DREAD - DVD Review





DVD



Titel: Dread

Originaltitel: Dread

Genre: Thriller

Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe - FSK

Land/Jahr: England 2009

Regie: Anthony DiBlasi

Drehbuch: Anthony DiBlasi, Clive Barker

Produzenten: Lauri Apelian, Clive Barker, Joe Daley, Jorge Saralegui, Nigel Thomas, Charlotte Walls, Peter Bevan, Jeremy Burdek, Anthony DiBlasi, Nadia Khamlichi, Adrian Politowski, Karl Richards

Darsteller: Jackson Rathbone, Shaun Evans, Hanne Steen, Laura Donnelly, Jonathan Readwin, Vivian Gray, Carl McCrystal, Derek Lea, Siobhan Hewlett, Kieran Murphy, Cheyanne Raymond, Zoe Stollery, Elspeth Rae, Erin Gavin



DVD (Verleih & Verkauf)

Verleih: Sunfilm
DVD-Verleihstart: 09.04.2010
DVD-Verkaufstart: 07.05.2010
Verpackung: Amaray
DVDs enthalten: 1
Ton:
- Deutsch: DD 5.1, DTS
- Englisch: DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35 : 1
Laufzeit: ca. 90 Min.
Uncut: [ ] Ja [ ] Nein [X] Unklar

Extras:
• Making of
• Interviews
• Trailer



Kurzinhalt des Films:

Die drei Studenten Quaid, Stephen und Cheryl starten ein Projekt, das sich mit Furcht beschäftigt. Zu diesem Zweck sucht das Trio auskunftsfreudige Menschen, die über ihre tiefsten Ängste und persönlichen Dämonen sprechen wollen. Doch weder Stephen noch Cheryl ahnen, dass dies für Quaid nur die Vorstufe ist. Er möchte die Studie noch weiter ausreizen: Denn er glaubt, dass man Ängste nur überwinden kann, wenn man mit ihnen konfrontiert wird. Oder aber man zerbricht an ihnen. Und um sein Experiment zum Erfolg zu führen, schreckt Quaid nicht davor zurück, Stephen und Cheryl die Hölle auf Erden erleben zu lassen...



Trailer:

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Eindruck:
Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Kauf-DVD
Mit freundlicher Unterstützung von Sunfilm


DREAD ist ein sehr surrealer Film, dessen Kameraeinstellungen, Settings und starke Kontraste dafür sorgen darzustellen, dass jeder der behandelten Charaktere tief in seiner eigenen Welt wohnt und sich mit Problemen rumschlagen muss, die normale Menschen nur schwer nachvollziehen können. Es sind dennoch nicht unbedingt gestörte Persönlichkeiten, sie wurden lediglich vom Schicksal gebeutelt. Nur Quaid steht seit dem brutalen Mord an seinen Eltern (eine ziemlich "abgefahrene" Darstellung eines Axt-Mordes) unter medikamentöser Behandlung, denn ohne Medikamente wird er von blutigen Visionen und Verfolgungswahn geplagt. Im Rahmen des Angst-Experiments setzt er, ohne das Wissen seiner Freunde, die Psychopharmaka ab, um durch die bewusste Konfrontation mit seinen Visionen im Rahmen der Angststudie den Teufel, der ihn seit Kindesalter verfolgt, zu besiegen. Genau darum ist es nicht bloß ein Studienprojekt für Quaid... mit blutigen Konsequenzen für alle anderen Beteiligten.

Technisch ist der Film auf jeden Fall überdurchschnittlich gut gelungen, jedoch fällt uns eine Bewertung hier schwer. Ein bisschen fehlt eine Rahmenhandlung, bzw. die Darstellung des normalen Lebens der Studenten. Tatsächlich fällt uns etwas negativ auf, dass sich hier weitestgehend auf das Wesentliche konzentriert wurde. Die Story ist durch ihre surreale Verspieltheit und Visualität für Ottonormalfilmeschauer nicht wirklich greifbar. Man hat das Gefühl man betrachte einen realistischen aber ziemlich nüchternen Alptraum, was zwar ganz im Sinne des Autors und Produzenten Clive Barker ist, aber letztendlich für die meisten Interessierten nichts halbes und nicht ganzes darstellen könnte. Es geht um rudimentäre Psychologie und 1-2 deftige, SAW-artige Folterspielchen mit einem ähnlich schockierenden Ende...

Die Schauspieler wurden etwas merkwürdig gecastet. Der milchgesichtige Jackson Rathbone (TWILIGHT) hat anscheinend einen Doppelgänger oder ist sehr wandlungsfähig. Die meisten Charaktere sehen irgendwie zu ähnlich aus, so dass man eine deutliche Vorliebe für bestimmte Gesichtszüge bei den Casting-Verantwortlichen vermutet. Man fühlt sich leicht an SAW 4 und SAW 5 erinnert, die eigentlich eher wegen der Ähnlichkeit der Darsteller verwirrt haben denn durch ihre Plottwists. Im Großen und Ganzen spielen die Schauspieler ihre Rollen innerhalb der tristen Clive Barker-Fantasiewelt aber sehr gut.

Das Bild des Films ist für unseren Geschmack etwas zu kontrastreich. Die Bildqualität der DVD- und blu-ray-Veröffentlichungen ist also wegen der angewendeten Stilmittel schwer zu bewerten.
Die Synchronisation und Tonqualität ist im oberen Mittelfeld anzusiedeln. Erstere ist anfänglich gewöhnungsbedürftig.
Das Making of auf der von uns geprüften Disc entpuppte sich leider als ein unbearbeiteter und unkommentierter Blick hinter die Kulissen, bietet aber auch gute Einblicke in die Erschaffung der gelungenen Spezialeffekte.

DREAD scheint ungeschnitten, jedoch wird der Thriller mit einer Laufzeit von ca. 108 Minuten in der IMDb angegeben (hier nur 90).

Fazit: Trotz der nüchternen Kritik hat uns DREAD ziemlich gut gefallen. Vor allem besticht der Film durch einen recht hohen Härtegrad. Er verspielt seine besten visuellen Effekte aber gleich zu Beginn. Einmalig ein sehr empfehlenswerter, bitterböser Exploitation-Thriller auf eher psychologischer Ebene.

Wir geben befriedigende 3,5 von 6 Sternen:

















Press Pics

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