Review: Grabbers

Grabbers - Blu-ray DVD Cover FSK 16

Kurzinhalt & Trailer:

„Auf Erin Island passiert niemals etwas Aufregendes“, beruhigt Inselpolizist O’Shea seine neue Kollegin. Doch plötzlich verschwinden Fischer, tote Wale säumen den Strand und der alte Paddy hat in seiner Reuse ein ziemlich bizarres Wesen aus dem Wasser gezogen. Das Unglaubliche ist geschehen: Tentakelreiche Aliens sind auf der Insel eingefallen! Die bösartige Brut liebt Wasser und saugt Blut, was für die Einheimischen eher unbekömmlich ist. Aber warum hat ausgerechnet Paddy die Begegnung mit den hungrigen Außerirdischen überlebt? – Er war mal wieder hackedicht und das mögen die fremden Besucher gar nicht. Damit ist die Überlebensstrategie der Inselbewohner klar: saufen, saufen, saufen…! Doch selbst Iren können nicht so schnell trinken, wie die fruchtbaren Gäste sich vermehren…

Originaltitel: Grabbers

Jahr: 2011

Genre: Horrorkomödie

Kinostart:

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 16 Jahren – FSK

Produktionsland: England, Irland

Regie: Jon Wright

Drehbuch: Kevin Lehane

Produzenten: Tracy Brimm, Eduardo Levy, James Martin, Kate Myers, Martina Niland, Piers Tempest, Robert Bevan, David Collins, Nic Hatch, Michael Henry, Samantha Horley, Cyril Megret

Darsteller: Richard Coyle, Ruth Bradley, Russell Tovey, Lalor Roddy, David Pearse, Bronagh Gallagher, Pascal Scott, Clelia Murphy, Louis Dempsey, Micheál O’Gruagain, Ned Dennehy, Stuart Graham, Killian Coyle, Michael Hough, Jonathan Ryan, Barbara Adair, Roz McCutcheon, Nick Chopping, Daniel Konieczny, Laurence Doherty, Kim Moylan

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: deutsche Blu-ray
Mit freundlicher Unterstützung von Ascot Elite

Was ich an britischen Filmen so gerne mag, ist vor allem der oftmals sehr schwarze und trockene Humor. So gesehen auch in Grabbers, mit Richard Coyle in der Hauptrolle, den einige von euch vielleicht als Showrunner ‚Jeff‘ aus der Comedy-Serie Coupling kennen, der (bis Dato) zuletzt in Outpost: Black Sun eine Hauptrolle spielte.
In dieser englisch-irischen „Alien-Glibbermonster-Hatz“ spielt er einen heruntergekommen Inselpolizisten mit einem ausgeprägten Alkoholproblem, der sich plötzlich der Herausforderung einer neuen, jungen und viel zu engagierten Kollegin gegenüber sieht… Doch plötzlich muss das ungleiche Paar Kompromisse eingehen, um miteinander klarzukommen, denn extraterrestrische Invasoren fallen über das beschauliche Erin Island her und lechzen nach dem Blut der Einheimischen. Diese Aliens lieben es nass und da ein Sturm bevorsteht, der die Insel für mindestens eine Nacht komplett vom Festland abschottet, sind die Bewohner vorerst auf sich allein gestellt, bis Hilfe bzw. Verstärkung zu erwarten ist.
Völlig abgeschnitten von der Außenwelt ist es sogar als Meister der besten Automatentricks nicht möglich sich die Langeweile im Online-Casino zu vertreiben und schlussendlich bleibt nur der einzige Pub auf der Insel als Zuflucht, um es sich während der Dauer des Sturms unter Gleichgesinnten gemütlich zu machen. Klammheimlich schreitet aber die Gebietserschließung der außerirdischen Tentakelwesen voran, die jegliches Lebewesen, dass ihnen in die Quere kommt, einfach aussaugen.
Wie gut dass einige der ortsansässigen Trinker nicht nur nicht von den Aliens nach Erstkontakt getötet wurden und darum von ihren Begegnungen berichten konnten, sondern dass die glibschigen Aliens nach vergeblichem Aussaug-Versuch sogar starben! – Das lässt die Dorfgemeinde darauf schließen, dass die Tentakel-bewehrten „Grabscher“ allergisch auf (Blut-)Alkohol reagieren… und dieser „Survival-Plan“ wird unter den Protagonisten natürlich schnell weiter ausgearbeitet!

Grabbers - Szenenbild

Grabbers ist ein schön klassischer „eklige Viecher aus einer anderen Welt“-Horrorfilm mit einem angenehm hohen Bodycount, charmanten und typisch englischen Charakteren, jeder Menge Witz und guten Spezialeffekten. Letztere sollten es auch sein, denn für sie zeichnen sich die Special-FX-Artist der Harry Potter-Verfilmungen verantwortlich, die mit einem Budget von lediglich 4 Millionen Pfund (!) erstaunliches geleistet haben!
Auch die Kameraarbeit ist erwähnenswert, denn ihre Verspieltheit spiegelt erstaunlich gut eine „besoffene Sicht“ der Protagonisten wieder. Sie wird von Minute zu Minute der alkoholgeschwängerten Story immer „authetischer“, dabei aber nie zu aufdringlich verwackelt. Ich spreche hier also nicht von einer stumpf im Mockumentary-Stil geschwengten und zoomenden Kamera, sondern von einer zur feucht-fröhlichen Story absolut passenden Optik, welche die Atmosphäre insgesamt sehr gut eingefangen hat und an den Zuschauer weiterleitet. Produktionstechnisch (vor allem in Anbetracht des äußerst geringen Budgets) kann man hier objektiv gesehen nicht meckern.

Grabbers - Szenenbild

Auch in schauspielerischer Hinsicht gibt es nichts zu bemängeln. Man muss sie einfach gerne haben, diese ur-irischen und -englischen Darsteller! – Durch die deutsche Synchronisation geht aber leider einiges an Wortwitz/Dialekt verloren. Man kann aber nicht immer alles haben…
Ein kleiner Wermutstropfen sind ein paar Längen, die etwa in der Mitte des Films auftreten. Da Grabbers ziemlich schnell anfängt (ca. sechs Tote in den ersten 20 Minuten), bekommt man irgendwann im Verlauf das Gefühl, dass es nicht mehr wirklich vorrangeht. Diese ca. 20 – etwas zähheren – Minuten abgesessen, geht es zum Finale hin aber nochmal richtig in die Vollen. Außerdem ist das Creature-Design ziemlich cool: Die Tentakel-bewehrten Aliens bewegen sich sehr flott durch den nächtlichen Insel-Regen und erreichen im Verlauf eine erstaunliche Größe! – Das „Vatertier“ kann später problemlos Autos zerlegen und es kommen tatsächlich Erinnerungen an den guten alten 80er Jahre-Streifen Der Blob auf.

Grabbers - Szenenbild

Fazit:

Wer auf Filme wie Der Blob, Slither oder Octalus steht und zudem auf sehr trockenen und englischen Humor abfährt, der ist mit diesem absoluten Geheimtipp bestens beraten. Ich fühlte mich ab der ersten Minute im klassisch-horrmäßigem Sinne wirklich gut unterhalten und empfehle diese super witzige irisch-britische Creature-Feature-Hommage guten Gewissens weiter. Weil es sich hierbei um eine Horrorkomödie handelt, darf man natürlich nicht alles im Film gezeigte/erzählte/gespielte auf die Goldwaage legen. Gelingt einem dies, dann fühlt man sich sofort heimisch zwischen den verschrobenen Einwohnern Erin Islands.

Wertung: 5 von 6 Punkten

 

DVD / BLU-RAY (VERLEIH & VERKAUF)

Die Bild- und Tonqualität der hier geprüften Blu-ray ist absolut zufriedenstellend. Auch an interessanten Extras mangelt es den deutschen veröffentlichungen nicht, inkl. 12-seitigem Booklet (DVD & Blu-ray).

Verleih: Ascot Elite

Verleihstart: 26.11.2012

Verkaufstart: 04.12.2012

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle

Discs enthalten: 1

Wendecover: Ja

Schuber: Ja (DVD)

Ton:
• Deutsch: DD 5.1, DTS (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Englisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bildformat: 2,35 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 90 Min. (ca. 94 Min. Blu-ray)

Uncut: Ja

Extras:
• Am Set
• Outtakes
• Booklet
• Behind the Scenes
• Trailer

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