FRONTIER(S) - DVD Review





US-Kinoplakat



Titel: Frontier(s)

Originaltitel: Frontier(s)

Genre: Survivalhorror, Terrorfilm, Exploitation

Altersfreigabe: unbekannt

Land/Jahr: Frankreich 2007

Regie: Xavier Gens

Drehbuch: Xavier Gens

Produzenten: Laurent Tolleron, Hubert Brault, Luc Besson

Darsteller: Karina Testa, Aurélien Wiik, Patrick Ligardes, David Saracino, Maud Forget, Samuel Le Bihan, Chems Dahmani, Amélie Daure, Estelle Lefébure, Rosine Favey, Adel Bencherif, Joël Lefrançois, Jean-Pierre Jorris



DVD (Verkauf)

Verleih: Sunfilm
DVD-Verleihstart: unbekannt
DVD-Verkaufstart: unbekannt
Verpackung: unbekannt
DVDs enthalten: unbekannt
Ton:
unbekannt
Untertitel: unbekannt
Bild: 2,35 : 1
Laufzeit: ca. 104 Min.
Uncut: [X] Ja [ ] Nein [ ] Unklar

Extras: unbekannt



Kurzinhalt des Films:

In Paris und Umgebung ist die Kacke mal wieder ordentlich am Dampfen: Die anstehenden Wahlen lassen in den Banlieus Chaos ausbrechen. Mit einem Haufen Geld im Kofferraum und einer nicht ganz geringen Mitschuld am Ausnahmezustand flüchten vier Jugendliche aus dem Brandherd Großstadt in die Provinz. Im Schutz der Dämmerung fahren sie in zwei Gruppen aus der Stadt hinaus und suchen Unterschlupf in einer abgelegenen Pension, irgendwo im Niemandsland. Dumm nur, dass dieses Domizil von einer Horde inzestuöser Folterknechte betrieben wird, die nichts anderes im Sinn haben, als den vorlauten Kids eine Lektion zu erteilen. Doch die sind leidensfähiger als gedacht – und nach der Hölle gibt es Kontra...



Trailer:

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Eindruck:
Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Presse-DVD
Mit freundlicher Unterstützung von Sunfilm


Mit HITMAN schuf Regisseur Xavier Gens eine nicht ganz unblutige Videospielverfilmung, die bei vielen allerdings nicht gut ankam. Das wird sich mit diesem Film ändern, zumindest was die hartgesottenen Horrorfans angeht!

FRONTIER(S) ist knall hartes Terrorkino im bestem Stil der härtesten Exploitation-Filme der 70er Jahre, und traut sich das zu zeigen was Regisseur Eli Roth in HOSTEL nicht wagte. Vergleiche liegen nahe, aber FRONTIER(S) kommt deutlich schneller in Fahrt, und vergisst dabei auch einen gewissen Grad an Situationskomik nicht.
Am besten ist FRONTIER(S) als perfekte Mischung aus THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE, HIGH TENSION und MIKE MENDEZ KILLERS zu beschreiben. Letzterer Titel, weil ein gewisser Trashfaktor (storymäßig) nicht von der Hand zu weisen ist.
So handelt es sich bei den "Folterknechten" und eine neofaschitische Familienbande mit kannibalistischen Ambitionen und (dem Bunker unter dem Haus nach zu urteilen) kranken, "reinrassigen" Weltherrschaftsplänen; die ihre durch Inzucht geschädigten Kinder im unterirdischen Komplex ihres Anwesens, nebst gepökelten Leichen einschliessen.

Der Härtegrad ist enorm hoch! FRONTIER(S) braucht sich auf keinen Fall hinter Alexandre Aja´s Besten (HIGH TENSION, THE HILLS HAVE EYES) zu verstecken, und schon gar nicht qualitativ... Den Zuschauer erwartet ein knall hartes Hochglanz-Splatterfest!

Interessant sind vor allem die verspielte Kameraführung und -einstellungen. Xavier Gens arbeitete viel mit Tiefenschärfe, die vor allem in bestimmten Szenen das Sichtfeld der Opfer atmosphärisch in Szene setzt. Es entsteht ein realistischer Eindruck des Tunnelblick-Effekts, der dem Zuschauer extrem verdeutlicht das es nur um zwei Dinge geht: "Bloß weg" und "Überleben"... um jeden Preis!

Die Schauspieler wirken durch die Bank 100%ig überzeugend. Vor allem brilliert Karina Testa (als Yasmine), die ihre Opferrolle nie dagewesen gut spielt. Gegen Ende des Films erleben wir Yasmine als blutverschmiertes, zitterndes Häufchen Elend, dass man fast weinen möchte. Und dabei fällt einem auch der Unterschied zwischen europäischen und US-Produktionen auf! In letzteren sind die extrem maltretierten Opfer meist noch dazu in der Lage (oft zu cool) zum finalen Schlag gegen die Peiniger auszuholen, also z.B. mit dem Auto noch mal den Rückwärtsgang einzulegen, um den Täter ein zweites mal zu überrollen (im übertragenen Sinne).
Yasmine will einfach nur der Hölle entkommen. Es stellen sich ihr aber immer wieder Hindernisse in den Weg, oder sie gelangt "blauäugig geschockt" in Sackgassen, aus denen sie sich nur mit Hilfe extremster Gewalt befreien kann. Es geht nicht um Heldenmut sondern um das nackte Überleben, und genau das macht den wahren Horror aus!

Die Sets bestechen durch eine gelungene Schmuddelästhetik, die allgemein bei Exploitationfilmen sehr beliebt ist. Vor allem da die Opfer u.a. im Schweinestall eingesperrt werden wird es irgendwann ziemlich eklig. Aber wir haben schon genug verraten...

Wann genau der Film in Deutschland auf den Markt kommt, und ob es gravierende Einschnitte im Filmmaterial geben wird, ist uns noch nicht bekannt.
In Deutschland wird FRONTIER(S) im April diesen Jahres im Rahmen des Fantasy Filmfests (in verschiedenen Städten) uraufgeführt.
Zu einer Kinoauswertung wird es unserer Einschätzung nach nicht kommen. Dazu ist der Stoff zu hart und leider nicht massenkompatibel genug...

Fazit: FRONTIER(S) betäubt alle Sinne. Ein Hochglanz-Hardcore-Exploitation-Terrorfilm der Spitzenklasse! Nichts für schwache Nerven!

Wir geben Bestwertung: 6 von 6 Sternen:

















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