LEFT 4 DEAD 2 - PC Game Review





PC DVD (Import)



Titel: Left 4 Dead 2

Originaltitel: Left 4 Dead 2

Genre: Online, Egoshooter, Zombie, Action

Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe - USK

Release: November 2009

Entwickler: Valve

Publisher: Electronic Arts

Vergleichbar mit: Left 4 Dead

Erhältlich für: PC, XBox 360



PC DVD

Verpackung: Amaray
Inhalt: 1x DVD
Ton: Englisch
Untertitel: Englisch
Uncut: [X] Ja [ ] Nein [ ] Unklar



Systemanforderungen

Betriebssystem: Windows 7/Vista/XP/2000
Prozessor: 3 GHz Intel Pentium oder AMD
Arbeitsspeicher: 1GB (XP), 2GB (Vista)
Grafikkarte: 128 MB
DirectX® Version: DirectX 9.0
DVD-ROM Laufwerk: 8-fach
Soundkarte: DirectX kompatible Soundkarte
Festplattenspeicher: 7,6 GB
Peripheriegeräte: Tastatur & Maus
Multiplayer: ja



Kurzinhalt des Spiels:

4 Überlebende kämpfen gegen Horden von wütenden "Infizierten" und einer Vielzahl von "Infizierten Bossen" in einem verzweifelten Versuch, zu entkommen.

Ob im Einzelspieler-, Coop- oder Multiplayer-Modus - mit dem KI-Director, der die Verhaltensweise der Zombies, die Spieleffekte und viele weitere Faktoren jedes Mal neu festlegt, wird jedes Match zum einzigartigen Erlebnis.



Trailer:

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Eindruck:
Review von S. Notbom
Prüfungsmedium: Import-DVD
Test-Spielzeit: ca. 30 Stunden


Vielen Fans war es lange Zeit ein Dorn im Auge, dass knapp ein Jahr nach Release von LEFT 4 DEAD bereits ein zweiter Teil des noch sehr schön ausbaufähigen Erstlings folgen sollte. Auch die Tatsache dass ein Großteil der Kampagnen bei Tag oder in der Dämmerung spielen, das stieß vielen Hardlinern im Vorfeld unangenehm auf, es könne doch die Atmosphäre darunter leiden. Doch das Sequel präsentiert sich nahezu perfekt, und grade die im Vorfeld stark kritisierten Neuerungen gefallen uns ausgesprochen gut.

Die Levels sind nun wesentlich weitläufiger und abwechslungsreicher. Der KI-Director sorgt nun auffälliger für versperrte Wege, weshalb man immer wieder dazu gezwungen ist alternative Routen zu laufen und vor allem im Versus-Modus evtl. hinterhältigeren Attacken der Gegner ausgesetzt ist. Außerdem generiert er Wetter, besser gesagt Sturm ein einer Kampagne, bei dem sich dem Spieler bibbernder weise die Nackenhaare aufstellen, auf Grund der Geräuschkulisse und der eingeschränkten Sicht. Auch die Voice-Communication ist während der zufällig eintretenden Stürme kaum noch möglich. Beeindruckend ist auch die Feuersbrunst im Hochhaus (erste Kampagne), in der man vor Flammen und Rauch kaum mehr etwas erkennen kann und hustend durch die Gegend läuft. Wer den ersten Teil kennt, der weis dass man während eines Hustenanfalls durch die Infizierten mehr Schaden erleidet...

Neben zahlreichen neuen Boss-Zombies (dazu später mehr) gibt es in jeder Kampagne auch spezielle Infizierte. So z.B. Clowns im Freizeitpark, die durch das "lustige" Quietschen ihrer Schuhe weitere Zombies anlocken. Zudem bekommt man beispielsweise einen Orden wenn man 10 mal die Nase eines Clowns mit einem gezielten Gewehrkolbenschlag zum Tuten bringt (für Humor ist also gesorgt). In den Sümpfen sorgen sogenannte "Mud-Men" für Verwirrung, die fast unsichtbar in hüfthohem Matschwasser unter der Oberfläche angeschnellt kommen. Ist man in dem schlammigen Wasser verletzt, so verliert man zudem langsam, wie bei einer starken Infektion, Gesundheitspunkte.

In einigen Kampagnen-Abschnitten kann man lustige Bonusspiele machen um Archivements/Auszeichnungen zu sammeln. Beispielsweise gewinnt man an einem Schießstand im Freizeitpark einen Gartenzwerg, den die Spieler bis zum Ende der Kampagne mit sich rumtragen müssen, ihn also vor den Infizierten retten müssen.

Vielen mag die Grafik nicht besonders gut vorkommen, was auch beim Vorgänger des öfteren bemängelt wurde. Dreht man die Effekte aber auf volle Pulle (möglich ab 2,5 GHz Dual Core mit 2GB DDR2 RAM und GeForce 9600 GT Grafikkarte oder vergleichbarer) wird man von durchaus schönen Echtzeiteffekten verwöhnt, wie ein sehr realistischer Schattenwurf der Taschenlampe, halb transparentes Schlammwasser, atemberaubende Gore-FX, Nebel und untergehende, stark blendende Sonnen auf einem mit Autowracks übersäten Highway. Alles in allem ist LEFT 4 DEAD 2 zwar immer noch zweckmäßig was die Grafik anbelangt, jedoch um einiges schöner und grafisch viel abwechslungsreicher als sein Vorgänger.

Die neuen Boss-Zombies wurden in ihren Fähigkeiten/ihrer Macht, nach einigen Fehlschlägen in der Testversion noch etwas angepasst. Der ursprünglich bemitleidenswerte "Spitter", eine magere, säurespuckende, hässliche Frau, ist nun einer der stärksten spielbaren infizierten geworden. Seine großen, giftgrünen Auswürfe verätzen in die Ecke gedrängte oder niedergeschlagene Überlebende sehr stark, so dass mit etwas Feedback durch die Mitspieler einige unserer Runden sehr schnell entschieden waren... Der bullige "Charger" nimmt Anlauf und reißt Überlebende in dunkle Ecken, um ihnen dort in Ruhe (und mit etwas Glück) die Lebensgeister aus dem Leibe zu prügeln, oder stürzt sie als Selbstmordkommando in tiefe Abgründe. Ähnlich funktioniert auch der sogenannte "Jockey", mit dem man huckepack auf Überlebenden reitet und sie z.B. in Säurepfützen lenkt oder ähnliches probiert wie mit dem Charger... Die übrigen Boss-Zombies sind nahezu unverändert, sie machen lediglich etwas bedrohlichere Geräusche (z.B. der Hunter oder der weibliche Boomer).
Irre aufregend sind die "Witches" geworden, die nun weinend durch die Levels wandern (nicht mehr nur sitzen). In einer Kampagne in den Sümpfen begegnet den Überlebenden quasi alle 20 Meter eines der aggressiven Biester (außer im Versus-Modus).

Das Punktebalancing ist (evtl.) etwas fairer als in LEFT 4 DEAD. Es ist nicht mehr möglich durch nahezu völlige Gesundheit nach dem Erreichen des Ziels weit in Vorsprung zu gelangen. Weitestgehend kommt es nur noch auf die Wegpunkte der vier Überlebenden an, die einzeln nach jeder Runde grafisch dargestellt werden. Auch als "Tank", einem speziellen, monströsen, autoschmeissenden Muskelmann-Zombie, haben wir selten über 500 Punkte während der kurzen Lebensdauer geschafft.

Die deutsche USK-Version wurde um so gut wie alle Gore-Effekte geschnitten. In den Importfassungen wird, da key-gebunden, geschnetzelt was das Zeug hält. So kann man den Zombies nahezu alle Extremitäten abschießen oder mit Nahkampfwaffen kürzen. Säbelhiebe in den Rücken, den Bauch oder den Kopf wurden ziemlich extrem visualisiert. Löcher im Bauch und meterlang heraushängende Gedärme durch Pumpgun-Einschüsse sorgen immer wieder für ein leichtes Schmunzeln beim geneigten Spieler. Die Einschnitte in die deutsche Version nehmen, das müssen wir leider sagen, gut 50% des Spielspaß. Aber hierfür hat sich Valve ein nettes Extra einfallen lassen: Spielt ein Spieler in einem Multiplayer-Match mit der USK-Fassung, dann werden exklusive COUNTER STRIKE-Waffen in den Depods zur Verfügung gestellt.

Neben dem bereits bekannten Survival-Modus, in dem die Überlebenden möglichst lange in einem Munitionsdepot Wellen von Untoten zu Brei schießen müssen, ist vor allem der Scavange-Modus sehr spaßig. Das Motto: Gegenstände schnellst möglich und mit den meisten Benzinkanistern aufzutanken. Dabei spielen Überlebende gegen Zombies nach dem "zwei beste von drei"-Runden-Prinzip.
Der Realism-Mode ist aufgrund der Tatsache sehr hart, dass man als Überlebender nicht die Umrisse seiner Kollegen sieht. Auch Waffen und Gegenstände sind schwerer zu finden...

Fazit: LEFT 4 DEAD 2 wirkt, wie soll es auch anders sein, sehr viel ausgereifter als sein Vorgänger. Mehr Gegner, mehr Waffen, abwechslungsreichere Levels mit besonderen Gegnern und Aufgaben und neue Spielmodi sorgen für noch mehr Spaß in einer von Zombies zerstörten, menschenleeren Welt. Vor allem der Splatterfaktor wurde um zusätzliche 200% gesteigert!

Wir geben stolze 5,5 von 6 Sternen:

















Screenshots by GruselSeite.com

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