Review: Rupture

Rupture - DVD Blu-ray Cover FSK 16

Kurzinhalt & Trailer:

Die alleinerziehende Mutter Renee wird auf offener Straße gekidnappt und in eine geheimnisvolle Einrichtung verschleppt. Dort führen mysteriöse Wissenschaftler medizinische Tests an ihr und an anderen Gefangenen durch. Unter Drogen gesetzt, wird sie nicht nur nach ihrer medizinischen Vergangenheit, sondern auch nach ihren schlimmsten Ängsten befragt. Wie ist sie hier gelandet? Warum wurde ausgerechnet sie für diese Experimente ausgesucht? Es gibt einen Grund für die Auswahl der Entführer, und der ist nicht menschlicher Natur…

Originaltitel: Rupture

Jahr: 2016

Genre: Thriller, Horror

Kinostart:

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 16 Jahren – FSK

Produktionsland: USA, Kanada

Regie: Steven Shainberg

Drehbuch: Steven Shainberg, Brian Nelson

Produzenten: Monika Bacardi, Andrea Iervolino, Andrew Lazar, Steven Shainberg, Christina Weiss Lurie, Patrick DePeters, Matthew Helderman, Luke Dylan Taylor

Darsteller: Noomi Rapace, Peter Stormare, Kerry Bishé, Michael Chiklis, Lesley Manville, Ari Millen, Joel Labelle, Paul Popowich, Percy Hynes White, Sergio Di Zio, Jean Yoon, Morgan Kelly, Jonathan Potts, Brendan Jeffers

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: DVD

RUPTURE fängt wirklich vielversprechend an und ist in den ersten zwei Dritteln auch sehr spannend, weil man als Zuschauer genau so wenig über die Gründe der Entführung weiß, wie die Protagonistin Renee (Noomi RapacePrometheus). Man vermutet nur all zu leicht, dass die Kidnapper ähnliches vorhaben wie diejenigen im französischen Film Martyrs und gewisse Parallelen sind durchaus zu erkennen, bloß dass es hier nicht ganz so blutig zugeht und am Ende dann doch alles anders kommt. Fakt ist auf jeden Fall, dass das Mysterium um die Entführung und die Angst-Experimente, denen Renee und andere Inhaftierte ausgesetzt sind, die treibende Kraft des Films sind. Um so größer wird dann leider die Enttäuschung, wenn einem das Geheimnis schlussendlich offenbart wird… oder naja, eher angedeutet wird. Weil, wenn ich ehrlich bin, habe ich tatsächlich nicht 100%ig verstanden, was die Kidnapper wirklich wollen. Das Ende ist irgendwie zu einfach… aber gut, bis dahin wird eine zwar bunte (die merkwürdige Beleuchtung wird im Film erklärt), aber dennoch sehr spannende Survivalgeschichte geboten, die tatsächlich ganz anders ist, als es der Trailer vermuten lässt.

Rupture - Szenenbild

Besonders gut hat mir gefallen, dass sich Renee in keinster Weise doof anstellt, während sie durch das merkwürdige Gebäude, in das sie verschleppt wurde, umher irrt und Schritt für Schritt den geheimnisvollen Peinigern auf die Schliche kommt. Ja tatsächlich beobachtet sie die meisten Experimente nur aus sicherer Distanz und wird selbst nur gute zwei Male in Mitleidenschaft gezogen. Und nun wird es schwer den Film, bzw. was mir nicht so gut an ihm gefallen hat, genauer zu beschreiben, ohne zu spoilern. Sagen wir mal so: Das Ende kommt zu plötzlich… und nur durch Spinnen!? – Echt jetzt!?

Rupture - Szenenbild

Was Rupture nach dem recht enttäuschenden Schluss dann aber doch noch in eine, von unserer Seite aus „überdurchschnittliche Wertung“ rettet, sind vor allem die sehr spannenden ersten zwei Drittel, wie bereits einleitend angemerkt, und vor allem Noomi Rapaces grandioses Schauspiel. Die Frau konnte schon in Prometheus absolut überzeugen und mimt die weibliche, wehrhafte Opferrolle perfekt. Dann wäre da noch der gebürtige Schwede Peter Stormare (Fargo, Prison Break, American Gods), den man immer wieder gerne auf dem Schirm oder der großen Leinwand sieht. Allerdings schien dieses Werk sein schauspielerisches Talent nicht großartig zu fordern, was aber nicht bedeutet dass er eine schlechte Performance abgeliefert hat. Er wirkte in gewisser Weise nur leicht deplatziert… Auch Kerry Bishé ist ein bekanntes Gesicht, vor allem durch ihre Hauptrolle in der letzten Staffel der Krankenhaus-Comedy-Serie Scrubs. Und einige eingefleischte Kevin Smith Fans werden sie auch aus Red State kennen. In schauspielerischer Hinsicht gibt es also grundsätzlich nichts zu meckern.

Rupture - Szenenbild

Zu guter Letzt kann ich dann noch sagen, dass die Regiearbeit nahezu fehlerfrei ist. Dem Zuschauer entgeht kein einziges Detail und die Kameraeinstellungen spiegeln gekonnt die verschiedensten Stimmungen der Charaktere wieder. Allerdings mag die ungewöhnliche Ausleuchtung der Sets nicht jedem gefallen, sie ist aber ein wichtiger Bestandteil der Geschichte.
Ein einziger Fehler hat mich aber irgendwie richtig gestört, mag dies auch noch so kleinkrämerisch sein: In den Spritzen, die den Entführten gesetzt werden, um ihnen ein mysteriöses Medikament zu zuführen, befinden sich wirklich immer Luftbläschen! – Ja, ich weiß… aber solche Fehler sind wirklich SEHR einfach beim Dreh zu vermeiden…

Fazit:

Rupture ist grundsätzlich ein zufriedenstellender Genrebeitrag, das Ende hat mich aber wirklich gar nicht überzeugt. Eventuell lag es an der Darstellung, oder weil ich es einfach ein wenig doof und zu einfach fand. Ich weiß es nicht. Aber die ersten zwei Drittel machen wirklich Spaß und vor allem Noomi Rapace liefert nach ihren größten Hits Prometheus und den Stieg Larsson Verfilmungen (Verblendung, Verdammnis & Vergebung) erneut grandioses Schauspiel ab. Der Frau guckt man irgendwie gerne beim Überleben zu. Somit gibt es dann doch noch einen leicht abgewinkelten Daumen nach oben.

Wertung: 3,5 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)

Leider konnte ich nur die DVD sichten. Von daher ist es schwer die Bildqualität zu beurteilen, auch weil die Sets im Film meistens sehr bunt beleuchtet sind. Was mir sehr positiv aufgefallen ist, ist der toll abgemischte Surround Sound. Jedes Geräusch kommt gefühlt auch aus der Ecke, aus der es kommen sollte. Also Bonus hat Splendid Film noch ein Featurette und Interviews mit auf die deutschen Veröffentlichungen gepresst.

Verleih: Splendid Film

Verleihstart: 20.01.2017

Verkaufstart: 20.01.2017

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle

Discs enthalten: 1

Wendecover: Ja

Schuber: Nein

Ton:
• Deutsch: DD 5.1
• Englisch: DD 5.1
• Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bildformat: 2,39 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 97 Min. (ca. 101 Min. Blu-ray)

Uncut: Ja

Extras:
• Trailer

* Die Steelbook-Edition gibt es nur als Blu-ray.

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