Editionen findet sich lediglich ein Behind the Scenes Video in den Extras.

Verleih: Schröder Media
Verleihstart: 06.06.2012
Verkaufstart: 21.06.2012
Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle
Discs enthalten: 1 x DVD / 1 x Blu-ray
Ton:
• Deutsch: DD 5.1, DD 2.0
• Englisch: DD 5.1
• Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 2,35 : 1
Blu-ray Auflösung: HD 1080p
Laufzeit: ca. 83 Min. (ca. 86 Min. Blu-ray)
Uncut: Ja
Extras:
• Behind the Scenes
• Trailer



















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