Review: 47 Meters Down

47 Meters Down - Blu-ray DVD Cover FSK 16

Kurzinhalt & Trailer:

Während ihres Mexikourlaubs beschließen Kate und Lisa, dass sie neben Jungs und Partys noch ein weiteres Abenteuer erleben wollen – Haitauchen. Leider entscheiden sich die Freundinnen für den falschen Ausflug. Was zunächst als eine einmalige Erfahrung beginnt, entpuppt sich schnell zum absoluten Horrortrip. Nachdem sich der Käfig vom Boot löst, stranden sie in 47 Metern Tiefe. Gefangen in ihrem rostigen Tiefseegefängnis beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Umzingelt von weißen Haien müssen Kate und Lisa den Aufstieg zur Oberfläche schaffen, bevor ihnen der Sauerstoff ausgeht…

Originaltitel: 47 Meters Down

Jahr: 2017

Genre: Tierhorror, Hai-Horror, Survival

Kinostart:

3D:

Altersfreigabe: ab 12 Jahren – FSK

Produktionsland: USA

Regie: Johannes Roberts

Drehbuch: Johannes Roberts, Ernest Riera

Produzenten: James Harris, Mark Lane, Byron Allen, Mark Borde, Andrew Boucher, Chris Charalambous, Cion, Will Clarke, Mark DeVitre, Carolyn Folks, Wayne Marc Godfrey, Robert Jones, Christophe Lannic, Keith Levine, Simon Lewis, Jennifer Lucas, Andy Mayson, Duncan McWilliam, Mike Runagall, Matthew Signer, Lee Vandermolen, Bob Weinstein, Harvey Weinstein

Darsteller: Mandy Moore, Claire Holt, Chris Johnson, Yani Gellman, Santiago Segura, Matthew Modine

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: deutsche Blu-ray
Mit freundlicher Unterstützung von Universum Film

Anfangs dachte ich, dass 47 Meters Down ein leicht trashiger Hai-Horrorfilm ist, in dem die zwei Protagonistinnen gegen Unmengen von Haien kämpfen müssen, denn die gesamte Promotion zielte meiner Meinung irgendwie darauf ab. Umso überraschter war ich, ein wirklich sauber produziertes und tatsächlich halbwegs glaubwürdiges Gravity in 47 Metern Tiefe präsentiert zu bekommen. Nur halbwegs glaubwürdig, weil die Haie etwas zu angriffslustig erscheinen, egal wie geil sie durch die ausgebrachten Köder der Tourguides auf Fressen gemacht wurden. Auch der Weiße Hai knabbert in Wirklichkeit Menschen (vorzugsweise Surfer) nur an, weil er sie mit Robben verwechselt, denn sie sind ihm zu sehnig und zu knochig. Einmal gebissen merkt er schnell, dass diese Nahrung nur schwer verdaulich ist und lässt ab. Dummerweise sterben viele Opfer von Haiattacken ja bekanntlich durch den Blutverlust, aber nicht weil ein Hai „gnadenlose Jagd auf sein Opfer“ macht. Aber wir schauen hier ja auch keine Meeresbiologie-Doktorarbeit…

47 Meters Down - Szenenbild

Auf jeden Fall wurde die beklemmende Atmosphäre in den dunklen Tiefen des Meeres, mit wenig Sauerstoff im Gepäck, grandios dargestellt. Hier wurde auch die „Taucherkrankheit“ beachtet, die bei zu schnellem Auftauchen mit Gerät entsteht, weil sich zu viele Stickstoff-Bläschen im Blut bilden, die der Körper nur langsam abbauen kann. Auch beginnt man mit aufgebrauchten Sauerstoffreserven irgendwann zu halluzinieren, was es dem Zuschauer schwer macht zu erkennen ob das Gesehene wirklich passiert, oder sich die Protagonistinnen manchmal in einer vernebelten Fantasie verlieren. Dies ist dann auch der größte Clou von 47 Meters Down, der den Zuschauer zum aktiven Mit-raten anregt. Das wertet die insgesamt zwar gute, aber dennoch relativ einfach gehaltene Story noch etwas auf, denn im Grunde geht es einzig und allein ums blanke Überleben in einer Extremsituation. Besser ist es allerdings im Vorfeld nicht zu viel über den Film zu wissen, weshalb ich es bei diesen wenigen, recht oberflächlichen Sätzen zur Story und Atmosphäre belasse.

47 Meters Down - Szenenbild

Was noch bleibt ist die Beurteilung der technischen Umsetzung des relativ altbekannten, aber dennoch schlau präsentierten Stoffs: Die Bilder wurden glasklar und mit Hilfe stimmiger Kameraführung eingefangen. Hier wird absolute Kinoqualität geboten, als kleinen Wermutstropfen wirken die Haie aber leider zu sehr nach CGI-Monstern und auch recht steif. Das ist etwas schade, weil gerade Haie ja erfahrungsgemäß, durch den Unterwasser-Blaustich oder die in schwarz getünchte Tiefe (in diesem Film), relativ einfach am Computer zu erstellen sind. Darum werden Hai-Trashfilme aus dem Hause The Asylum ja auch wie am Fließband produziert. Dies gibt aber nur kleine Abzüge in der B-Note, denn wirklich oft bekommt man sie hier tatsächlich nicht zu sehen.
Wie bereits angesprochen, und anders als im Vorfeld vermutet, setzt 47 Meters Down auf eine schön beklemmende Atmosphäre und die recht unbekannten Darsteller spielen ihre Rollen überzeugend. Wirkliche Glanzleistungen sind allerdings nicht zu erkennen, was vor allem auch daran liegt, dass die Protagonisten die meiste Zeit über Tauchermasken tragen…

47 Meters Down - Szenenbild

Fazit:

Auch wenn es kleinere technische Mängel gibt (z.B. die mäßigen CGI-Haie) und sich die Haie eher unrealistisch in diesem Film verhalten, ist 47 Meters Down dennoch ein sehr gelungener Subgenre-Beitrag.
Eingangs erwähnte ich ja das beklemmende Gefühl, dass u.a. auch von Gravity ausging, und das auch hier sehr gut zum geneigten Zuschauer transportiert wird. Zudem geht es in 47 Meters Down natürlich noch etwas blutiger zu, obwohl der Hauptfilm ab 12 Jahren von der FSK freigegeben wurde (lediglich enthaltene Trailer auf den deutschen Veröffentlichungen durch Universum Film wurden ab 16 Jahren freigeben), denn es geht hier ja um menschenfressende Haie.
Tierhorror-Enthusiasten ist 47 Meters Down auf jeden Fall zu empfehlen, aber auch Freunde von beklemmenden Kammerspielen und Survivalfilmen kommen hier voll auf ihre Kosten.

Wertung: 4,5 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)

Die hier geprüfte deutsche Blu-ray verfügt über eine sehr gute Bildqualität, die in den dunkleren Unterwasseraufnahmen allerdings etwas schwankt und zeitweise grieselig wird. Dies ist aber normal bei „echten“ dunklen Aufnahmen. Die Tonqualität geht absolut in Ordnung. Die meisten Dialoge werden ja über Funk gesprochen und kommen darum auch nicht aus verschiedenen Richtungen. Extras gibt es leider keine auf den deutschen Veröffentlichungen.

Verleih: Universum Film

Verleihstart: 01.12.2017

Verkaufstart: 01.12.2017

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle

Discs enthalten: 1

Wendecover: Nein

Schuber: Nein

Ton:
• Deutsch: DD 5.1, DTS (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Englisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bildformat: 2,40 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 97 Min. (ca. 101 Min. Blu-ray)

Uncut: Ja

Extras:
• Trailer

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