Review: PET

PET - DVD Blu-ray Cover FSK 18

Kurzinhalt & Trailer:

Seth ist ein scheuer Außenseiter, ohne soziale Kontakte und arbeitet für den Mindestlohn im örtlichen Tierheim. Die zufällige Begegnung mit seiner alten Highschool-Flamme Holly reißt ihn plötzlich aus seiner Trägheit. Hoffnungsvoll beginnt er ihr den Hof zu machen, bekommt aber wie immer eine Abfuhr. Doch dank Hollys Tagebuch, das er heimlich an sich bringen konnte, keimt in dem Verschmähten bald eine hinterhältige Idee: Er entführt die hübsche Kellnerin und sperrt sie in einen Käfig im Keller des Tierheims. Um zu überleben, muss Holly einen Weg finden, ihrem Verehrer die Stirn zu bieten…

Originaltitel: PET

Jahr: 2016

Genre: Thriller, Kammerspiel

Kinostart:

3D: Nein

Altersfreigabe: ab 18 Jahren – FSK

Produktionsland: USA, Spanien

Regie: Carles Torrens

Drehbuch: Jeremy Slater

Produzenten: Nick Phillips, Kelly Wagner, Sean Gowrie, Aaron Kaplan, Jesus Ulled Nadal, Sean Perrone, Carles Torrens, Salvador Torrens

Darsteller: Dominic Monaghan, Ksenia Solo, Jennette McCurdy, Da’Vone McDonald, Nathan Parsons, Janet Song, Gary J. Tunnicliffe, Denise Garcia, John Ross Bowie, Sean Blakemore

Kritik:

Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: deutsche Blu-ray
Mit freundlicher Unterstützung von Pandastorm Pictures

Wie man der Inhaltsgabe entnehmen kann, handelt es sich bei Seth (Dominic Monaghan) scheinbar um einen Psychopathen und Stalker, der mit Hilfe eines selbst gebauten Käfigs im Keller seine Angebetete brechen möchte, damit sie für immer sein wird. Doch weit gefehlt, denn Seth hat einen weitaus wichtigeren Auftrag, der aber auch nicht religiös motiviert ist. Klingt komisch, ist aber so… und vor allem habe ich mich im Vorfeld gefragt, wie solch ein Film blutig sein kann (was das Cover und einige amerikanische Reviews versprechen), wenn doch bloß ein Typ seine „große Liebe“ gegen ihren Willen in einem kleinen Käfig gefangen hält…? – Das hat mich tatsächlich sehr neugierig auf diesen wirklich sehenswerten Psychothriller gemacht, in dem alles ganz anders kommt als man erwartet hätte. Auf Einzelheiten der Geschichte kann ich leider nicht eingehen, weil ich dann zu gravierend spoilern müsste. Das wird diese Rezension auch recht kurz halten. Im Kern stellt sich die Frage, wer in diesem psychologisch gut durchdachten Konstrukt von Drehbuchautor Jeremy Slater eigentlich „gerettet“ werden muss: Opfer oder Täter?

PET - Szenenbild

In schauspielerischer Hinsicht liefern sich Dominic Monaghan (Lost, Der Herr der Ringe Trilogie) und Ksenia Solo (Black Swan, Lost Girl) in diesem Kammerspiel ein absolut überzeugendes und beinhartes Duell, das meiner Meinung nach auch sehr gut auf großer Kinoleinwand geführt werden könnte, welches aber wohl wegen seines düsteren Grundtenors keine guten Einspielergebnisse erzielt hätte, vor allem auch, weil die breite Masse noch nicht wirklich reif für diese Art experimentellen Film ist. Dafür gibt es (zumindest in Deutschland) eine wirklich gute Direct to Disc-Veröffentlichung, die sich von ihrer Machart her nicht hinter dem bisherigen Genre-Primus Alexandre Aja’s Maniac verstecken muss; auch wenn PET sein wirkliches Potential auf Grund der recht überschaubaren Laufzeit von 94 Minuten nicht vollends entfalten kann. An einigen Stellen wirkt der Psychothriller etwas gehetzt, womit ich aber eher meine, dass ich so gut unterhalten wurde, dass ich sehr gerne noch ein bisschen mehr erfahren hätte. Dieser Kritikpunkt ist sowohl negativ als auch positiv zu deuten.

PET - Szenenbild

Präsentiert wird der schonungslose Trip in die Abgründe der menschlichen Psyche in glasklaren Bildern, die dem jungen Regisseur Carles Torrens verdient eine Hand voll renommierter äußerst positiver Kritiken und Publikumserfolge auf diversen Filmfestivals eingebracht haben. Obwohl er nicht als Debütant zu bewerten ist, handelt es sich bei PET um seine erste eigene quasi-Kinoproduktion. Bisher hat er nur Kurzfilme und TV-Movies gedreht, aber auch ein Segment für ABCs of Death 2.5 und einen Thriller mit dem Titel Emergo (Apartment 143), der von Rodrigo Cortés (Buried) geschrieben wurde. Torrens hat auf jeden Fall ein ausgeprägtes Gespür für brillante Bildgestaltung und versteht es seine Protagonisten überzeugend in Szene zu setzen.

PET - Szenenbild

Fazit:

In glasklaren Bildern wird hier ein beinharter Psychothriller präsentiert, der den Zuschauer gekonnt mit wirklich krassen Plot-Twists bei Stange hält. Die Story ist schlichtweg genial! Zudem werden auch einige gut gemachte visuelle Effekte präsentiert, weshalb eine Freigabe ab 18 Jahren durchaus gerechtfertigt scheint. Wer auf düstere und harte Psycho-Kammerspiele steht, der sollte sich PET nicht entgehen lassen!

Wertung: 5,5 von 6 Punkten

 

DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)

Die Bild- und Tonqualität der hier geprüften Blu-ray ist sehr gut. Leider gibt es keine Extras auf den deutschen Veröffentlichungen durch Pandastorm Pictures.

Verleih: Pandastorm Pictures

Verleihstart: 22.06.2017

Verkaufstart: 23.06.2017

Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle

Discs enthalten: 1

Wendecover: Ja

Schuber: Nein

Ton:
• Deutsch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)
• Englisch: DD 5.1 (Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bildformat: 2,39 : 1

Blu-ray Auflösung: 1080p / 24Hz

Laufzeit: ca. 91 Min. (ca. 94 Min. Blu-ray)

Uncut: Ja

Extras:
• Trailer

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