Review: Prometheus

Prometheus - Blu-ray DVD Cover FSK 16

Kurzinhalt & Trailer:

Im Auftrag von Weyland Industries, vertreten durch Meredith Vickers, macht sich eine Forschergruppe und der Androide David auf eine Reise nach den Ursprüngen menschlichen Lebens.
Angeführt wird die Gruppe von den Forschern Elizabeth Shaw und Charlie Holloway, die davon überzeugt sind, dass die mysteriösen Zeichen, die sie weltweit entdeckt haben, sie zu wertvollen Antworten über den Beginn der Menschheit führen.
Die zweijährige Expedition führt die Passagiere der ‚Prometheus‘ schließlich zu den dunkelsten Ecken des Universums, wo sie Schlimmes erwartet…

Originaltitel: Prometheus

Jahr: 2012

Genre: Scifi-Horror

Kinostart: 09.08.2012

3D: Ja

Altersfreigabe: ab 16 Jahren – FSK

Produktionsland: USA

Regie: Ridley Scott

Drehbuch: Jon Spaihts, Damon Lindelof

Produzenten: David Giler, Walter Hill, Ridley Scott, Tony Scott, Michael Costigan, Michael Ellenberg, Mark Huffam, Damon Lindelof

Darsteller: Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron, Idris Elba, Guy Pearce, Logan Marshall-Green, Sean Harris, Rafe Spall, Emun Elliott, Benedict Wong, Kate Dickie, Patrick Wilson, Lucy Hutchinson, Giannina Facio

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: Kino (OmU), Kino, deutsche Blu-ray
Anzahl der Kritiker: 4
Mit freundlicher Unterstützung von 20th Century Fox

Wir sind etwas zwiegespalten, was das Alien-Prequel Prometheus angeht. Einerseits ist der Film ein super atmosphärischer Scifi-Horrortrip, allerdings mit weniger Horror als erwartet, und knüpft fast nahtlos vor Ridley Scotts Alien an; andererseits, darum das „fast“, sind andere Viecher als die vom Schweizer Designer H. R. Giger erschaffenen „Insekten mit Säureblut“ zu erwarten. Die Frage ist, wie viele Jahre zwischen dem „Prometheus-Zwischenfall“ (2097, wenn wir richtig zugehört haben) und Alien liegen, dass sich so was wie Schlangen und Tintenfische zu den uns Horrorfans nur all zu gut bekannten ‚Facehuggern‘ und ‚Xenomorphen‘ entwickeln konnten? – Das geht uns am Schluss irgendwie zu schnell… Ridley Scott und H. R. Giger hätten visuell (durch das Creaturedesign) einen noch eindeutigeren Zusammenhang zu Alien herstellen sollen, denn der Beginn seiner Vorgeschichte ist Prometheus auf jeden Fall. Für hartgesottene Fans der Reihe dürften aber einige gestalterische und erzählerische Elemente befremdlich wirken.

Prometheus - Szenenbild

Wie ihr auf unseren den Szenenbildern sehen könnt, werden diverse Vasen-artige Behältnisse im Laderaum des „Konstrukteur-Raumschiffs“ aufbewahrt, die zum Serienstart im Jahr 1979 richtige Xenomorphen-Eier waren, bzw. sein werden… Darin befinden sich verschiedene, durch die ‚Konstrukteure‘ gesammelte Spezies, doch was sie mit ihnen vorhatten, das muss der Film letztendlich selbst erklären. Die Konstrukteure wiederum sind eine außerirdische Lebensform, von der die forschenden Protagonisten glauben, dass sie uns Menschen erschaffen hat…

Direkt am Anfang des Films sieht man, wie sich ein hünenhafter Kerl opfert, in dem er einen scheinbar giftigen Trank zu sich nimmt. Sein daraufhin schnell in sich zerfallener Körper stürzt in einen Fluss und aus seinem Genmaterial entsteht – Leben. Im Jahr 2089 finden zwei Forscher überall auf der Welt bestimmte Piktogramme vieler verschiedener vorgeschichtlicher Volksstämme, die alle ein riesenhaftes Wesen darstellen, dass scheinbar auf eine immer gleiche Sternformation deutet. Eine Einladung unserer Schöpfer? – 2093 macht sich das Forschungsschiff ‚Prometheus‘ dann letztendlich auf den Weg in Richtung dieser Sternformation. In der griechischen Mythologie ist der Namensgeber der Prometheus übrigens der Freund und Kulturstifter der Menschheit, der oft auch als Schöpfer der Menschen und Tiere bezeichnet wird… Dies nur als kleine Randnotiz. Zusammen mit der normalen Erkundungscrew an Bord des Raumschiffes befinden sich die beiden Wissenschaftler Elizabeth Shaw (Noomi Rapace), Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) und der Androide David (Michael Fassbender). Finanziert wurde die Expedition vom Großindustriellen Peter Weyland (Guy Pearce)…

Prometheus - Szenenbild

Die Erzählweise von Prometheus ähnelt tatsächlich dem Anfang von Alien (1): Zuerst werden die Passagiere des Raumkreuzers von dem Androiden David, der das Schiff während der vier Jahre langen Reise durchs All bewacht hat, aus dem Cryoschlaf erweckt. Danach gilt es die Charaktere kennenzulernen und Sympathiepunkte zu verteilen. Dass ein paar der Protagonisten ein falsches Spiel spielen, wird dabei sehr schnell klar. Vor allem weiß David sehr viel über den Ort, an den sich die Forscher begeben. Dabei handelt es sich um eine Art gigantische versteinerte Kuppel, auf deren Spitze ein riesiger, steinerner, humanoider Totenkopf befindet. Ansonsten gibt es auf dem Mond ‚LV-223‘ keine Anzeichen von Zivilisation. Es entsteht der Verdacht, dass die Konstrukteure auf diesem unwirtlichen Trabanten eines jupiterähnlichen Gasplaneten im Sonnensystem ‚Zeta Reticuli‘ vielleicht Biowaffen entwickelt haben könnten…

Prometheus - Szenenbild

Der Spannungsboden steigt stetig an, vor allem wenn man Fan der Alien-Filme ist. Für manch einen nicht allzu gut mit der Materie vertrauten Zuschauer könnte Prometheus etwas zu langwierig sein, denn actionreiche Passagen sind während der recht stolzen Laufzeit von 124 Minuten rar gesät. Machen wir uns also nichts vor: Dieses Prequel lebt größtenteils vom Alien-Franchise und würde ohne diese alten Scifi-Horrorfilme nicht so gut funktionieren, wie es letztendlich der Fall ist. Genre-Neulingen wird also eher wenig geboten, außer dass der Film technisch einwandfrei und mit vielen guten Computereffekten inszeniert wurde, und die Hauptrollen mit exzellenten Schauspielern besetzt wurden. Besonders hat es uns Michael Fassbender (Eden Lake) als Androide David angetan. Neben Noomi Rapace spielt Fassbender die wichtigste Rolle im Film. Charlize Theron (Mad Max: Fury Road) kommt in der Inszenierung als recht biestige Expeditionsleiterin leider etwas zu kurz. Auf ihren Charakter hätte man ruhig noch etwas genauer eingehen können.

Fazit:

Für Liebhaber der Alien-Reihe sollte Prometheus ein kleines Highlight sein. Fans könnten aber einige gestalterische Neuerungen unangenehm auffallen, vor allem in Hinsicht auf das Creaturedesign. Leider lebt der Film fast ausschließlich vom Alien-Fanchise, so dass für Nicht-Fans der Reihe vielleicht zu viele Längen während der recht stolzen Laufzeit von 124 Minuten entstehen können. Auch könnten diverse Logikfehler, die recht typisch für sehr große Produktionen sind, das Filmvergnügen etwas schmälern. Wir bewerten als Fans, müssen aber zugeben, dass wir uns im Vorfeld etwas mehr versprochen haben. Trotzdem ist Prometheus ein sehr guter und empfehlenswerter Scifi-Horrortrip.

Wertung: 4,5 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)

Prometheus ist in diversen Editionen erhältlich. An der Qualität, Aufmachung und dem Umfang der Veröffentlichungen gibt es also nichts auszusetzen. Typisch 20th Century Fox

Verleih: 20th Century Fox

Verleihstart: 01.12.2012

Verkaufstart: 07.12.2012

Verpackung: divers

Discs enthalten: unterschiedlich

Wendecover: unterschiedlich

Schuber: unterschiedlich

Ton:
• Deutsch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Englisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch u.a.

Bildformat: 2,40 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 119 Min. (ca. 124 Min. Blu-ray)

Uncut: Ja

*Extras:
• Trailer

* Da es sehr viele verschiedene Editionen gibt, ist es uns leider nicht möglich hier alle Extras aufzuzählen.

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