DER EXORZISMUS DER EMMA EVANS (2010)

Originaltitel: La posesión de Emma Evans
Genre: Horror, Exorzismus
Kinostart: -
Altersfreigabe: ab 16 Jahren - FSK
Produktionsland: Spanien
Regie: Manuel Carballo
Drehbuch: David Muñoz
Produzenten: Julio Fernández, Sandra Fernández
Darsteller: Sophie Vavasseur, Stephen Billington, Richard Felix, Jo-Anne Stockham, Lazzaro E. Oertli Ortiz, Isamaya French, Tommy Bastow, Emma Reynolds, Doug Bradley, Brendan Price, Clàudia Costas, Cristina Cervià
Kurzinhalt & Trailer:
Emma ist ein gewöhnliches 15-jähriges Mädchen. Sie rebelliert gegen ihre strengen Eltern, ist launisch, macht ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol und trifft sich mit Jungs. Doch nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter leidet sie plötzlich unter Krampfanfällen und beängstigenden Halluzinationen. Nachdem Ärzte und Psychologen nichts Auffälliges finden können, wird Emma langsam aber sicher bewusst, dass in ihr etwas Dunkles und Schreckliches wohnt, das sie nicht mehr länger zurückhalten kann. Sie sieht nur noch einen Ausweg und ruft einen Exorzisten...
Kritik:
Von Sebastian Notbom
Prüfungsmedium: Kauf-DVD
Mit freundlicher Unterstützung von Universum Film
Zu Beginn der Sichtung des Exorzistenfilms DER EXORZISMUS DER EMMA EVANS haben wir uns sehr über die schlechten Kritiken im Vorfeld gewundert. Vor allem gut dargestellt fanden wir die pubertären Probleme, mit denen die junge Emma Evans zu kämpfen hat. Da sie von ihren Eltern zuhause unterrichtet wird und auf keine öffentliche Schule gehen darf, hat sie nur sehr wenige Freunde und in Ermangelung derer ist sie auch noch heimlich in ihren älteren Cousin verliebt. Ein Psycho-Knacks bahnt sich an, der zuerst nur als kleine Aussetzer in Erscheinung tritt. Doch diese Aussetzer werden zunehmend von Gewalttätigkeiten gegenüber Emmas Familienmitglieder beherrscht. Da Psychologen sich keinen Reim auf Emmas Zustand machen können, schlägt ihr Onkel einen Exorzismus vor... Sehr passend, da er zufällig auch ein Priester ist, der allerdings seines Amtes enthoben wurde, da ihn ein Dämon bei einer vorherigen Austreibung ziemlich gemein reingelegt hat. Dies ist die Grundlage des Besessenheit der Emma Evans, jedoch dürfen wir an dieser Stelle nicht zu viel verraten, um den zugegebener maßen guten Überraschungseffekt am Ende des Films nicht vorwegzunehmen.

Der Plot-Twist ist von seiner Grundidee her gut, wurde jedoch miserabel und von Gefühl her irgendwie lächerlich umgesetzt. Wir können nicht genau beschreiben warum, aber nach ca. der ersten Hälfte des Films erschien uns der Kern der Geschichte sehr unausgereift und viel zu plump dargestellt. Vom Ende wollen wir erst gar nicht sprechen, von wegen "wir tun einfach mal so als wäre nichts gewesen"...

Schnelle Schnitte, harte Kontraste, viele Schärfentiefen und klare Bilder dominieren das Bild. Die visuelle Umsetzung der Story ist sehr gut gelungen und präsentiert sich in einem modernen Gewand. Ungewöhnlich für einen Film mit derart altbackener Thematik. Der Knackpunkt, der zum Nichtgefallen des Horrorfilms führt, liegt eher im Drehbuch. Dem spanischen Regisseur Manuel Carballo kann man auf keinen Fall nachsagen er habe einen schlechten Job erledigt.
Auch in schauspielerischer Hinsicht gibt es nur wenig zu bemängeln. Vor allem Emma-Darstellerin Sophie Vavasseur spielt sehr glaubwürdig und Mitleids erregend. Ein wenig zu hölzern wirkte auf uns Emmas Onkel, der Priester, gespielt von Stephen Billington (RESIDENT EVIL, BRAVEHEART). Aber gut, Priester sind nun mal etwas hölzern. Unterhaltsam ist der Cameo-Auftritt von Doug "HELLRAISER" Bradley als Pater Ennis.

Zumindest steht auf dem deutschen Cover nur, dass die Produzenten von [REC] am Film beteiligt waren. Lasst euch davon nicht blenden. Sie waren lediglich die Geldgeber. Auch der Drehbuchautor hat nichts mit [REC] zu tun, genau so wie der Regisseur Manuel Carballo.
Fazit:
Anfänglich wirklich interessant wird das Filmvergnügen plötzlich zur reinsten Farce. Die Idee hinter DER EXORZISMUS DER EMMA EVANS ist ziemlich gut, jedoch wurde die Story im Verlauf schwach umgesetzt. Technisch präsentiert sich der Horrorfilm aber durchaus gut und auch schauspielerisch gibt es nur wenig zu bemängeln. Einmal ansehen kann nicht schaden, sofern man Gefallen am Exorzisten-Subgenre findet.
Wir geben durchschnittliche 3 von 6 Punkten:

DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)
Die von uns geprüfte deutsche DVD verfügt über ein schön scharfes Bild mit knackigen Kontrasten. Die Synchronisation könnte etwas besser sein, aber das ist ja oft der Fall, bei kleineren Produktionen. Sie geht qualitativ auf jeden Fall in Ordnung. Zudem bietet der Silberling aus dem Hause Universum Film ein über 50-minütiges und ausführliches Making of.

Verleih: Universum Film
Verleihstart: 30.03.2012
Verkaufstart: 30.03.2012
Verpackung: Amaray / Blu-ray Hülle
Discs enthalten: 1 x DVD / 1 x Blu-ray
Ton:
• Deutsch: DD 5.1
• Englisch: DD 5.1
• Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel: -
Bildformat: 2,35 : 1
Blu-ray Auflösung: HD 1080p
Laufzeit: ca. 97 Min. (ca. 101 Min. Blu-ray)
Uncut: Ja
Extras:
• Making of
• Trailer



















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