Review: It came from the Desert

It came from the Desert - Blu-ray DVD Cover FSK 12

Kurzinhalt & Trailer:

Lukas und sein Bruder Brian wollen mit ein paar Kumpels in die Wüste fahren, um endlich mal wieder Party zu machen. Lukas will sein Motocross-Bike durch den Sand jagen und ein paar Girls abschleppen, Brian möchte endlich das Herz der wunderschönen Lisa erobern. Aber die Party nimmt schnell eine andere Wendung, denn in der Wüste hat sich eine Horde mutierter Riesenameisen eingenistet, die vor langer Zeit mit einem Meteoriten dort gelandet sind. Denn schon bald formieren sich die Rieseninsekten zum Angriff. Die Freunde brauchen ganz schnell einen Plan, wenn sie nicht von den blutrünstigen Monstern mit ihren klebrigen Schleimfäden in Kokons gewickelt werden wollen. Mit allen Mitteln und etlichen Feuerwaffen stellt sich die Clique den Angreifern entgegen. Wird es eine Rettung aus der Todesfalle geben?

Originaltitel: It came from the Desert

Jahr: 2017

Genre: Videospielverfilmung, Tierhorror, Horrorkomödie

Kinostart: Nein

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 12 Jahren – FSK

Produktionsland: Finnland, England, Kanada

Regie: Marko Mäkilaakso

Drehbuch: Trent Haaga, Marko Mäkilaakso, Hank Woon Jr.

Produzenten: Bob Portal, Inderpal Singh, Teemu Virta, James Fler, Andrew Thomas Hunt, Tero Kaukomaa, Annick Mahnert, Michael Paszt, Sonia Lowe

Darsteller: Harry Lister Smith, Alex Mills, Vanessa Grasse, Mark Arnold, Callum McGowan, Andrew Horton, James Alper, Michael Majalahti, Jose Varela, Jose Leonardo Garcia Torres, Ross Ellis, Gregory Rowbottom

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: deutsche Blu-ray

Fragt mich nicht wieso, aber ich hatte tatsächlich recht hohe Erwartungen an dieses Creature Feature und die gleichzeitige Amiga-Spielverfilmung It Came from the Desert. Diese wurden aber dadurch getrübt, dass die „Story“ insgesamt zu simpel abgearbeitet wurde, wenn man bei der Vorlage überhaupt von einer vorhandenen Story sprechen kann…
Bis auf die Tatsache, dass es eine verlassene Militäranlage mit Riesenameisen, automatische Geschütztürme und eine Höhle mit Ameisenkönigin nebst unausgebrüteter Eier gibt, hat die Verfilmung mit dem klassischen Videospiel, das im Veröffentlichungsjahr 1989 über einen enormen Umfang bzw. Abwechslungsreichtum verfügte, recht wenig zu tun. Es ist zwar lange her, aber ich erinnere mich noch grob an die Vorlage, die ich zusammen mit meinem damaligen Grundschulkumpel Torben nach der Schule auf seinem Amiga 500 als Raubkopie gezockt habe (ich selber war immer ein PC-Kind). Und tatsächlich hat sich Kumpel Dennis gerade in seinem neuen Haus unter dem Dach ein Retro-Videospielzimmer eingerichtet, in dessen Regalwand genau dieser Titel anschaulich drappiert wurde, für den er ziemlich viel Kohle hingeblättert hat… aber ich schweife ab.

It came from the Desert - Szenenbild

Im Film beobachten wir zwei Schulabgänger, die sich voll und ganz ihrer Motocross-Karriere hingeben und die sich am Saisonabschluss, zusammen mit ihren Fans, irgendwo in der Wüste, mit viel Bier und selbst gebranntem Vodka, einen hinter die Binde kippen wollen. Doch der Tüftler Brian hat Liebeskummer und entfernt sich von der Party. Als der Fahrer Lukas seinen Kumpel zurück ins Getümmel holen will, entdecken die beiden eine merkwürdige Höhle am Grund einer Schlucht, hinter der sich ein riesiger, verlassener militärischer Forschungskomplex befindet. Natürlich ahnt ihr schon, dass dort mysteriöse Experimente stattgefunden haben, die schief gelaufen sind, und dass die beiden Freunde dort irgendetwas im angedüdelten Zustand befreien. Genauer gesagt treffen sie dort auf eine Mischung aus riesengroßen Ameisen und Spinnen, deren DNA mit Hilfe eines Meteoriten, der ca. 50-60 Jahre zuvor auf der Erde eingeschlagen ist, verändert wurde… und das Unglück nimmt seinen Lauf…

It came from the Desert - Szenenbild

Ich persönlich habe nichts gegen solch simple Storys, solange sie witzig und den vorhandenen Mitteln entsprechend gut umgesetzt wurden. Ich kann It came from the Desert zwar einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen, und eine Hand voll halbwegs guter Gags gibt es auch, aber es entsteht so gut wie keine Spannung, weil sich die Protagonisten einfach zu doof anstellen und einem als Zuschauer sehr schnell klar wird, dass in letzter Minute eh wieder irgendwas beklopptes passiert, was die Hauptfiguren aus ihren teils sehr misslichen Lagen rettet. Und obwohl das Budget dieser Produktion super gering war (ca. 1 Mio. US-Dollar), sieht mir der Film bzw. sehen mir die Settings insgesamt zu billig aus, um darüber noch irgendetwas schön reden zu können. In Kokons eingesponnene Menschen hat man in deutlich „günstigeren“ Filmen schon überzeugender dargestellt uvm… Wahrscheinlich haben die doch recht gut gelungenen Animationen der Ameisen den Löwenanteil der Produktionskosten verschlungen und die Protagonisten wurden mit Freibier und Sandwiches abgespeist, während die Setdesigner sich mit ein paar Lampen, Seilen und Rollen Gelber Säcke austoben durften.

It came from the Desert - Szenenbild

Fazit:

Freunde von Creature Features à la Sharktopus oder Whalewolf können ruhig mal einen Blick riskieren und dürften ohnehin keine all zu großen Erwartungen haben. Leider ist It came from the Desert nicht so schlecht, dass er deshalb wiederum witzig ist. Dem Film fehlt irgendwie das gewisse Etwas, welches ich mir als Fan der alten Horror-Hörspielkassetten aus der ‚EUROPA‘-Reihe – z.B. „Der Angriff der Horror-Ameisen“ – gewünscht hatte. Ich wollte Trash mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und unfreiwilliger Komik, die auch die Videospielvorlage bot, und bekam schlussendlich etwas ziemlich unausgegorenes geboten…

Wertung: 3 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)

In Anbetracht der geringen Produktionskosten des Films gehe ich hier von einer zufriedenstellenden Veröffentlichung aus. Bild und Ton sind halt alles andere als großes Kino, aber die Qualität der in Deutschland veröffentlichten Silber- und Blaulinge geht insgesamt in Ordnung. Extras sind leider keine auf ihnen zu finden. Gerade bei solch einer gering budgetierten Produktion empfinde ich z.B. Making ofs immer als kleinen Bonus, die den Film tatsächlich auch noch mal ein bisschen hätten aufwerten können (weil man etwas über die Hintergründe der Produktion erfährt). Schade eigentlich.

Verleih: Tiberius Film

Verleihstart: 05.04.2018

Verkaufstart: 05.04.2018

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle

Discs enthalten: 1

Wendecover: Nein

Schuber: Nein

Ton:
• Deutsch: DD 5.1, DTS (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Englisch: DD 5.1 (Blu-ray: DD 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bildformat: 2,35 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 87 Min. (ca. 90 Min. Blu-ray)

Uncut: Ja

Extras:
• Trailer

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