Titel: Splinter
Originaltitel: Splinter
Genre: Horror
Altersfreigabe: ab 16 Jahren - FSK
Land/Jahr: USA 2008
Regie: Toby Wilkins
Drehbuch: Toby Wilkins, Kai Barry, Ian Shorr
Produzenten: Kai Barry, Ted Kroeber, Graham Begg, Dori Begley, Chad Burris, Jamie Carmichael, Jason Janego, Tom Quinn
Darsteller: Shea Whigham, Paulo Costanzo, Jill Wagner, Rachel Kerbs, Charles Baker, Laurel Whitsett
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Kurzinhalt des Films:
"Das wird kein romantischer Camping-Ausflug, sondern ein ziemlich mieses Wochenende!" sagen sich Polly und Seth, als Dennis ihnen seinen Revolver entgegen hält. Der entflohene Häftling und seine drogensüchtige Freundin Lacey kidnappen das junge Pärchen und schnappen sich deren Wagen. Aber es kommt noch viel schlimmer. An einer scheinbar verlassenen Tankstelle begegnen die Vier einer grausigen Bedrohung, wie man sie nur aus seinen schlimmsten Alpträumen kennt. Zerfetzte Körper voller blutiger Stacheln, die sich wie monströse Marionetten bewegen, Gliedmaßen, die auch nach ihrer Amputation ihre Angriffslust nicht verlieren. Ein ungreifbares, unbesiegbares Ungeheuer beherrscht den Ort. Ein Entkommen gibt es nicht.
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Kritik:
SPLINTER ist ein recht einfacher, klassischer, aber dennoch auf gewisse Art und Weise innovativer Horrorfilm, der trotz FSK 16er-Freigabe und recht surrealer Story einen wirklich hohen Härtegrad besitzt. Zumindest wenn man das Geräusch brechender Knochen nicht abkann, denn diese verursacht der merkwürdige "Splitter-Pilz" aus den tiefen Wäldern nahe Kanadas zuhauf, wenn er sich erst einmal im Blutkreislauf der Charaktere breit macht.
Das Grauen manifestiert sich aber nicht unbedingt in der fiesen Infektion, sondern darin, dass der pilzartige Parasit eine Art kollektives Bewusstsein besitzt, und sich aus diversen Körperteilen durch ihn Gestorbener zu einer marionettenartigen Kreatur entwickelt, die permanent lebendes Gewebe absorbieren muss; und das einzige warme Fleisch in der menschenleeren Gegend gehört um die Knochen und Eingeweide der vier bis fünf Protagonisten... Dumm gelaufen!
Abgesehen von ein paar Logikfehlern (vielleicht auf Grund des verhältnismäßig geringen Budgets) hat Visual-FX Meister Toby Wilkins, der bisher weitestgehend bei Serien-Episoden die Regie geführt hat, hier einen astreinen Genrefilm gedreht, dessen überzeugende Schauspieler sympathische Charaktere darstellen.
Wirklich schlau will SPLINTER offensichtlich nicht sein. Es handelt sich hier um einen recht simpel gestrickten Film, der auf Grund seiner Einfachheit, der guten Effekte und der abgefahrenen Kreatur schockieren und ekeln will. Man darf hier also keine lyrischen Ergüsse oder intelligente Sozialkritik erwarten... Es ist ein Horrorfilm, perfekt für einen Abend mit Kumpels und Freundinnen, in dem es eine gehörige Portion Gekröse zu sehen gib, und bei dem sich Freundinnen evtl. angeekelt in die Arme des nächst besten "starken Beschützers" werfen. - Wie gesagt: Bei Knochenbrüchen reagieren viele empfindlich.
Der Film an sich wurde technisch sehr gut aufgezogen. Das einfache Set wirkt authentisch und die Story wird flüssig erzählt. Teilweise (zum Finale hin) sind einige Schnitte etwas zu hektisch, so dass es schwer fällt den Anblick der Kreatur im Ganzen zu genießen.
Vor allem sehr gut ist der Sound, der mit Hilfe einer guten DD 5.1- oder DTS-Anlage glasklar aus wirklich allen Ecken des Heimkinos kommt. Das ist natürlich wichtig für die Atmosphäre, wenn abgetrennte und hochinfektiöse Gliedmaßen durch das Inventar einer Tankstelle krabbeln.
Die Synchronisation könnte einen Tick besser sein, sie geht aber voll und ganz in Ordnung.
Fazit: SPLINTER ist wohl einer der ekelhaftesten und blutigsten FSK 16er Filme aller Zeiten. Zurücklehnen und genießen!
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GS-Wertung: [SIZE=4]4,5[/SIZE] von 6 Punkten[/SIZE]
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