HELLBOY (BAND 8) - Comic Review





Hardcover



Titel: Hellboy 8 - Die Troll-Hexe

Originaltitel: Hellboy - The Troll Witch And Others

Herkunftsland: USA

Genre: Horror

Autor: Mike Mignola, Richard Corben, P. Craig Russel

Zeichner: Mike Mignola, Richard Corben, P. Craig Russel

Übersetzung: Gunther Nickel, Michael Groenewald



Hardcover

Verlag: Cross Cult Comics
Erschienen: Februar 2008
Format: Buch (gebunden), schwarz/weiss, Din A5
Seitenzahl: 160 Seiten

Sonstiges:
• Skizzen
• Leseprobe: B.U.A.P. 5



Inhalt:

1963. Eine Serie grausamer Morde versetzt die Ortschaften entlang der Fjorde Norwegens in Angst und Schrecken. Zu bestialisch scheinen die Gräueltaten, als dass ein Mensch sie begehen könnte. Hinter vorgehaltener Hand macht bald ein Wort die Runde: Trolle! Hellboy schickt sich an, dem bösen Treiben Einhalt zu gebieten – doch soll er dazu tatsächlich der uralten Überlieferung folgen und einen Holzlöffel schwingend auf dem Rücken einer Ziege in Trollheim einfallen...?

In weiteren Abenteuern trifft Hellboy in Malaysia auf einen Dämon, der seinen Kopf samt Eingeweiden im Schlepptau auf die Jagd schickt, und wird vom "Vampir von Prag" zum Spiel herausgefordert. Und während das Spukhaus des Dr. Carp nicht zur Ruhe kommen will, scheint sich in der kanadischen Provinz die halbe griechische Mythologie zur selbigen gesetzt zu haben. Eine afrikanische Mumie schließlich erzählt Hellboy die Legende von Makoma, der die Riesen gleich reihenweise in den Sack gesteckt hat.



Eindruck:
Review von S. Notbom
Mit freundlicher Unterstützung von Cross Cult Comics


Das interessante an HELLBOY ist, dass die einzelnen Kurzgeschichten immer auf alten Volksmärchen aller Herren Länder basieren. Mit geschwollener Ausdrucksweise erzählen die Opfer dem roten Rächer ihre Geschichte, worauf hin er "cool as ice" die Sache in seine Hammerhand, und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt.

Ganz besonders hat uns nicht die titelgebende Story gefallen, sondern die über Makuma in Afrika, in dessen Körper Hellboy als Junge schlüpft und Jahre lang Riesen und Dämonen bekämpft.
Die ungewöhnlichste ist "Der Ghul", in dem eine Passage von Hamlet durch Handpuppen in einem Fernseher erzählt wird, während Hellboy einen leichenfressenden Dämon auf einem Friedhof bekämpft.

HELLBOY ist wahrlich eine der interessantesten und besten Comicreihen die es gibt, und dabei auch für Jung und Alt geeignet (allerdings nicht zu jung). Vor allem der abgefahrene Zeichenstil Mike Mignolas war maßgeblich entscheident für den Erfolg der Serie. Band 8 der Cross Cult Comicbuchreihe präsentiert sich zudem erstmals komplett in Farbe!

Es gibt allerdings auch eine kleine Enttäuschung in dieser lang erwarteten Fortsetzung: Hellboy agiert komplett allein. Über seine eigentliche Reise nach Afrika (wie in den letzten Bänden erwähnt), weshalb er die B.U.A.P. (derzeit ein Spin off) verlassen hat, erfährt der Fan nichts. Hellboy bekommt allerdings einen Gastauftritt im fünften B.U.A.P.-Band, was der enthaltenen Leseprobe zu entnehmen ist.

Fazit: Düstere und abgefahrene Geschichten aus dem HELLBOY-Universum, basierend auf den Sagen und Märchen aller Herren Länder. Und endlich in Farbe! Für Fans und Lieberhaber fantastischer Literatur ist HELLBOY ein Muss!

Wir geben stolze 5,5 von 6 Sternen:


















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