
![]() Poster Titel: Splice Originaltitel: Splice Genre: Horror, Thriller, Scifi Altersfreigabe: unbekannt Land/Jahr: Kanada, Frankreich, USA 2009 Regie: Vincenzo Natali Drehbuch: Vincenzo Natali, Antoinette Terry Bryant, Doug Taylor Produzenten: Steven Hoban, Franck Chorot, Susan Montford, Christophe Riandee, Guillermo del Toro, Marco Weber Darsteller: Adrien Brody, Sarah Polley, Delphine Chanéac, David Hewlett, Abigail Chu, Stephanie Baird, Amanda Brugel, Brandon McGibbon Verleih: Senator Film Verleih Laufzeit: unbekannt Offizielle Webseite & Trailer: » HIER KLICKEN « Kurzinhalt des Films: Clive und Elsa sind jung, wissenschaftlich brillant und enorm ehrgeizig. Und sie sind ein Liebespaar. Im Rahmen eines Genforschungsprojekts, das die beiden Naturwissenschaftler durchführen, gelingt ihnen durch einen Zufall das bisher noch nicht dagewesene – die Erschaffung eines neuen, geklonten Lebewesens. Das Ergebnis ist ein bedeutender Entwicklungsschritt der menschlichen Evolution und macht die beiden über Nacht zu den gefeierten Rebellen der gesamten wissenschaftlichen Welt. Ihr riskantes Experiment ergibt eine Kreatur, in der sich die DNA einer Frau in ein künstlich erzeugtes Wesen einfügt. Heraus kommt ein Hybridwesen, das sich äußerst rasch entwickelt und im Laufe seines Daseins sehr weibliche Züge annimmt. Welche Charaktereigenschaften noch unter der apart anmutenden Oberfläche schlummern, können die zwei Genforscher zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen... Trailer:Player runterladen um das video zu sehen Eindruck: Review von F. Slomka - Prüfungsmedium: Kino / FF SPLICE ist der "Frankenstein" der Gegenwart und fast perfekter Wissenschaftshorror. Schon zu Begin beschleicht den Zuschauer ein ungutes, unsicheres Gefühl und man beginnt darüber nachzudenken, wie weit man als Wissenschaftler gehen darf, wo die moralisch-ethischen Grenzen sind und wer diese Grenzen bestimmt...? Die beiden Biogenetiker Elsa und Clive, gespielt von Sarah Polley (DAWN OF THE DEAD) und Adrian Brody (PREDATORS), setzten sich über alle Vorgaben ihres Konzerns hinweg, wobei sehr schnell klar wird, dass die Beiden zusätzlich völlig unterschiedliche Vorstellungen ihres Projektes haben. Der Regisseur Vincenzo Natali (CUBE) hat die persönliche Entwicklung und Einstellungen der beiden Hauptprotagonisten sehr interessant gestaltet und auch die Veränderung des Verhältnisses der beiden Wissenschaftler gegenüber der von ihnen erschaffenen und sich entwickelnden Kreatur. Vincenzo Natali hat hier sehr viel Feingefühl bewiesen, in dem er der Kreatur menschliches Empfinden verliehen hat und es sogar frühkindliche Entwicklungsphasen durchläuft. Die ganze Beziehungsdarstellung in SPLICE steigert sich immer weiter, so dass es fast schon zu einem abstrusen, moralisch verwerflichen Verhalten der beiden Biogenetiker kommt, was das Fortbestehen des Projekts angeht, und alles in einem dramatischem Höhepunkt gipfelt. Dies ist auch ein Punkt unsererseits ein wenig Kritik anzusetzen, da mit der fortschreitenden Entwicklung des Films und des darin behandelten Experiments die Handlungen der Hauptprotagonisten für den Zuschauer immer weniger nachvollziehbar werden. Etwas weniger effektvolle Verhalten (z.B. die Blutrünstigkeit des Mutanten) und unauffälligere Mutationen hätten eine realistischere und wirkungsvollere Grundatmosphäre ergeben. Sehr zu Gute kommt dem Film aber, dass Vicenzo Natali trotzdem sehr darauf bedacht war SPLICE nicht als einen Mutantenfilm umzusetzen, sondern sich an literarischen Vorbildern wie FRANKENSTEIN, DIE INSEL DES DR. MOREAU und DR. JEKYLL UND MR. HYDE zu orientieren. Natali, der nebenbei bemerkt auch das Drehbuch verfasst hat, hat das Hauptaugenmerk nicht direkt auf das Verhalten der Kreatur gelegt, sondern vielmehr auf die Konsequenzen, welche die beiden Wissenschaftler durch ihre Erschaffung zu erwarten haben. Dies macht den Film auf bestimmte Art und Weise doch noch relativ nachvollziehbar, er verliert aber, wie bereits erwähnt, im immer effektvolleren Verlauf etwas Glaubwürdigkeit, was bei den Zuschauern für (leicht negative) Ernüchterung sorgt/sorgen kann. Die schauspielerische Leistung der Darsteller ist durchweg positiv zu beurteilen. Man nimmt ihnen ihre Sorgen und Ängste definitiv ab, auf Grund ihres überzeugenden Schauspiels. Auch an der technischen Umsetzung gibt es nichts zu bemängeln. Vicenzo Natali hat mit sehr viel liebe zum Detail gearbeitet. Fazit: SPLICE ist, trotz unserer ansatzweise negativen Kritik, ein sehr gut inszenierter Film, mit durchweg guten schauspielerischen Leistungen. Vicenzo Natali hat einen durchschnittlich sehr guten Film geschaffen, der sich ab Beginn gut und stetig entwickelt, leider aber gegen Ende etwas aus der Bahn läuft. SPLICE ist sicherlich auch kein Film für eben mal zwischendurch, sondern ein Film der Zeit und Gedanken beansprucht. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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