Titel: Ronal der Barbar
Originaltitel: Ronal Barbaren
Genre: Animationsfilm, Action, Komödie, Fantasy
Altersfreigabe: ab 12 Jahren - FSK
Land/Jahr: Dänemark 2011
Regie: Kresten Vestbjerg Andersen, Thorbjørn Christoffersen
Drehbuch: Thorbjørn Christoffersen
Produzenten: Trine Heidegaard, Jan Duckert, Bobby Francavillo, Henrik Juul, Bjarne Spellerberg Orfelt
Darsteller: -
Laufzeit: ca. 89 Min.
Kinostart: 22. Dezember 2011
3D-Format: real 3D
Verleih: MFA+
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Uncut: [X] Ja [ ] Nein [ ] Unklar
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Kurzinhalt des Films:
Barbaren: Vor Muskeln strotzende, mit Öl beschmierte Krieger im 80er Jahre Heavy Metal-Look. "Babes, Balls & Muscles" – das sind ihre Markenzeichen. Nur Ronal hat von allem zu wenig, aber ausgerechnet er ist die letzte Chance seines Barbarenstammes! An seiner Seite ein hormongesteuerter Barde, eine jungfräuliche Amazone und der schlechteste Fremdenführer der Welt.
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Kritik:
"Babes, Balls and Muscles" - Fuck yeah!
RONAL DER BARBAR rockt tierisch und nimmt dabei gekonnt die mit Öl beschmierten und glattrasierten Muskelhelden der 80er Jahre auf die Schippe. Bei den meisten Gags handelt es sich zwar eher um Fäkalhumor, dieser bewegt sich aber stets am Rande des Abflusses in die Kloake, so dass auch den anspruchsvolleren Comedy-Freunden noch ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert wird. Wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß!
Erzählt wird die Geschichte des jungen Barbaren Ronal, dessen bis dahin unbesiegter Stamm aus "Anabolien" vom düsteren Volcazar und seinen masochistischen Schergen, die sogar ihre Drachen in Ledermonturen kleiden, angegriffen und versklavt wird. Da Ronal selbst für die Fesseln zu schmächtig ist, soll er kurzerhand zum Amüsement der Lack & Leder-Krieger hingerichtet werden... Natürlich gelingt ihm, durch einige ziemlich dumme Zufälle, die Flucht und sein im Sterben liegender Onkel schickt ihn zu einem Orakel. Nachdem klargestellt wurde dass es sich bei Ronal nicht um den bestellten Zivi handelt, erzählt das Alterchen, dass Ronal sein Volk nur mit dem legendären Schwert Kroms retten könne, ein alter Barbaren-Häuptling, denn nur dies vermag die Rüstung von Volcazar zu zerstören...
Auf der beschwerlichen Reise schließt sich ihm der moppelige und dauergeile Heavy-Metal-Minne Alibert an. Schnell treffen die beiden traurigen Gestalten auf die "Schildmaid" Zandra aus "Schildmaiden", deren Bestimmung es ist von einem Mann besiegt zu werden, damit sie ihn heiraten kann. Der schmächtige Ronal kommt natürlich nicht für sie in Frage, sie ist aber sehr interessiert am Volk der tapfersten und stärksten Krieger, da sie in unzähligen Kämpfen von noch keinem Mann besiegt wurde... Dafür kann sie Xenas Kampfschrei aber bestens imitieren!
Das war es auch schon zur story, denn wir wollen ja nicht zu viel verraten. Die Reise unserer "Helden" (*hust*Looser*) beginnt auf jeden Fall mit den Worten des Orakels: "Ohne einen Barbaren mit Eiern ist die Welt dem Untergang geweiht!" - Das Ronal durchaus über Eier verfügt, das wird er noch eindrucksvoll beweisen!
RONAL DER BARBAR ist nicht nur witzig, der Film bietet auch eine gute, spannende und abwechslungsreiche Story mit vielen Überraschungen und Details für eingefleischte Barbaren-Fans. So wird z.B. im Originalton die Amazonen-Königin von Brigitte Nielsen gesprochen, die 1985 neben Arnold Schwarzenegger als RED SONJA vor der Kamera stand. Auch zeugen diverse Gags und Anspielungen von der Kenntnis der Regisseure, Produzenten und Drehbuchautoren Kresten Vestbjerg Andersen und Thorbjørn Christoffersen, über diverse Pulp-Romane und Trash-Filme der 80er, die unser Bild von Fantasy-Barbaren bis heute geprägt haben. In der rauen Welt der hohlen und halb nackten Muskelprotze wird zudem recht derbe geschnetzelt (für einen FSK 12er), es ist aber kein digitales Blutvergießen zu erwarten. Leider wird auch nicht das Rockabenteuer geboten, welches man auf Grund der Trailer erwartet. Der Score (die Filmmusik) ist rein orchestral... Das soll aber nicht heißen dass wir enttäuscht wurden, denn es ist ja so, dass nicht jeder harte Gitarrenklänge mag. Und so können auch interessierte Verächter der besten Musik aller Zeiten unbesorgt einen Blick riskieren, ohne Angst haben zu müssen, dass ihnen später die Ohren bluten.
Die Qualität der gerenderten Bilder ist für einen, mit ca. 2,5 Millionen Euro finanzierten, dänischen Animationsfilm sehr gut. RONAL DER BARBAR kommt zwar qualitativ nicht an aktuelle Pixar- oder Dreamworks-Filme ran, dennoch sind die Licht- und Raucheffekte teilweise wirklich spektakulär und die Umgebung präsentiert sich stets detailreich. Die Figuren wurden zwar ziemlich "glatt" gestaltet, bewegen sich aber geschmeidig.
Leider können wir noch nichts über den 3D-Effekt sagen, da wir den Animationsfilm auf DVD im Heimkino sichteten...
Fazit: Gute Animationen, klasse Gags, viel Action, fliegende Eier und die spannend erzählte Geschichte machen RONAL DER BARBAR zu einem kleinen Highlight. Es ist zwar nicht das Rockabenteuer das wir erwartet haben, dennoch wurden wir bestens und auf "anspruchsvoll niedrigem Niveau" unterhalten. Guckt euch den Streifen an, am besten im Kino in 3D!
GS-Wertung: 5 von 6 Punkten
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