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THE CABIN IN THE WOODS (2011)


The Cabin in the Woods - deutsches Poster

Originaltitel: The Cabin in the Woods

Genre: Horror

Kinostart: 06.09.2012

3D-Format: 2D -> 3D

Altersfreigabe: unbekannt

Produktionsland: USA

Regie: Drew Goddard

Drehbuch: Joss Whedon, Drew Goddard

Produzenten: Joss Whedon, Jason Clark

Darsteller: Kristen Connolly, Chris Hemsworth, Anna Hutchison, Fran Kranz, Jesse Williams, Richard Jenkins, Bradley Whitford, Brian White, Amy Acker, Tim De Zarn, Tom Lenk, Dan Payne, Jodelle Ferland, Dan Shea, Maya Massar, Matt Drake


Kurzinhalt & Trailer:

Ein entspanntes Wochenende in einer Hütte im Wald, in der Mitte von Nirgendwo soll es werden, fernab der Zivilisation und jeglicher Beobachtung, kein Handy-Empfang, kein Internet, kein Mensch weit und breit. Nur fünf Freunde und die Natur - ein Abenteuer, ein großer Spaß. Selbst die Warnungen eines bedrohlich wirkenden Tankwarts können die Vorfreude nicht dämpfen. Zunächst wirkt die Hütte auch wie die Erfüllung aller Verheißungen. Doch dann entdecken die Freunde den verborgenen Zugang zu einem Keller - und als die Neugier gegen die Vernunft siegt, gehen sie zu fünft die knarzende Treppe hinab ins Dunkel... Gleichzeitig sitzen zwei Wissenschaftler weit entfernt in einem geheimen Labor tief unter der Erde und drücken ein paar Knöpfe...



Kritik:

Von Michael Weissbrodt
Prüfungsmedium: Kino (2D, OmU)
Mit freundlicher Unterstützung der Pressebetreuung


Die lange Wartezeit (ca. drei Jahre) und die werbewirksamen Storybrocken haben die Erwartungen ziemlich hochgeschraubt: Eine Geschichte über eine Art Kubus innerhalb einer unscheinbaren Blockhütte und darin gefangene Menschen auf der Suche nach einem Ausweg, verfolgt von Bestien oder anderem nach dem Leben trachtenden Unwesen, versprach einen wirklich interessanten Genre-Mix.
Ein Versprechen wurde auf jeden Fall gehalten: THE CABIN IN THE WOODS zeigt, was die verschiedensten Horror-Genres zu bieten haben... Leider etwas zu offensichtlich kopiert, erscheint der Film in weiten Teilen aber als eine Art Potpourri von geborgten Ideen, die fast eins zu eins aus anderen Filmklassikern übernommen wurden. Mag sein, dass die Macher eine Hommage an Werke wie Dario Argentos SUSPIRIA oder Sam Raimis TANZ DER TEUFEL schaffen wollten, jedoch scheint es, als ob sie den Bogen ein klein wenig überspannt haben. Und auch die Überwachung bzw. Beeinflussung der "Gefangenen" erinnert eher an DIE TRUMAN SHOW als an einen Horrorfilm.

The Cabin in the Woods

Gleichsam ist die Zusammenstellung der Figuren etwas daneben, weil Mitdreißiger Collegefreunde darstellen... Da kann man zwar durchaus ein Auge zudrücken, weil man diese gängige Praxis bereits gewohnt ist, weniger gut zu verdauen ist aber, dass Joss Whedon (Produzent) und Drew Goddard (Regie) nahezu die Hälfte der Darsteller ihrer Serien BUFFY - IM BANN DER DÄMONEN und ANGEL in diesem Film recyclen... und die Masken der Monster gleich mit. Große Namen wie Sigorney Weaver scheinen eher auf eine Mogelpackung hinzuweisen, da sie z.B. nur einen kurzen Gastauftritt hat.

The Cabin in the Woods

Was die Story anbelangt, erscheint sie auf weiten Strecken eher lieblos zusammengeschustert und zu konfus. Angefangen bei den Beobachtern im Kontrollraum, der eher wie eine veraltete Raketenkontrollanlage der UDSSR wirkt, bis hin zu den mechanischen Technik-Gimmicks und Tricks, mit denen man den Bewohnern der Blockhütte das Leben schwer bzw. verkürzen will. Alles in allem wirkt THE CABIN IN THE WOODS eher wie eine Hüttengaudi und weniger wie ein Horrorfilm, was aber kein primärer Kritikpunkt sein soll. Zeitweise sind schon gute Lacher dabei, besonders was die Dialoge der dauer-bekifften Figur "Marty" angeht. Einige Szenen des Films - besonders die Akteure im Kontrollraum - sollen wohl gewollt (?) witzig sein, ernten von uns aber höchstens ein müdes Kopfschütteln. Das heimliche Versprühen von Pheromonen, damit die Probanden zügellos werden und die Beobachter etwas auf den Überwachungsbildschirmen geboten bekommen, ist mehr lächerlich als witzig - um nur einen der filmischen Schenkelklopfer zu nennen.

The Cabin in the Woods

Was den Goregehalt angeht, ist dieser eher harmlos, auch wenn ziemlich viel Blut fließt. Es tauchen einige bekannte Monster auf, inklusive des wohl kleinen Bruders von "Pinhead" (HELLRAISER) plus typischem Spielzeugwürfel, äh -kugel. Ein paar Fress-Szenen von Zombies lassen das Herz von Horrorfans ein wenig höher schlagen, das war es im Großen und Ganzen aber auch schon. Die Masken der Redneck-Zombies sind sehr gut gelungen - auch wenn diese eher zahnlos daherkommen.

Die Schauspielkunst der Darsteller liegt im guten Mittelmaß. Das reicht schon als Beschreibung.
Einige Szenen sind tatsächlich großartig eingefangen, besonders die totalen Kameraeinstellungen. Die Sets sind entweder amüsant unspektakulär oder, im krassen Gegensatz, sehr aufwendig gestaltet. Die Atmosphäre wirkt, zumindest im Umkreis der Hütte, düster und bedrohlich. Zeitweise empfanden wir den sehr opulent und orchestral gehaltenen Score unpassend, da er eher an einen altmodischen, schaurigen Geisterfilm erinnert und weniger, oder garnicht, zu der technisierten und modernen Story passt.

Kleine Anmerkung: Auf der von uns besuchten Pressevorführung in München wurde die 2D-Fassung gezeigt. Einige Szenen wirken aber so, als ob sie in 3D ziemlich gut rüberkommen.

Fazit:

THE CABIN IN THE WOODS ist zwar recht kurzweilige Unterhaltung, aber in großen Teilen eher eine Komödie als ein traditioneller Horrorfilm, auch wenn er viele Zutaten eines solchen hat. Durchgängig hat man das Gefühl, dass man eine abendfüllende Folge von BUFFY, bloß ohne "Buffy" sieht - im Schnitt ganz witzig, aber eher unspektakulär. Der ersehnte Wow-Effekt stellt sich leider nicht ein. Diejenigen, die schon lange und ungeduldig auf diesen Film warten, sollten ihre Erwartungen aber ein gutes Stück herunterschrauben, um an diesem Film doch noch Gefallen zu finden.


Wir geben durchschnittliche 3 von 6 Punkten:





DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)

Noch nicht fürs' deutsche Heimkino veröffentlicht...


Verleih: Universum Film

Verleihstart: -

Verkaufstart: -

Verpackung: -

Discs enthalten: -

Ton: -

Untertitel: -

Bildformat: 2,35 : 1

Blu-ray Auflösung: -

Laufzeit: ca. 95 Min.

Uncut: -

Extras: -




Dieser Artikel wurde bereits 8 mal kommentiert.

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Stefan Ginster
Die späte Veröffentlichung ist darauf zurückzuführen, dass das Produktionsstudio MGM kurz vor der Insolvenz stand. Und nicht, weil die Jungs so lange für den Film brauchten. Informiert Ihr Euch überhaupt, bevor Ihr Kritiken und/oder Kommentar-Antworten schreibt?
Sebastian
@ Stefan: Das tut mir sehr leid dass du und unser Kritiker (in diesem Fall) nicht einer Meinung seid. Aber so ist das nun mal manchmal. Und zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Kritik, nämlich einige Monate vor dem deutschen Kinostart, sollte der Film noch in 3D laufen. Wir haben 4 Jahre über das Projekt berichtet. Ursprünglich sollte der schon, wenn ich mich recht erinnere, im Januar 2009 oder sogar 2008 in den Kinos starten. Guck mal wie jung Hemsworth hier ist und wie er in THOR aussieht. Und wenn solch versierte Filmemacher 4 Jahre für sonen komischen Hütte-im-Wald-Horrorsteifen brauchen, der dazu auch noch eine eigenartig witzige Note hat (Humor muss erstmal zünden), dann kann ich die Meinung unseres Kritikers durchaus verstehen, auch wenn ich selbst den Film immer noch nicht angeschaut habe. Ich werde es aber nachholen. Nur hat man sowas mit fortschreitendem Alter schon viel zu oft und vielleicht besser gesehen. Das was der Michael hier berichtet klingt für mich glaubwürdig. Vielleicht hatte er aber auch nur einen schlechten Tag. Ich werde mich, nachdem ich den Film gesehen habe, noch im Forum dazu äußern.
Frage
Die Redakteur hat den Film wohl nicht verstanden.
Stefan Ginster
Ähm... Film verstanden? Und natürlich wurde die 2D-Fassung gezeigt, da es gar keine 3D-Fassung gibt!

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