Review: The ReZort

The Rezort - DVD Blu-ray Cover FSK 16

Kurzinhalt & Trailer:

Seit der großen Zombie-Apokalypse ist die Welt eine andere geworden. Zwei Milliarden Tote und unzählige traumatisierte Seelen hat die Pandemie gekostet. Doch selbst aus unvorstellbaren Katastrophen kann man Profit schlagen. Mit ‚The ReZort‘ wurde ein einzigartiger Ort geschaffen, der Luxusferien auf einer Trauminsel mit dem Nervenkitzel von Zombie-Jagd verbindet. Ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem hält die zum Abschuss freigegebenen Untoten dabei in Schach – bis es versagt. Eine Gruppe von Amateur-Jägern wird plötzlich zu Gejagten. Bei dem Versuch, sich vor der untoten Meute zu retten, kommen die Zombie-Touristen zufällig dem ungeheuerlichen Geheimnis von ‚The ReZort‘ auf die Spur. Denn das wahre Monster ist kein bissiger Untoter.

Originaltitel: The ReZort

Jahr: 2015

Genre: Zombiehorror

Kinostart:

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 16 Jahren – FSK

Produktionsland: England, Spanien, Belgien

Regie: Steve Barker

Drehbuch: Paul Gerstenberger

Produzenten: Nick Gillott, Karl Richards, Charlotte Walls, Al Hardiman, Nadia Khamlichi, Adrian Politowski, Gilles Waterkeyn

Darsteller: Dougray Scott, Jessica De Gouw, Jassa Ahluwalia, Martin McCann, Robert Firth, Richard Laing, Claire Goose, Jamie Ward, Shane Zaza, Elen Rhys, Bentley Kalu, Sam Douglas, Lawrence Walker, Manuela Maletta, Sean Power, Catarina Mira

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: deutsche Blu-ray
Mit freundlicher Unterstützung von Ascot Elite

Durch eine Zombie-Apokalypse sind also knapp zwei Milliarden Menschen gestorben… Ob das nun sehr viel oder eher wenig ist, darüber können sich Zombiefans gerne streiten. Auf jeden Fall ist The ReZort kein postapokalyptischer Zombiefilm, wie z.B. durch die Romero Filme und The Walking Dead gewohnt, sondern einer, in dem sich die Menschheit bereits wieder gefangen hat. Es gab einen sogenannten Krieg gegen Infizierte, dieser wurde von den Menschen gewonnen, es gibt jede Menge unter dem Krieg leidende Menschen – also Flüchtlinge – und eine Firma, die eine Insel nahe Afrika gekauft hat, um dort einen Zombie-Themenpark, genannt ‚The ReZort‘, mit echten Zombies zu bauen. Soweit die Vorgeschichte…
Nun prangert auf dem deutschen Cover ziemlich dick der Schriftzug „Jurassic Park trifft auf The Walking Dead„. Die Vergleiche mit The Walking Dead sind aber sehr weit hergeholt, außer dass es eben ein Film mit Zombies ist, die auch sehr hübsch geschminkt wurden und denen jede Menge Kugeln in die Köpfe gejagt werden. Vergleiche mit Jurassic Park sind da schon eher angebracht, denn teilweise scheint die Story 1:1 abgekupfert. Nur dass eben Dinos durch Zombies ersetzt wurden und diese für Besucher zum Abschuss freigegeben sind.
Das klingt schon mal gut und für einen durch die FSK ab 16 Jahren freigegebenen Zombiefilm ist der (Zombie-)Bodycout auf jeden Fall sehr hoch.

The Rezort - Szenenbild

Im Themenpark für gestresste Manager oder reiche Psychowracks, die noch an den Folgen des Krieges leiden, werden Zombies mehr oder minder in Massen auf Rezept oder gegen Bezahlung abgeschossen, natürlich unter kontrollierten Bedingungen… In eine Gruppe schießwütiger Besucher schleicht sich aber eine Aktivistin, die für eine Organisation arbeitet, die für die Rechte der Zombies kämpft (ziemlich blödsinnige Idee). Diese weiß allerdings nur, dass sie in die Schaltzentrale des Besucherzentrums gelangen, einen USB-Stick einführen, und damit automatisiert ein paar Daten klauen muss. Dass die Aktivistin gleichzeitig auch einen Virus ins Sicherheitssystem der Insel einspielt, der das gesamte System lahmlegt, dass bemerkt sie erst als es bereits zu spät ist und die Zombies schon vor der Tür stehen…
Im Verlauf stellt sich dann auch heraus, dass die Organisation (man kann es zu Beginn des Films schon erahnen), die ‚The ReZort‘ betreibt, einiges an Dreck am Stecken hat.

The Rezort - Szenenbild

Technisch gesehen ist an The ReZort (für einen B- bis C-Movie-Maßstab) nichts auszusetzen, aber auch nichts wirklich positives zu vermerken. Die Story wird in schicker Hochglanzoptik präsentiert, der es allerdings an stylischen Kamera-Verspieltheiten mangelt. Düster, und somit passend zu einer „Zombiekatastrophe“ (es ist ja keine Zombiekalypse), sieht irgendwie anders aus. The ReZort wirkt durch eine sehr digitale und helle Optik insgesamt zu geleckt und edel. Der Regisseur hat wohl streng nach Vorgabe der Produktionsfirma gearbeitet und durfte sich anscheinend nicht kreativ austoben… Von Steve Barker (Outpost: Black Sun) sind wir eigentlich anderes gewohnt.
Das ist aber ein zu vernachlässigender Kritikpunkt. Es wirkt nur etwas unpassend, dass ein Zombiefilm so clean aussieht, abgesehen von den zahlreichen, blutigen Headshots und schön schmuddelig „sonnengegerbten Zombies“.
An brutalen Szenen gibt es dann leider auch kaum anderes als Kopfschüsse zu sehen… sogar die Zombies wirken recht unverstümmelt/unversehrt, was aber letztendlich mit zur Story gehört. Hier müsste ich aber gravierend spoilern und darum beschränken wir uns auf die Aussage, dass die Absichten der Organisation in storytechnischem Sinne durchaus kreativ und auf aktuelle Ereignisse im Weltgeschehen abgestimmt sind, so komisch das auch klingt. Falls ihr den Film schon gesehen habt, bekommt diese Aussage bitte nicht in den falschen Hals!

The Rezort - Szenenbild

Fazit:

The ReZort ist ein guter Lückenfüller und rein qualitativ nicht schlecht produziert. Die Charaktere und ihre Schauspieler sind austauschbar, die Story orientiert sich zu sehr an Jurassic Park und insgesamt wirkt dieser Beitrag für einen Zombiefilm zu sauber/edel. Aber einen Blick kann man durchaus riskieren, nur darf man nicht zu viel erwarten. Ich spreche hier also von einer befriedigenden Gesamtleistung in Schulnoten… ob mit Plus oder Minus, dass ist dann letztendlich Geschmackssache.

Wertung: 3,5 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)

Dass Ascot Elite generell sehr hochwertige Veröffentlichungen auf den Markt bringt ist wohl bekannt. An der Bildqualität der hier geprüften Blu-ray gibt es also nichts auszusetzen. Leider stimmt aber irgendwas mit dem Ton nicht, und zwar immer dann, wenn Stimmen außerhalb des Bildes wandern (bei Kameraschwenks und Perspektivwechseln). Die Stimmen werden dann sehr dumpf und ich hatte wirklich Schwierigkeiten das Gesprochene noch zu verstehen. Zwei-drei Extras sind auch auf den deutschen Silberlingen (DVD & Blu-ray) enthalten. Die Frage ist nur, ob der Film gut genug ist, dass sie einen interessieren?

Verleih: Ascot Elite

Verleihstart: 16.09.2016

Verkaufstart: 16.09.2016

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle

Discs enthalten: 1

Wendecover: Ja

Schuber: Ja

Ton:
• Deutsch: DD 5.1
• Englisch: DD 5.1
• Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1

Untertitel: Deutsch

Bildformat: 2,39 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 87 Min. (ca. 91 Min. Blu-ray)

Uncut: Ja

Extras:
• Behind the Scenes
• Die visuellen Effekte
• Trailer

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