Legion - Kino Review





Poster



Titel: Legion

Originaltitel: Legion

Genre: Fantasy, Action, Horror

Altersfreigabe: ab 16 Jahren - FSK

Land/Jahr: USA 2010

Regie: Scott Stewart

Drehbuch: Scott Stewart, Peter Schink

Produzenten: David Lancaster, Michel Litvak, Jonathan Rothbart, Gary Michael Walters

Darsteller: Paul Bettany, Lucas Black, Tyrese Gibson, Adrianne Palicki, Charles S. Dutton, Kevin Durand, Jon Tenney, Willa Holland, Kate Walsh, Dennis Quaid, Jeanette Miller, Cameron Harlow, Doug Jones, Josh Stamberg, Yancey Arias

Verleih: Sony Pictures

Laufzeit: ca. 100 Min.

Offizielle Webseite & Trailer: » HIER KLICKEN «




Kinostart: 18. März 2010



Kurzinhalt des Films:

Ein abgelegenes Diner wird unvermittelt zum Schauplatz eines Kampfes, bei dem es um nichts Geringeres geht, als um das Überleben der Menschen. Als Gott den Glauben an die Menschheit verliert, entsendet er eine Legion von Engeln, damit sie die Apokalypse über die Erde bringen. Die letzte Hoffnung der Menschen gründet sich auf eine Gruppe von Fremden, die mitten in der Wüste gefangen sind, sowie auf den Erzengel Michael.



Trailer:

Player runterladen um das video zu sehen




Eindruck:
Review von B. Köstens - Prüfungsmedium: Kino
Mit freundlicher Unterstützung der Pressebetreuung


Erzengel Michael hält nichts von Gottes Idee, mal eben so mit einer weiteren Sintflut die Menschheit auszulöschen, nur weil diese sich nicht so wie erhofft entwickelt hat. Also noch mal kurz dem Chef den Stinkefinger gezeigt, Bruder Gabriel ade gesagt und runter geht es auf die Erde... Flügel ab, Kofferraum bis obenhin mit Waffen packen und die Menschheit retten. Deren letzter Zufluchtsort (und Zentrum der Handlung von LEGION) ist ein heruntergekommenes Diner im Nirgendwo Amerikas.

Was in der Zusammenfassung nach einem unterhaltsamen Mix aus Trash, Horror, Blut und coolen Sprüchen, oder auch grob wie FEAST mit Engeln statt Monstern klingt, entpuppt sich beim anschauen leider recht schnell als ein eher mittelprächtiges "Sehvergnügen". Nicht besser macht es da die Tatsache, dass die Studiobosse scheinbar so begeistert von Scott Stewarts erster Drehbuchfassung waren, dass sie darin einen potentiellen Hit sahen, der allerdings, wen wunderts, noch jede Menge Feinschliff benötigte, um die Massen und nicht nur Genrefans in die Kinos zu locken. Heißt also: Weniger blutiges Geschnetzel und mehr, äh... irgendwas, oder so... Ob letztendlich die Überarbeitung Schuld am Ergebnis ist, werden wir wohl nie erfahren. Das ändert aber letztendlich auch nichts am Endergebnis.

Das größte Manko von LEGION ist wohl das fehlende oder falsch getimte Tempo des Films, was besonders in den wenigen Actionsequenzen bemerkbar wird, die irgendwie energielos wirken, was leider auch noch von einer teilweise unpassenden musikalischen Untermalung unterstützt wird. Zwar gibt es ein paar nette Ideen, wie z.B. als Waffe und Schutzschild eingesetzte Engelsflügel oder den durchgeknallten Eismann, aber wirklich vom Hocker reißen tun diese wenigen "coolen" Elemente einen auch nicht. Zumal man von jemandem wie Stewart, der u.a. an den visuellen Effekten von Filmen wie SIN CITY, BLADE RUNNER und FLUCH DER KARIBIK beteiligt war, ruhig etwas mehr erwarten kann. Der Film baut nach einer netten ersten halben Stunde, bei der einem lediglich Paul Bettany als Michael leicht fehlbesetzt vorkommt, immer weiter ab, und zwar mit jedem hinzukommenden Charakter. Denn ein wenig mehr als die üblichen Verdächtigen hätten es dann ruhig schon sein können aber stattdessen tummeln sich in Bob´s (noch ganz passabel von Dennis Quaid gespielt) Diner nur die üblichen, klischeehaften Verdächtigen. Vom schwarzen, gläubigen Koch, der schwangeren Bedienung, dem verliebten Automechaniker bis zum schwarzen, Hip Hop-Mucke hörenden mit dicker Knarre sind alle Klischees bedient.

Wirklich schlecht wird LEGION dann allerdings erst zum Schluss, der ins lächerliche Religionsgefasel abdriftet und den Zuschauer sicherlich mit einem noch etwas negativeren Eindruck zurücklässt, als es der Rest des Films getan hätte.

Fazit: LEGION ist eine nette, aber ziemlich schlecht umgesetzte Idee, der es überwiegend an Tempo, etwas weniger eindimensionalen Charakteren und einer ordentlichen Portion Blut mangelt. Genrefans, denen gerade die Filme ausgegangen sind, können trotzdem mal einen Blick riskieren, sollten aber nicht zu viel erwarten.

Wir geben durchschnittliche: 3 von 6 Sternen

















Press Pics

Rechtliche Hinweise:
Diese DVD- & Filmbeschreibung ist als Verbraucherinformation gedacht und stellt keine Werbung dar!
Allgemein: Das © der Filmbilder liegt bei der jeweiligen Verleihfirma.
Um "Traffic-Klau" vorzubeugen wurde der Schriftzug "GruselSeite.com" in die Filmbilder hineingearbeitet.
Das Kopieren jeglicher Texte dieser Filmbeschreibung darf nur unter Angabe von "GruselSeite.com" als Quelle
und mit einer Verlinkung auf dieses Review erfolgen!
Wir behalten uns das Recht vor diese Filmbeschreibung in Zukunft noch zu ändern/editieren!