Review: Officer Downe

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Kurzinhalt & Trailer:

Officer Downe sorgt auf brutalste Weise für Gerechtigkeit, während er ein unsterbliches Geheimnis trägt. Er ist weit mehr als der ultimative Mensch, er ist der ultimative Cop. Nicht einmal der Tod selbst kann ihn stoppen! Ein einzigartiges telepathisches Wissenschaftsexperiment lässt ihn als Geißel der Unterwelt L.A.s immer wieder auferstehen. Dieser Cop kriegt nie genug und kommt immer wieder – sogar aus dem Grab!

Originaltitel: Officer Downe

Jahr: 2016

Genre: Comicverfilmung, Action, Trash, Splatter

Kinostart:

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 18 Jahren – FSK

Produktionsland: USA

Regie: Shawn C. Crahan

Drehbuch: Joe Casey, Chris Burnham

Produzenten: Joe Casey,Mark Neveldine, Cole Payne, Skip Williamson, Cory Brennan, Glenn D. Feig

Darsteller: Kim Coates, Tyler Ross, Sona Eyambe, Reno Wilson, Bruno Gunn, Tracy Vilar, Meadow Williams, Shawn Crahan, Lindsay Pulsipher, Chris Fehn, Corey Taylor, Alison Lohman, Cody Renee Cameron, Sam Witwer, Ankur Bhatt, Joseph Julian Soria, Jarvis W. George, Mark Neveldine, Cory Brennan, Skip Williamson, Glenn Howerton

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: deutsche Presse-DVD
Mit freundlicher Unterstützung von EuroVideo

Bei der Sichtung der Comicverfilmung Officer Downe fühlte ich mich am ehesten an die ebenfalls sehr gelungene Umsetzung von Punisher: Warzone erinnert, zumindest stilistisch, wobei hier noch eine Schippe mehr Grindhouse draufgelegt wurde. Trash-Fans dürften dieses abgefahrene Schlachtfest also lieben und auch Freunde der Comicvorlage sollten nicht zu kurz kommen, wenn es um den Stil dieser Live Action-Umsetzung geht. Letzteres kann ich aber nur grob abschätzen, denn im sehr interessanten Making of werden einige Vergleiche gezogen, ich selbst kenne die Vorlage aber nicht. Allerdings zeichnet sich kein geringerer als Joe Casey, der Schöpfer von Officer Downe, für das Drehbuch verantwortlich, der auch als Produzent in Erscheinung tritt und somit natürlich einiges Mitspracherecht hatte.
Der Slipknot „Drummer“ Shawn ‚Clown‘ Crahan, liebevoll Shawn C. Craham abgekürzt, hat sehr offensichtlich einiges an Herzblut in dieses Projekt gesteckt, bei dem offiziell aber nicht bekanntgegeben wurde, wie viel Geld die Produzenten investiert haben. Aufgeführt wurde der Film nur in zwei Kinos in den USA und dabei blieben die Einnahmen im dreistelligen Bereich. Wir haben hier also eine Direct to Disc-Produktion, der man dies, trotz der sehr Comic-nahen und deshalb außerordentlich gut gelungenen Optik deutlich ansieht.

Officer Downe - Szenenbild

Hauptdarsteller und Sons of Anarchy-Badass Kim Coates, der bekannt für sein geniales Method Acting ist, passt wie die Faust aufs Auge zu der von ihm verkörperten Rolle des titelgebenden Antihelden (ich habe ihn selbst mal getroffen und war sehr überrascht, wie gut er auch jenseits aller Filmsets in seiner Rolle bleiben kann), der, um das Böse im fiktiven Los Angeles der nahen Zukunft effektiv zu bekämpfen, immer wieder in Kamikaze-Missionen geschickt und danach mit Hilfe von telekinetischer Energie erneut zum Leben erweckt wird. Dabei nimmt seine Seele immer mehr Schaden, weshalb es ihm zunehmend schwerer Fällt seinen Job anweisungsgetreu zu erledigen. Aus diesem Grund wird ihm der junge Office Gable (Tyler Ross) zur Seite gestellt, der aber eher die Aufgabe hat den untoten Polizisten aus der Ferne zu beobachten und im Zweifelsfall einzugreifen, z.B. dann wenn bei Downe mal wieder eine Sicherung durchbrennt. Gable ist fortan Teil einer Art Spezialeinheit, bestehend aus alten Polizei-Haudegen, bei denen er sich erst mal beweisen muss und kommt dem Geheimnis rund um Officer Downe Schritt für Schritt näher…

Officer Downe - Szenenbild

In den Reihen der Schauspieler finden sich einige bekannte Gesichter. Kim Coates muss dabei wohl nicht weiter erwähnt werden… Tyler Ross wurde bekannt durch eine Hand voll TV-Serien und spielte auch die Hauptrolle in der mäßigen Amazon-TV-Film-Umsetzung zu Zombieland, dem ursprünglichen Pilot zur geplanten gleichnamigen Serie. Meadow Williams aka. ‚Mother Supreme‘ ist ein alter Hase im Filmgeschäft und spielte bereits in einigen großen Hollywood-Produktionen größere Nebenrollen (Apollo 13, Die Maske, Beverly Hills Cop III). Der große Durchbruch blieb ihr aber bisher verwehrt… Überrascht war ich von Mike & Molly-Star Reno Wilson (Carl), der hier erneut in Uniform zu sehen ist, sich diesmal aber deutlich maskuliner verhält. Auch Slipknot Sänger Corey Taylor bekam einen Cameo-Auftritt als Intro-Bösewicht ‚Headcase Harry‘, der irgendwie wie ein Mischung aus Batmans ‚Joker‘ und dem ‚Riddler‘ wirkt.
Überhaupt sind die Bösewichte in Officer Down absolut überzogen dargestellt. Allen voran sind die Oberbösewichte, die ‚Fortune 500‘, als Menschen mit Tierköpfen (Geier, Löwe, weißer Tiger) stilisiert, welche die Köpfe ihrer Opfer (Menschenköpfe) als Trophäen an die Wand ihres Konferenzraumes hängen. Vom freakigen, zaubernden Kung Fu-Meister ‚Zen Master Flash‘ will ich gar nicht erst anfangen… Darsteller Zona Eyambe gibt hier aber recht eindrucksvoll sein Schauspieldebüt.

Officer Downe - Szenenbild

Splatterfreunde kommen bei dieser abgefahrenen Comicverfilmung voll auf ihre Kosten. Dabei ist es aber wichtig zu anzumerken, dass die Gewaltdarstellungen dermaßen überzogen wirken, dass man sie wirklich nicht mehr ernst nehmen kann. Man würde in diesem Fall am ehesten von „Funsplatter“ sprechen, weshalb einer Freigabe durch die FSK ab 18 Jahren auch nichts im Wege stand. Einzig der Quantität der blutigen Spezialeffekte ist diese überdurchschnittlich hohe Bewertung durch die Prüfungskommission zu verdankten. Theoretisch hätte dieser Live-Action-Film auf Grund der Überzeichnung in so gut wie allen Bereichen auch als freigegeben ab 16 Jahren durchgehen können.

Fazit:

Officer Downe ist eine ziemlich gut gelungene, aber ultra überspitzte Comicverfilmung mit enorm hohem Splatterfaktor. Man merkt zwar deutlich dass es dich um eine DtD-Produktion handelt, die qualitativ weit unter dem Radar von Marvel und DC fliegt, aber dennoch äußerst charmant im Stil eines Punisher: Warzone, mit absichtlich absolut überzogenen, der Vorlage entsprechenden Bösewichten präsentiert wird. Objektiv gesehen handelt es sich hier um einen Liebhaberfilm für Freunde der Comic-Vorlage und denjenigen des modernen Grindhouse-Kinos, die sich kurzweilige und möglichst abgefahrene Unterhaltung wünschen. Officer Downe ist auch ein guter Kandidat für einen lustigen Halloween-Filmabend, weil er einfach so super surreal ist.

Wertung: 4 von 6 Punkten

 

DVD / BLU-RAY (VERLEIH & VERKAUF)

Die Bild- und Tonqualität, sowie die Ausstattung der hier geprüftem deutschen Presse-DVD (identisch mit der Verkaufsversion) ist recht gut, für eine derartige Veröffentlichung. Vor allem das Making of ist nach der Sichtung des Films zu empfehlen.

Verleih: EuroVideo

Verleihstart: 06.10.2017

Verkaufstart: 06.10.2017

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle / Blu-ray Steelbook

Discs enthalten: 1

Wendecover: Ja

Schuber: Nein

Ton:
• Deutsch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Englisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:

Bildformat: 2,40 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 91 Min. (ca. 95 Min. Blu-ray)

Uncut: Ja

Extras:
• Making of
• Trailer

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