Review: The Texas Chainsaw Massacre

The Texas Chainsaw Massacre - Remastered Blu-ray DVD Cover FSK 18
Beispiel-Cover – Entspricht nicht der hier geprüften Edition!

Kurzinhalt & Trailer:

Es beginnt wie ein idyllischer Sommerausflug. Die vier gutgelaunten jungen Menschen in ihrem Auto ahnen noch nicht, dass dieser freundliche schöne Tag zum entsetzlichsten, schrecklichsten und letzten ihres Lebens wird. Als ihnen in einer einsamen Gegend das Benzin ausgeht – ganz in der Nähe eines alten Schlachthofes – nimmt ihr grauenvolles Schicksal seinen Lauf…

Originaltitel: The Texas Chainsaw Massacre

Jahr: 1974

Genre: Terrorfilm, Backwoodhorror, Exploitation

Kinostart: 1974

3D:

Altersfreigabe: ab 18 Jahren – FSK

Produktionsland: USA

Regie: Tobe Hooper

Drehbuch: Kim Henkel, Tobe Hooper

Produzenten: Tobe Hooper, Louis Peraino, Jay Parsley

Darsteller: Marilyn Burns, Allen Danziger, Paul A. Partain, William Vail, Gunnar Hansen, Teri McMinn, Edwin Neal, Jim Siedow, John Dugan, Robert Courtin, William Creamer, Jerry Green, Ed Guinn, Joe Bill Hogan, Perry Lorenz

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: deutsche Blu-ray
Mit freundlicher Unterstützung von NSM Records

Zitat vom Cover: „The Texas Chainsaw Massacre wurde als krank, pervers und gewaltverherrlichend abgestempelt, von der Kirche angegriffen, von Regierungen verboten und seinerzeit nur von den mutigsten Kritikern als ‚der Film, der Horror neu definierte‘ gewürdigt. Das Blutgericht in Texas hat das Publikum weltweit gespalten, schockiert und verblüfft, einen Maßstab in seinem Genre gesetzt und die Weichen neu gestellt.
1974 ließ Autor, Regisseur und Produzent Tobe Hooper seine düstere Vision auf die Menschheit los – eine Geschichte über fünf junge Freunde, deren unschuldige Fahrt ins Grüne an einem Sommernachmittag zum schrecklichen Alptraum wird. Für eine ganze Generation avancierte ‚Leatherface‘ zur Horror-Ikone und der Film zum Kult. Tobe Hoopers Kettensägenmassaker bleibt ein Meilenstein des Exploitation-Kinos und zählt auch heute noch zu den Furch einflößendsten Horrorfilmen aller Zeiten…“

The Texas Chainsaw Massacre - Szenenbild

Dem ist soweit eigentlich nichts mehr hinzuzufügen… Vor allem technisch empfinde ich The Texas Chainsaw Massacre als für seine Zeit weit voraus. Perfekte, auf Zelluloid gebannte Kameraeinstellungen, tolle Schauspieler und eine regelrecht nervenzerfetzende Soundkulisse lassen einem bereits nach einer kurzen Anlaufzeit das Blut in den Adern gefrieren. So ist es kein Wunder, dass der für seine Zeit recht schnell geschnittene Streifen als eines der absoluten Vorbilder für moderne Genre-Beiträge gilt und oft zitiert wird (nicht nur in Horrorfilmen). Hoopers Kameraeinstellungen sind schlichtweg brillant, wie man bereits unschwer schon am Trailer erkennen kann, und revolutionierten damals die Art und Weise wie Genre-Filme (auch heute noch) produziert werden sollten…

The Texas Chainsaw Massacre - Szenenbild

Obwohl der Titel sehr eindeutig ist, spritzt tatsächlich so gut wie kein Blut in diesem Klassiker. Tobe Hooper verstand es bei diesem/seinem Debütfilm außerordentlich gut mit der Psyche des Zuschauers zu spielen und wandte viele bildgestalterische Kniffe an ihm vorzugaukeln, er würde einen Splatterfilm sehen. Sehr brutal ist The Texas Chainsaw Massacre aber trotzdem, denn die Sawyer Familie geht nicht gerade zimperlich mit ihrem Essen… pardon, ihren Opfern um!
Leider konnten aber Hoopers folgenden Werke (z.B. Crocodile, Toolbox Murders & Mortuary) größtenteils nicht mehr an die ursprüngliche, damalige technische und erzählerische Brillanz von The Texas Chainsaw Massacre anknüpfen; und mit der sich immer weiter entwickelnden Technik wurde von Hooper, bis zu seinem unerwarteten Tod im August 2017, nicht mehr in dem Maße experimentiert, wie er es noch bei diesem/seinem Erstling getan hat, der bis heute aus vielen Gründen Kultstatus besitzt… Die beiden einzigen Ausnahmen bilden diesbezüglich der Kultfilm Poltergeist (als Auftragsarbeit unter der Schirmherrschaft Steven Spielbergs) und die direkte Fortsetzung The Texas Chainsaw Massacre: Part 2, der aber eher als blutrünstige Horrorkomödie zu klassifizieren ist.

The Texas Chainsaw Massacre - Szenenbild

Fazit:

Ein echter Meilenstein im Horrorgenre! – Skurril, roh, nervenzerfetzend und subjektiv ziemlich pervers ist und bleibt das Blutgericht in Texas ein zeitloses Meisterwerk. Auch heute noch absolut sehenswert, vor allem in dieser restaurierten, ungeschnittenen Fassung!

Wertung: 6 von 6 Punkten

 

Interview mit Gunnar Hansen (Leatherface) (untertitelt)
 

DVD / BLU-RAY / 4K UltraHD (Verkauf)

Die hier geprüfte, auf 5000 Stück limitierte, erste Neuveröffentlichung (3 Discs Digipack) aus den Hause NSM Records ist qualitativ auf höchstem Niveau. In dem schicken und griffigen Schuber befindet sich der neu abgetastete, ungeschnittene Film jeweils auf DVD und blu-ray-Disc. Die Turbine Media Group hat bei der Restaurierung ganze Arbeit geleistet und nicht nur die Auflösung und Schärfe der Bilder neu angepasst, sondern auch die Farben korrigiert. NSM Records spendierte der österreichischen Fassung erstmalig eine komplett deutsche Sprachfassung, bei der keine Sprünge oder Übergänge bei den bisher nicht synchronisierten Szenen auffallen. Auf einer dritten Disc (DVD) gibt es stolze 160 Minuten Bonusmaterial zu bestaunen, angefangen bei Trailern, bis hin zu spannenden und interessanten Dokumentationen über den Film und die Dreharbeiten. Die perfekte Veröffentlichung für echte Fans!

Verleih: NSM Records

Verleihstart: 14.12.2009

Verkaufstart: 14.12.2009

Verpackung: Digipack

Discs enthalten: 2 DVDs & 1 Blu-ray

Wendecover: Nein (FSK Aufkleber)

Schuber: Ja

Ton:
• Deutsch: DD 5.1, Mono (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Englisch: DD 5.1, Stereo, Mono (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bildformat: 1,78 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 84 Min. (ca. 88 Min. Blu-ray)

Uncut: Ja

Extras:
• Film-DVD
• Film-Blu-ray
• Multi-Angle Introtext (Deutsch, Englisch)
• Neue HD-Abtastung vom 16mm Kamera-Original
• Audiokommentare
• Dokumentation: The shocking Truth
• Dokumentation: Flesh Wounds
• Dokumentation: Off the Hook
• Führung durch das Haus von Gunnar Hansen
• Deleted Scenes
• Outtakes
• Bloopers
• The shocking Truth Outtakes
• Trailer

* Mittlerweile gibt es sehr viele verschiedene remasterte Versionen des Films, sogar in 4K. Dieses Review bezieht sich auf die erste 3-Disc-Fassung aus dem Jahr 2009.

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