Survivalspiele: Minecraft

Survivalgames Minecraft

Erhältlich für: PC, Xbox 360, Xbox One, Windows Phone

Zu aller erst sollte der Urvater der Survivalspiele – Minecraft – Erwähnung finden. Das Spiel präsentiert sich zwar in einer niedlichen Retro-Pixel-Kötzchen-Grafik, hat es aber, was das Überleben in einer prozedural (aus ‚Voxeln‘) generierten Welt angeht, die übrigens ca. acht mal so groß ist wie die Oberfläche unserer Erde, wirklich in sich. Okay, im späteren Verlauf des Spiels, wenn man sich einen Unterschlupf gebaut, und gute Ausrüstung gecraftet hat (craften = herstellen), dann ist alles nicht mehr so schwer wie am Anfang; längere Expeditionen zwecks Materialbeschaffung können es aber immer noch in sich haben… vor allem wenn man auf der Flucht vor fiesen Monstern in schwindelerregender Höhe in irgendwelchen Höhlensystem über reißende Lavaströme balancieren muss, dann kommt immer wieder echtes Survival-Feeling auf, den Permadeath stets vor Augen.

So fängt man als Spieler irgendwo in einer aus Klötzchen generierten Welt, mit nichts als seinen Fäusten als Waffe an und merkt schnell, dass der Hunger unerbittlich an einem nagt. Außerdem bricht schon bald die Nacht herein. Es gilt sich möglichst schnell einen Unterschlupf zu bauen, denn mit dem Sonnenuntergang kommen die Monster, sprich Zombies, Pfeil-schießende Skelette, Riesenspinnen, mit Zaubertränken schmeißende Hexen, mörderische Schleimklumpen oder gar die gefürchteten ‚Creeper‘, die bei Kontakt explodieren und einen dabei mit in den Tod reißen können und/oder die eigene Behausung beschädigen. Zum Schutz kann man sich aus abgebauten Materialien Waffen und Rüstungen craften, die wiederum zum Abbauen besserer und/oder stabilerer Baumaterialien notwendig sind. Im Verlauf des Spiels wird so das erste Erdloch-Versteck irgendwann zu einem Palast, den man wie aus Legosteinen nach und nach zusammenbaut. Darin kann man natürlich auch diverse Industrieanlagen aufstellen, mit denen man Materialien verbessert (z.B. Lehm zu Ziegelsteinen brennen) oder gar eigene Maschinen erfinden und mit elektrischen Schaltkreisen verbinden. Das können entweder Schutzmechanismen gegen Monster und andere Spieler sein, oder auch so etwas wie Erntemaschinen, die ganze Getreidefelder per Knopfdruck abernten, in Kisten spülen und dort automatisch sortieren und/oder gleich weiter verarbeiten. Der Fantasie sind dabei wortwörtlich absolut keine Grenzen gesetzt.

In Minecraft gibt es kein Level-System, welches bestimmte Fähigkeiten oder Baupläne freischaltet. Alles basiert auf dem „Learning by Doing“-Prinzip, allerdings gibt es zu diesem Thema auch hilfreiche Internetseiten (Wikis).
Die durch Kämpfe und Crafting erhaltenen Erfahrungspunkte investiert man in Verzauberungen von Werkzeugen, Rüstung und Waffen. Man verliert die Level, wenn der Charakter stirbt…

Bei Minecraft handelt sich wohl um das komplexeste und kreativste Spiel aller Zeiten; es kann aber auch als reine „Survival-Sandbox“ sehr viel Spaß machen, wenn man kein Diplominformatiker ist und sich zum hochtrabenden Ziel setzt einen schnelleren PC als den eigenen aus elektrischen Schaltkreisen im Spiel zu bauen, was theoretisch sogar möglich ist… aber nur theoretisch!
Monster kloppen, nicht verhungern und sich eine schöne Behausung bauen, das ist was Minecraft von Anfang an ausgezeichnet, und so erfolgreich gemacht hat… Super intelligent, niedlich und dabei unglaublich spannend! Hinzu kommt noch, dass MINECRAFT durch nahezu unendlich viele Community-Mods auch nach Jahren immer neuen Content bietet, wobei das Basis-Spiel immer noch regelmäßig Updates erhält.